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Chinesische Delegation in Hannover

Die internationale Zusammenarbeit der ARL mit China setzt sich fort: Vom 13.1. bis zum 15.1. hat erneut eine chinesische Delegation die Expertise der ARL-Geschäftsstelle zu Themen der Regionalplanung nachgefragt. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) organisierten deutsch-chinesischen Kooperationsprogramms „Regionale Wirtschaftsförderung Nordost“ hat die Delegation an einem dreitägigen Fortbildungsprogramm der ARL-Geschäftsstelle in Hannover teilgenommen.

von oben links: Andreas Stefansky, Anne Ritzinger, Martina Hülz, Jing Li,  Hui Jiang, Huajiang Wang, Evelyn Gustedt, Hans-Dieter FreyDen Teilnehmern wurde ein umfangreiches Programm geboten: Es gab Fachvorträge zum System der Raumordnung der Bundesrepublik Deutschland, zur transnationalen Zusammenarbeit im Bereich der Klimafolgenanpassung, zur Raumordnungspolitik und -planung für die Energiewende sowie zum demographischen Wandel und zur Planung für die Ressource Braunkohle.

Gegen den Strom – Einsatz der Raumpioniere

Wer will heutzutage noch aufs Land ziehen? Im Trend liegt momentan eher ein Umzug vom Land in die Stadt oder in den suburbanen Raum. In Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der geringsten Bevölkerungsdichte und einer großen Anzahl kleinster Siedlungen, verursacht dieser Trend eine Menge Probleme. Der Bevölkerungsverlust von ca. 175.000 Einwohnern im Zeitraum von 2000 bis 2012 spricht für sich selbst. Vor allem die Jungen und Gebildeten wandern ab, und so gibt es leer stehende Häuser, leere Klassenzimmer und den kleinen Unternehmen fehlt die Kundschaft – das Leben auf dem Land verebbt.

Doch es gibt auch Leute, die gegen den Strom schwimmen und dem Trend nicht folgen: „Raumpioniere“ – so werden sie genannt. Sie ziehen in leer stehende Gehöfte und Siedlungsbereiche, bleiben in verfallenden Dörfern und versuchen, diese Orte durch Kreativität wieder mit Leben zu füllen. Sie ziehen oft mit romantischen Träumen aufs Land und wollen der Hektik und Anonymität der Großstadt entfliehen. Wie ergeht es ihnen auf dem Land und was können sie erreichen? Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Berlin / Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern wollten im Rahmen ihrer Herbstsitzung am 24. und 25. Oktober 2013 einige von ihnen und ihre Projekte kennenlernen. Deshalb fand die Herbstsitzung der LAG überwiegend in Form einer Exkursion durch das Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte statt.

KLIFF-IMPLAN auf der Zielgeraden

Projekt zur Klimafolgenforschung steht vor dem Abschluss

Die Arbeiten im vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten fünfjährigen Forschungsverbund „KLIFF – Klimafolgenforschung in Niedersachsen“ (www.kliff-niedersachsen.de) laufen zum Jahresende aus. Damit steht auch das im KLIFF-Verbund angesiedelte Forschungs- und Querschnittsthema „IMPLAN – IMplementierung von Ergebnissen aus KLIFF in der räumlichen PLANung in Niedersachsen“ (www.kliff-implan.de) vor dem Abschluss.

Logo und Projektpartner von KLIFF-IMPLAN

Die Aufgabe von IMPLAN war es, Erkenntnisse zu raumbezogenen Auswirkungen des Klimawandels und daraus resultierende raumrelevante Anpassungserfordernisse zu analysieren sowie die Möglichkeiten ihrer planerischen Instrumentierung zu untersuchen.

Planung für gesundheitsfördernde Stadtregionen

Neuer Arbeitskreis der ARL

Angesichts wachsender gesundheitlicher Ungleichheit in Quartieren, Städten und Stadtregionen und zunehmender Herausforderungen – z. B. durch Hitzestress und demografische Alterung – steht das Thema „Gesundheit“ aktuell weit oben auf der Agenda. Lebenswerte und somit auch gesunde Städte sind ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung.

© Ella Sarkisyan – Fotolia.comIn diesem innovativen Themenbereich liegen noch Forschungsdefizite vor. Insbesondere eine gesundheitsfördernde Planung erfordert als Querschnittsthema eine multidisziplinäre Untersuchung und integrierte Politikansätze in der Umsetzung. Dafür ist es nötig, den fachlichen Austausch in diesem Themenbereich zu verbessern. Dies betrifft vor allem die Zusammenarbeit zwischen räumlicher Planung und Public Health, aber auch den transdisziplinären Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern aus verschiedenen staatlichen, kommunalen, privaten und wohlfahrtsorientierten Institutionen.

Interview: Karrierewege nach der Promotion

Auf dem Doktorandentag haben wir die drei Referenten, Prof. Philip Goltermann, Dr. Stephan Löb und Dr. Marion Klemme, zu ihren persönlichen Werdegängen, zu einer Neuausrichtung der Promovierendenförderung sowie zu ihren Empfehlungen für Nachwuchswissenschaftler befragt. Das Gespräch führte Gabriele Schmidt.

Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Jutta Allmendinger, hat kürzlich gefordert, die Karriereförderung für Promovierende nicht mehr ausschließlich auf eine Laufbahn in der Wissenschaft auszurichten, sondern die Förderung auch auf andere Karrierewege auszudehnen und stärker den Kontakt zu Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung, Politik und Medien zu suchen. Was halten Sie davon?

Der Doktortitel: Wissenschaftliche Qualifikation als Eintrittskarte für die Praxis?

Promovieren ist weit mehr als eine Qualifikation für die wissenschaftliche Laufbahn an einer Hochschule. Statistiken zeigen, dass 4/5 derjenigen, die einen Doktortitel erworben haben, ihren weiteren Berufsweg außerhalb des Wissenschaftsbetriebs gehen (Spiegel Online 2013). Die Promotionszeit besteht insofern für viele aus Lehrjahren mit einer überwiegend forschenden Tätigkeit, dennoch werden in dieser Zeit – bewusst oder unbewusst – die Weichen für eine praxisbezogene Karriere in der Wirtschaft, Verwaltung, im gemeinnützigen Bereich oder für eine Selbstständigkeit gestellt.

Erfahrungsberichte aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft

Handwörterbuch der Raumordnung: Neuauflage ab 2015 online

Seit über vier Jahrzehnten gibt die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) das „Handwörterbuch der Raumordnung“ heraus. Das bewährte Grundlagenwerk wird 2015 in einer Neuauflage und erstmals auch als Onlineversion erscheinen. Es richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft und Praxis. Die 4. Auflage von 2005 wird dafür durch einen vom Präsidium eingesetzten Redaktionsausschuss unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Heinrich Blotevogel vollständig überarbeitet. Bis zur Neuerscheinung ist die alte, mittlerweile vergriffene Ausgabe noch als PDF auf der ARL-Website verfügbar.

Inhaltliche Erweiterung und Aktualisierung

Auftaktsitzung Arbeitskreis „Mind the Gap!“

Am 22. November 2013 fand die Auftaktsitzung des Arbeitskreises „Mind the Gap - Kooperationen und Selbstverständnisse in der räumlichen Planung“ in der Geschäftsstelle der ARL in Hannover statt. Die 14-köpfige Gruppe um das Leitungsteam bestehend aus Meike Levin-Keitel, Martin Sondermann und Linda Funke strebt eine multiperspektivische Analyse der Lücke (des „Gap“) zwischen Theorie und Praxis der räumlichen Planung am Beispiel kooperativer Raumentwicklung an.

Bereits die erste Sitzung hat eine Vielzahl an möglichen inhaltlichen Schwerpunkten und Ansätzen aufgeworfen, die es zu berücksichtigen gilt und die für eine tiefergehende Betrachtung in Frage kommen können.

Privilegierung von Außenbereichsvorhaben i. S. d. § 35 BauGB

Neu erschienen: Positionspapier aus der ARL 94

Dieses Arbeitspapier thematisiert die planerischen Steuerungsmöglichkeiten bzw. -defizite bezüglich privilegierter Vorhaben im Außenbereich im Sinne von § 35 Baugesetzbuch (BauGB). Dabei sind zum einen grundsätzlichere Betrachtungen zur rechtlichen Ausgangslage notwendig. Zum anderen ist in einem weitergehenden Ansatz zu diskutieren, ob in Anbetracht der ständigen additiven Weiterentwicklung der Privilegierungstatbestände infolge vermehrter Nutzungsansprüche der Koordinationsauftrag der Raumplanung überhaupt noch erfüllt werden kann. Weiter wäre zu fragen, ob oder inwiefern vor diesem Hintergrund die Privilegierungstatbestände noch aufrechterhalten werden können, da diese Entwicklung der Leitvorstellung der Nachhaltigkeit zuwiderläuft (Anwendungsmaxime des Raumordnungsgesetzes).

Dortmunder Konferenz 2014: Daseinsvorsorge in der Raumplanung

Dortmunder Konferenz 2014Die Fakultät Raumplanung der Technischen Universität Dortmund veranstaltet gemeinsam mit der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) am 13./14. Februar 2014 die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung, diesmal zum Thema „Daseinsvorsorge in der Raumplanung“.

Diese Konferenz ist die zweite in unserer Konferenzreihe zu interdisziplinären Themen der raum- und planungsbezogenen Forschung, die in einem zweijährigen Turnus stattfindet. Mit dem aktuellen Konferenzthema möchten wir zum einen die großen Herausforderungen der Sicherung  von Dienstleistungen der Grundversorgung der Bevölkerung in allen Teilräumen Deutschlandsaufgreifen und  diese im internationalen Kontext betrachten.