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EU verpflichtet 78 deutsche Städte zu Sustainable Urban Mobility Plans bis 2027

Sonderbericht des EU-Rechnungshofes erschienen - ARL zeigt Handlungsoptionen für Städte und Gemeinden

Es dauerte 20 Jahre, bis mit der überarbeiteten Fassung der Verordnung über das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) 2024 eine nachhaltige Mobilitätsplanung für große städtische Ballungsräume verbindlich vorgeschrieben wurde. Diese Sustainable Urban Mobility Plans müssen in Deutschland von 78 größeren deutschen Kommunen bis Ende 2027 erstellt werden. Die ARL - Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft befasst sich inter- und transdisziplinär sowie aus sozialer und ökologischer Perspektive mit Gestaltungspotentialen für nachhaltige Mobilität. Den Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes nehmen wir zum Anlass, um auf zwei jüngere Publikationen und unser Themendossier zu Mobilität hinzuweisen.

Freiraumsicherung und Freiraumentwicklung in der räumlichen Planung

Mit einem Perspektivenwechsel den Freiraumschutz stärken
Titelblatt eines ARL-Forschungsberichts. Oben links steht das ARL-Logo mit dem Schriftzug „Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft“. Darunter der Hinweis „Forschungsberichte der ARL 24“. Ein großer dunkelblauer Block nimmt den unteren Teil des Covers ein. Darin steht der Titel „Freiraumsicherung und Freiraumentwicklung in der räumlichen Planung“ sowie der Untertitel „Mit einem Perspektivenwechsel den Freiraumschutz stärken!“. Als Herausgeber sind Christian Jacoby, Hans-Jörg Domhardt und Wal

Die Sicherung und Entwicklung von Freiräumen in besiedelten und unbesiedelten Bereichen ist die zentrale Aufgabe einer nachhaltigen Raumentwicklung und -planung.

Allerdings gehen Planungsimpulse nach wie vor primär von Flächenforderungen für die weitere bauliche Entwicklung aus. Mit neuer Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Infrastruktur werden erhebliche Freiraumverluste mit negativen Folgen für die verschiedenen Freiraumfunktionen und -nutzungen in Kauf genommen. Rechtliche Verbindlichkeit, empirische Fundierung und auch der politische Wille für konsequenten Freiraumschutz fehlen oft.

Der vorliegende Sammelband stellt anhand strategischer Ansätze und konkreter Praxisbeispiele aktuelle Erfordernisse zu diesem zentralen Planungsthema ins Zentrum und spiegelt die Diskussionen im ARL-Arbeitskreis „Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung“. Die Autorinnen und Autoren plädieren für eine „Freiraumwende“ mit einem Perspektivenwechsel: künftig explizit vom Freiraum her zu denken, zu planen und zu handeln.

Politische Relevanz resilienter Raumstrukturen

Drei Männer stehen in einem hellen Foyer vor einem großen, leuchtenden Poster der „Raummetropolregion Bremen/Oldenburg (RMK)“. Das Poster zeigt eine Luftaufnahme einer Stadtlandschaft und das RMK-Logo. Die Männer tragen Namensschilder und sind formell gekleidet. Alle drei lächeln in die Kamera.
V. l. n. r. Dr. Arne Sünnemann, Abteilungsleiter Regional- und Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen in Bremen, Prof. Dr. Axel Priebs, ARL-Präsident und der bremische Staatsrat Dr. Ralph Baumheier (ARL-Mitglied)

Auf Einladung der Vorsitzenden der Raumentwicklungsministerkonferenz (RMK), der Bremer Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung Özlem Ünsal, referierte Prof. Dr. Axel Priebs (Präsident der ARL) am 27. November 2025 in der 49. RMK in Bremen. Als ständiger Gast im RMK-Hauptausschuss war er gebeten worden, den Ressortspitzen aller 16 Bundesländer über die Ergebnisse eines Ad-hoc-Arbeitskreises der ARL zu berichten, die im Positionspapier aus der ARL 160 („Resiliente Raumstrukturen - Raumordnung und Raumentwicklung stärken Landes- und Bündnisverteidigung sowie Bevölkerungsschutz“) dokumentiert sind. Das Positionspapier war auch Teil der offiziellen Sitzungsunterlagen der Ministerkonferenz.

Neu erschienen: Nachhaltige Flächennutzung durch Raum- und Umweltplanung

Arbeitsberichte der ARL 39 "Nachhaltige Flächennutzung durch Raum- und Umweltplanung"

Freiräume werden immer knapper. Trotz der Ziele von Bund und Ländern, den Flächenverbrauch zu reduzieren, werden nach wie vor viele
Freiflächen, vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen, in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. Der Arbeitsbericht der ARL widmet sich der Frage, wie dem entgegengewirkt werden kann. 

Reaktivierung von Schienenstrecken – Vorgehensweisen und Instrumente in neun Bundesländern

Neues Positionspapier aus der ARL erschienen

Die Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Raumentwicklung und eine klimafreundliche Mobilität. Aber auch mit Blick auf resiliente Raum- und Infrastrukturen im Falle von Krisen und Konflikten wächst ihre Bedeutung.

In einem neuen Positionspapier analysiert ein Arbeitskreis der ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft die Vorgehensweisen und Instrumente in neun Bundesländern und zeigt systematische Unterschiede, Hemmnisse und Gestaltungsbedarfe auf.

Leibniz im Landtag 2025

Zwei Tage zu Gast im niedersächsischen Landtag

Wie kommen Wissenschaft und Politik in Dialog und wie profitieren Politik und Gesellschaft von neuen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis und wie kann Wissenschaft von Politik lernen?

Am 8. und 9. Oktober 2025 geht das bewährte Dialog- und Beratungsformat der Leibniz-Gemeinschaft in Hannover in die achte Runde.

Stellungnahme "Gute Raumplanung sichert qualitätsvolle Raumentwicklung"

Stellungnahme des Präsidiums der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL)

Am 18. Juni 2025 hat die Bundesregierung den so genannten „Bauturbo“ beschlossen, eine Gesetzesinitiative zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung (Bundesregierung, 18.6.2025). Die neue Gesetzgebung soll am 7. Juli in den Bundestag eingebracht werden. Die vorgesehenen Änderungen am Baugesetzbuch, u. a. die Einführung des neuen § 246e, sollen den Wohnungsbau auch dort erleichtern, wo die bisherigen Vorschriften dies nicht vorsahen. Das Hauptziel der Initiative ist, einen Beitrag zur Linderung der Wohnungsnot zu leisten, vor allem durch Erleichterung und Beschleunigung der Wohnungsproduktion. Der Wohnungsmangel wird in Deutschland zu Recht als erhebliches gesellschaftliches Problem angesehen, und die Klagen über langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren haben an Intensität und Häufigkeit zugenommen.

Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Verwaltungsvereinfachung Landnutzung und Umwelt

Die Stellungnahme richtet sich an die Abgeordneten des Brandenburger Landtags, um den noch vor der Sommerpause zu verabschiedenden "Entwurf eines Gesetzes zur Verwaltungsvereinfachung in den Bereichen Landnutzung und Umwelt" (Drucksache 8/956) wissenschaftlich zu reflektieren und daraus entsprechende Empfehlungen für die weiteren Lesungen abzuleiten.