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Out now: Perspektive netto-null Flächenverbrauch

Neues Positionspapier aus der ARL 149 widmet sich der Innenentwicklung, dem flächensparenden Bauen, der Flächenrückgabe und der städtebaulichen Qualifizierung als zentralen Elementen einer Flächenkreislaufwirtschaft und um den Flächenverbrauch perspektivisch auf netto-null  begrenzen zu können.

Cover Positionspapier 149

Das anhaltende Wachstum der Siedlungs- und Verkehrsfläche gehört zu den noch nicht bewältigten Herausforderungen einer nachhaltigen Stadt- und Raumentwicklung. Zu den negativen Effekten der Flächenneuinanspruchnahme zählen der Verlust von offener Landschaft, Landwirtschaftsflächen und ökologischen Habitaten, die Beeinträchtigung von Ökosystemdienstleistungen sowie steigende Folgekosten für Infrastrukturen und Leistungen der Daseinsvorsorge. 

Urbane Produktion für lebendige Stadtzentren fördern und sichern

Cover Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und bewahren“

Neues Positionspapier aus der ARL 147 „Urbane Produktion fördern und bewahren“ zeigt die Potentiale von urbaner Produktion (Handwerk, Manufakturen, Landwirtschaft und Industrie) für eine nutzungsgemischte, nachhaltige und sozial integrative Stadtentwicklung auf und gibt acht konkrete Handlungsempfehlungen aus Sicht von Wissenschaft und Praxis, um urbane Produktion in städtischen Zentren zu sichern und wieder zu stärken, um diese lebendig zu gestalten.

Urbane Produktion was ist das und warum ist sie wichtig?

Eine produktive Stadt zeichnet sich durch Nutzungsmischung aus. Die Stadt muss Raum für Wohnen, soziale und technische Infrastrukturen sowie Arbeiten bieten. "Arbeiten" umfasst nicht nur Dienstleistungen, sondern auch Produktion und Handwerk. Urbane Produktion ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltig produktiven Stadt. Die Förderung und Sicherung dieser Nutzungsmischung ist ökonomisch, ökologisch und sozial wichtig. Nur so können Stoffkreisläufe und eine Stadt der kurzen Wege entstehen. Zentren, die nur monofunktional genutzt werden, sind unattraktiv. Erst durch eine gelungene Nutzungsmischung entsteht urbane Dichte und städtisches Flair mit hoher Aufenthaltsqualität. Produzierende Betriebe haben jedoch zunehmend Probleme Raum in der Stadt zu finden.

Planungsbeschleunigung durch frühzeitige Beteiligung?

Planungsbeschleunigung durch frühzeitige Beteiligung? 

Auf dem ARL-Kongress 2024 „Große Infrastrukturprojekte: Planung zwischen Beschleunigung und Protest“ in Lübeck diskutierten rund 125 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis sehr engagiert die Hürden und Herausforderungen bei der Planung und Genehmigung von Großvorhaben. 

Nach der Eröffnung des diesjährigen ARL-Kongresses durch den Präsidenten der ARL, Prof. Dr. Axel Priebs, richtete Joanna Hagen (Senatorin für Planen und Bauen und erste stellvertretende Bürgermeisterin der Hansestadt Lübeck) ein Grußwort an die Teilnehmenden. Sie betonte aus der Sicht Lübecks die europäische Bedeutung der neuen Transitachse Malmö-Kopenhagen-Hamburg und die daraus entstehenden Chancen für die Hansestadt und die Region Ostholstein durch die feste Fehmarnbeltquerung und das Zusammenrücken Skandinaviens und Norddeutschlands trotz aller Risiken und Konflikte um das Großprojekt. 

Special Issue: Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen neu denken?

RuR Special Issue

Das aktuelle Schwerpunktheft der "Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning" (RuR) Vol. 82 No. 2 (2024) zeigt, wie ländliche Daseinsvorsorge anders bzw. neu gedacht und gewährleistet werden kann. Auf Basis des Forschungsvorhabens InDaLE sind zentrale Ergebnisse aus der vergleichenden Untersuchung von 18 Praxisprojekten in Schottland, Schweden, Österreich und Deutschland in die Beiträge des Schwerpunktheftes eingeflossen. Über seinen explorativen Charakter hinaus leistete InDaLE einen Beitrag zum besseren Verständnis und zur Konzeptualisierung der inhaltlichen, organisationsstrukturellen, politisch-administrativen und finanziellen Dimensionen der Verstetigung innovativer Projekte im Daseinsvorsorgekontext und entwickelte Thesen für die dauerhafte Sicherung solcher innovativen Lösungen und Ansätze in den benannten Dimensionen.

„Zukunft der Raumplanung“ – ARL-Arbeitskreisergebnisse im neuen Themenheft der RaumPlanung veröffentlicht

RaumPlanung Cover

In den politischen Debatten zu aktuellen Themen wie gleichwertigen Lebensverhältnissen, Energiewende, demographischem Wandel und neuen Mobilitätsformen bleiben die Akteure der Raumordnung und ihr wichtiger Beitrag zur Transformation oft unsichtbar. Statt großem Wurf ist das Alltagsgeschäft durch lange Verfahren, komplexe Planwerke und Umsetzungsdefizite geprägt.

In Anbetracht dieser Herausforderungen ist die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift RaumPlanung der „Zukunft der Raumplanung“ gewidmet. Wie können sich die Akteure der Raumplanung auf dynamische Veränderungen und zunehmend komplexere Realitäten einstellen? Können die bestehenden Systeme und Planinstrumente optimiert werden oder ist ein radikaler Neustart erforderlich?

ARL ist Mitglied bei der RSA – Regional Studies Association

Seit April 2024 ist die ARL formelles Mitglied bei der RSA – Regional Studies Association. Der Mitgliedschaft sind wechselseitige Gespräche vorausgegangen, um in Kooperation mit der RSA thematische Synergien und die Verknüpfung fachlicher Netzwerke gezielt zu nutzen, um die Sichtbarkeit und globale Präsenz der ARL und ihres Netzwerks weiter voranzutreiben.

Die Regional Studies Association (RSA) ist eine international agierende Fachgesellschaft, die sich mit Fragen der Regionalstudien und -wissenschaft sowie der Planung befasst. Wie die ARL adressiert die RSA neben der Wissenschaft auch die Praxis sowie politische Entscheidungsträger/innen.

Urbane Produktion fördern und bewahren - neues Positionspapier aus der ARL ist online!

PP147_Cover_Website

Unterschiedliche Entwicklungen in den letzten Jahren haben dem Thema „Urbane Produktion“ zu neuer Aufmerksamkeit verholfen: die Finanzkrise und die damit einhergehende Abkehr von einer reinen Dienstleistungsorientierung; die Erkenntnis, dass die Förderung wissensbasierter Dienstleistungen nicht ausreichend ist, um den strukturellen Wandel sozialgerecht zu bewerkstelligen; die Möglichkeiten einer emissionsärmeren Produktion; ein verändertes städtebauliches Leitbild und die Förderung der Nutzungsmischung aus ökologischen und sozialen Gründen, um Stoffkreisläufe und eine Stadt der kurzen Wege zu ermöglichen, sowie nicht zuletzt eine wiederentdeckte gesellschaftliche Wertschätzung handwerklicher und vor Ort hergestellter Produkte. 

Projektabschluss von LeNa Shape – Exzellent forschen in gesellschaftlicher Verantwortung

Zu sehen ist das Logo des Projekts LeNa - Leitfaden Nachhaltigkeit als Wort-Bildmarke

Im März 2024 endet das vom BMBF geförderte dreijährige Verbundprojekt „LeNa Shape“, in dem untersucht wurde, ob und wie das Prinzip „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ Forschungsprozesse und -projekte hinsichtlich Qualität, Wirkung und Motivation der Forschenden verändert. 

Das Projekt bildet einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu einem gemeinsamen Bewusstsein für Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung von Forschung. Dies geht einher mit dem Ziel die Reflexion im Forschungsprozess und die Dialoge mit der Gesellschaft zu stärken und mehr Partizipation und transdisziplinäre Projekte einzufordern.

Fachleute der Raumplanung empfehlen Reaktivierung von Bahnstrecken

Cover des Positionspapiers 146

ARL-Arbeitskreis lotet in aktuellem Positionspapier das Potential von Schienennetz-Reaktivierung als Beitrag zur Orts- und Regionalentwicklung aus

Die Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken für den Personen- und Güterverkehr ist eine große Chance, die Verkehrswende zu beschleunigen und gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu schaffen. 

Darauf weist die ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft in einem aktuell erschienenen Positionspapier hin.

Vielerorts sind die alten Strecken oder zumindest die Trassen noch verfügbar. Ein Anschluss von Städten und Gemeinden an ein schienenbasiertes Verkehrssystem ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und schafft Impulse für eine nachhaltige Entwicklung.