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Frühjahrstagung „Stadt-Umland-Beziehungen im Wandel“ in Leipzig

„Smarte“ Arbeits- und Lebensweisen stellen das Verhältnis von Stadt und Umland in ein neues Licht. Die Pandemie hat gezeigt, dass auch ein Arbeiten mittels des Einsatzes von Informationstechnologien außerhalb der (Kern)Stadt effizient möglich ist und sogar von positiven Effekten für die Umwelt begleitet wird. 

Dabei ist das Thema der Stadt-Umland-Beziehungen nicht neu. Bereits in den 1990er Jahren wurden die engen Verknüpfungen des städtischen und ländlichen Raums gesehen und mit dem Begriff „Stadtregion“ umschrieben. War noch in letzter Zeit eine Art „Landflucht“ zu beklagen, die mit Leerstand und „sterbenden Dörfern“ einherging, ist seit geraumer Zeit ein „Zurück aufs Land“ (zuweilen wird von Stadtflucht gesprochen) zu beobachten. 

LAG BBMV Herbsttagung 2021

Was bewegt den Nordosten?
Zukünftige Forschungs- und Handlungsbedarfe.

Bericht über die Herbsttagung 2021 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Von Julia Diringer und Christian Strauß

Die LAG-Herbsttagung 2021 widmete sich aktuellen und zukünftigen Forschungs- und Handlungsbedarfen hinsichtlich der räumlichen Entwicklung im Nordosten aus Perspektive der Mitwirkenden der Landesarbeitsgemeinschaft.

Ziel der Herbsttagung 2021, durch die Dr. Christian Strauß führte, war es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis in der LAG-Region über aktuelle und zukünftige Forschungs- und Handlungsbedarfe hinsichtlich der räumlichen Entwicklung im Nordosten zu vertiefen. Dabei stand kein konkretes Thema im Vordergrund, vielmehr beschäftigte sich die Tagung mit den aktuellen Themen der Mitwirkenden in der LAG. So sollte das LAG-Netzwerk gestärkt und Impulse für die LAG-Arbeit gesetzt werden.

Kleinstädte in Nordost. Herausforderungen, Trends und Dynamiken.

Bericht über die Frühjahrstagung 2021 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

von Julia Diringer und Christian Strauß

Die LAG-Frühjahrstagung 2021 widmete sich den aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven von Kleinstädten. Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Ergebnisse verdeutlichten den Bedarf kooperativer und partizipativer Prozesse für die Entwicklung von Kleinstädten. 

Welche besonderen Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven bestehen in nordostdeutschen Kleinstädten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der digital durchgeführten LAG-Frühjahrstagung 2021. Deren Einladung waren rund 60 Teilnehmer*innen gefolgt waren. 

Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland.

Bericht über die Herbsttagung 2020 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Text: Julia Diringer und Christian Strauß


Am 1. Oktober 2020 fand die diesjährige Herbsttagung der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin/ Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern statt, pandemiebedingt im Online-Format. Die LAG‑Mitglieder sowie weitere interessierte Gäste erhielten einen Einblick in die Ergebnisse der LAG‑Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland“. Moderiert wurde die Tagung von Christian Strauß und Julia Diringer.

Die LAG‐Arbeitsgruppe untersuchte im Zeitraum von 2016 bis 2018 die regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland. Der Nordosten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem räumlichen Vorreiter der deutschen Energiewende. Im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien wurden – und werden – vielfältige Erfahrungen gemacht und bemerkenswerte Praxisschritte unternommen. Dies bildete den Ausgangspunkt für die Arbeit der Arbeitsgruppe. Im Fokus standen die Fragen, welche technischen und sozialen Innovationen waren notwendig, um diese Entwicklung zu erreichen? Welche Herausforderungen mussten (und müssen) die Akteur*innen der räumlichen Planung auf der regionalen Handlungsebene meistern? Von besonderem Interesse waren die planungspraktischen Innovationen, die durch die Energiewende angestoßen wurden.

An den Grenzen der großen Stadt: 100 Jahre „Groß-Berlin“ und die Stadtregion der Zukunft

Bericht über die Herbsttagung 2019 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Am Vorabend des Jubiläumsjahres „Groß-Berlin 2020“ und parallel zu „100 Jahre Ruhrgebiet“ tauschten sich am 14. und 15. November 2019 die rund 40 Teilnehmer*innen der Herbsttagung der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern in Berlin über die Herausforderungen und Entwicklungsperspektivenchancen der Stadtregion aus.

100 Jahre nach der Gründung von „Groß-Berlin“ steht die räumliche Entwicklung der Hauptstadtregion vor neuen Herausforderungen. An den Grenzen der großen Stadt gilt es, die funktionalen und administrativen Verflechtungen zu analysieren, Probleme und Potenziale zu erkennen sowie Ansätze für die zukünftige Gestaltung der Stadtregion zu entwickeln. Dabei geht es um die Fragen nach der institutionellen Verfasstheit von Berlin-Brandenburg sowie nach der Weiterentwicklung der Zusammenarbeit der beiden Bundesländer.

Mobilitätswende von Beyern bis Binz: von technologischen Ansätzen zu integrierten Lösungen

Frühjahrstagung 2019 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Wie kommen wir von technologisch ausgerichteten Maßnahmen der Verkehrswende zur integrierten Mobilitätswende?

Dieser Frage gingen die TeilnehmerInnen der Frühjahrstagung der LAG Berlin/ Brandenburg/ Mecklenburg-Vorpommern am 22. März 2019 in Greifswald nach.

Im Fokus standen das Erfordernis einer Mobilitätswende und derzeitige Trends sowie die besonderen Herausforderungen und Lösungsansätze für Mobilität in ländlichen Räumen. Die Treiber der Mobilitätswende sind vielfältig. Klimawandel sowie die Endlichkeit fossiler Rohstoffe erfordern, Mobilitätsangebote und deren Nutzung neu zu denken. In städtischen und ländlichen Regionen bestehen unterschiedliche Anforderungen an Verkehr und Mobilität. So stellen in einigen ländlichen Regionen die Unterauslastung und fehlende Wirtschaftlichkeit den ÖPNV vor Herausforderungen.

„Ludwigsluster Thesen“: Workshop zur Energiewende in der Regionalplanung am 24./25.10.2018 in Ludwigslust

Wöbbelin, PV-Bürgerenergiepark. Foto: Ludger Gailing

Der Ausbau der Windenergie ist ein Kernthema der Regionalplanung und auch bzgl. des Ausbaus der Bio- und Solarenergie wird ihre Bedeutung künftig wachsen. Eine der Kernaufgaben der Regionalplanung ist es, befürchteten „Wildwuchs“ bei Energieinfrastrukturen zu vermeiden und die Flächennutzung hierzu abgestimmt zu steuern. Hierbei sind tlw. konfligierende Interessen von Kommunen, privater Akteure und Unternehmen zu berücksichtigen. Es sind rechtliche Hürden zu nehmen, Naturschutzinteressen zu integrieren und integrierte Zielkonzepte zu entwickeln.

Der Regionale Planungsverband Westmecklenburg, der Landesverband Erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern und die Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende“ der ARL haben am 24. und 25.10.2018 in Ludwigslust im Workshop „Ludwigsluster Thesen zur Energiewende in der Regionalplanung“ die Kernfragen diskutiert:

„Digitalisierung: Der Nordosten ist flach?“

Digitale Transformation und gleichwertige räumliche Entwicklung
Bericht über die Frühjahrstagung 2018 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Inwieweit Digitalisierung einen Beitrag zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse von Stadt und Land leisten kann, diskutierten die TeilnehmerInnen der Frühjahrstagung der LAG Berlin/ Brandenburg/ Mecklenburg-Vorpommern am 31. Mai 2018 in Cottbus. Im Fokus standen die räumliche Entwicklung, Bildung, Einzelhandel und Planungsprozesse.

Digitalisierung ist allgegenwärtig. Digitale Prozesse werden die Arbeitswelt, den Verkehr, die Bildungsangebote, den Handel und andere Bereich des täglichen Lebens verändern. Der Diskurs über Digitalisierung befasst sich bisher oftmals mit smarten technologischen Neuerungen in Ballungsräumen. Jedoch werden zunehmende digitale Lebensformen physische Präsenz ersetzen und verändern somit auch räumliche Bezüge und Distanzen. Die Betrachtung der räumlichen Auswirkungen der Digitalisierung – in Stadt und Land – und ihrer Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten gewinnt an Bedeutung. Ansätze, wie die jüngst gestartete „Smart Village Bad Belzig“, der Test des autonomen Nahverkehrs in der Ostprignitz oder die Zukunftsstrategie Brandenburg – sind beispielhafte digitale Projekte und Strategien, die die Potenziale der Digitalisierung im Kontext ländlicher Räume betrachten.

Call for Membership: Jahrhundertaufgaben – Blockade oder Entwicklung von Räumen durch aufgelassene Flächen

Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) erforscht die Wirkungen des menschlichen Handelns in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Ökologie und Kultur auf räumliche Strukturen und Entwicklungen, um deren nachhaltige Entwicklung zu fördern. Als ein disziplinübergreifendes Netzwerk von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis gibt sie mit ihren Forschungsergebnissen der Wissenschaft neue Impulse und erbringt wissenschaftlich fundierte Beratungsdienstleistungen für Politik und Verwaltung. Dies wird durch themenzentrierte, inter‐ und transdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgremien auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen gewährleistet.

Zwischen NIMBY, heißem Wind und Kannibalismus – eine neue Bedeutung der räumlichen Planung?!

Bericht über die Herbsttagung 2017 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Text: Christian Strauß

Spätestens seit den Protesten um das Projekt „Stuttgart 21“ erfährt räumliche Planung in Deutschland eine Repolitisierung. Bürgerinnen und Bürger sind wieder verstärkt interessiert, an der Planung großer Projekte und weitreichender Visionen, aber auch konkreter Maßnahmen mitzuwirken.

Vor diesem Hintergrund beleuchtete die Landesarbeitsgemeinschaft auf der Herbsttagung 2017 die Repolitisierung von Planung. Die Tagung fand am 14. November 2017 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur statt. Auf der Tagung wurden insbesondere drei Fragen diskutiert: Welchen Beitrag leistet räumliche Planung zur Konkretisierung von Visionen? Welche neue Governane-Formen kommen zur Anwendung, um räumliche Planung gemeinsam mit den Stakeholdern vor Ort als politischen Prozess zu gestalten? Und welche Instrumente neben der formellen Planung werden hierfür genutzt? Die Fragen konnten in Vorträgen und Diskussionsrunden gemeinsam werden. Im Ergebnis zeigte sich, dass eine einfache Aussage, ob mehr oder weniger Planung erforderlich sei, nicht möglich ist. Vielmehr ist eine Differenzierung je nach Aufgabenstellung erforderlich. Hilfreich sind dabei Governance-Ansätze, die ein neues Wissensmanagement integrieren und dabei Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis erzielen.