Forschungsplanung

Die Tätigkeit der Akademie wird maßgeblich durch ihr personelles Netzwerk definiert und getragen. Die Forschungsplanung und Themengenerierung basieren daher auf umfassenden, inklusiven und transparenten Planungsprozessen unter Mitwirkung der Organe, Einrichtungen und Mitglieder der Akademie.

Für die Jahre 2017 bis 2022 wurde ein neues Forschungskonzept entwickelt. Dieses strukturiert die mittelfristigen Forschungsaktivitäten der ARL in den Jahren 2017 bis 2019, eröffnet langfristige Forschungsperspektiven bis 2022 und dient darüber hinaus als Themenspeicher für zukünftige Akademietätigkeiten. Das Forschungskonzept 2017–2022 ersetzt den vorhandenen langfristigen Orientierungsrahmen (2010–2020) und definiert die mittelfristigen Forschungsaktivitäten, die bisher in zweijährlichen Forschungsprogrammen festgelegt wurden (zuletzt 2015–2016). Mithilfe der neuen Planungsintervalle wird die Forschungsplanung der ARL dem Evaluierungszyklus der Leibniz-Gemeinschaft angenähert und ein Gleichgewicht zwischen langfristiger Planungssicherheit und der Möglichkeit, kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, angestrebt.

Das Forschungskonzept 2017–2022 definiert bewusst einen breiten thematischen Korridor, der nicht deckungsgleich mit konkreten Forschungsprojekten und Arbeitsgremien ist. Alle drei Jahre werden Expertenworkshops mit internen und externen Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis sowie Vertreterinnen und Vertretern des Präsidiums, der Beiräte und der Geschäftsstelle in den Forschungsfeldern durchgeführt. Auf der Grundlage der Diskussionen und Ideen aus diesen Workshops erarbeiten das Präsidium und die Geschäftsstelle im Diskurs mit dem Wissenschaftlichen Beirat und dem Nutzerbeirat das Forschungskonzept.

Konkrete Forschungsvorhaben werden im Rahmen der Themengenerierung entwickelt. Dazu können Mitglieder des personellen Netzwerks und/oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Vorschläge beim Präsidium einreichen. Dieses entscheidet über die Einrichtung von Arbeitsgremien, die Durchführung von Veranstaltungen, die Vergabe von Forschungsaufträgen oder Bewerbungen um Drittmittelprojekte. Dabei berücksichtigt es insbesondere die Passfähigkeit des vorgeschlagenen Themas mit dem Akademieprofil, die Kohärenz mit dem Forschungskonzept sowie die gegebenen Arbeitskapazitäten und Ressourcen. Forschungsplanung und Themengenerierung sind somit in einem Gegenstromprinzip miteinander verschränkt (vgl. Abbildung).