10.03.2016 Annika Mayer

Call for Papers: (De)zentrale Energiewende – Wirklichkeiten, Widersprüche und Visionen

Im Spannungsfeld zwischen zentralisierten und dezentralisierten Strukturen stellen sich zurzeit entscheidende Fragen zur Neuausrichtung des deutschen Energiesystems. Verschiedene Systemeigenschaften müssen auf lokaler, regionaler, deutschlandweiter wie europäischer Ebene neu ins Verhältnis gesetzt werden. Dies gilt ebenso für Fragen der Marktgestaltung wie der Neuausrichtung räumlicher Zusammenhänge und dem Umgang mit Verteilungsfragen: Welche funktionalen Bezüge sind für verschiedene Energiemärkte sinnvoll? Welche Akteure sind in diese Märkte (nicht) integriert? Welche Handlungsräume und lokalen Identitäten können durch Dezentralisierung entstehen oder auch eingeschränkt werden? Was aus ökonomischer Sicht sinnvoll oder technisch realisierbar erscheint, mag Fragen der räumlichen Entwicklung oder des sozialen Zusammenhalts zuwider laufen (und umgekehrt).
Die Jahreskonferenz des Leibniz-Forschungsverbunds Energiewende exploriert Herausforderungen, die sich im Spannungsfeld zwischen zentralen und dezentralen Strukturen in der Praxis ergeben, und diskutiert Möglichkeiten, diesen auf technischem, politischem, regulatorischem und zivilgesellschaftlichem Wege zu begegnen. Die Jahreskonferenz ist daher interdisziplinär angelegt und auf den wissenschaftlichen Austausch über Fragestellungen, Herangehensweisen und Ergebnisse zugeschnitten. Vier Sessions werden zu den folgenden Themen angeboten:

A: Koordinierung durch (de)zentrale Märkte?
B: Soziale Spaltung durch (De)zentralisierung?
C: Welche Rolle spielt Power-to-X in (de)zentralen Energiesystemen?
D: Neue Räume und veränderte Landnutzungen im (de)zentralen Energiesystem?

Mit einer öffentlichen Keynote werden die Themen der Sessions durch je eine ExpertIn aus dem Leibniz-Forschungsverbund eingeführt, und Interdependenzen in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion erörtert. In der zweiten Konferenzhälfte werden die Themen in fachlichen Sessions wissenschaftlich vertieft. In einer abschließenden Podiumsdiskussion werden weiterführende Fragen mit VertreterInnen aus der Praxis diskutiert.

Die Veranstaltung findet am 30.06.2016 von 10:00 - 16:00 Uhr in Berlin statt.

Call for Papers

Pro Session werden 3-5 Vorträge zur Präsentation angenommen. Bewerbungen können Sie in Form eines aussagefähigen deutsch- oder englischsprachigen Abstracts bis zum 01.04.2016 einreichen (max. 200 Wörter). Information über Annahme oder Ablehnung erhalten Sie bis zum 01.05.2016.

Außerhalb der Sessions können außerdem wissenschaftliche Poster präsentiert werden. Bitte geben Sie daher an, ob Sie sich auf a) einen Vortrag, b) Vortrag oder Poster oder c) nur einen Posterbeitrag bewerben.

Deadline für fertige Poster ist der 30.06.2016.

Referierter Konferenzband

Für angenommene Vorträge und Posterbeiträge besteht die Möglichkeit einen Artikel in einer Sonderausgabe der Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung des DIW Berlin zu veröffentlichen. Sowohl deutsch- als auch englischsprachige Beiträge werden akzeptiert. Die fertigen Manuskripte sollen eine Länge von 30.000 Zeichen nicht überschreiten. Deadline für die fertigen Manuskripte ist der 30.06.2016. Danach findet ein Lektoratsprozess statt.

Kontakt

Bitte schicken Sie Ihre Abstracts an leibniz-energiewende@wzb.eu.

Bitte melden Sie sich bis 15. Mai bei Leslie Quitzow zur Konferenz an. Email: leslie.quitzow@wzb.eu.