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Umwelt, Energie, Klimawandel

Forschungsfeld II befasst sich mit ökologischen und ökonomischen Entwicklungen im Kontext des gesellschaftlichen Wandels und den damit verbundenen Anpassungsbedarfen der Siedlungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturen aus einer integrativen planerischen Perspektive. Die natürlichen Ressourcen (Boden, Wasser, Luft, biologische Vielfalt) sind die elementaren Grundlagen menschlichen Lebens und Wirtschaftens, Natur und Landschaft sind vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen der klimatischen Rahmenbedingungen zu schützen und nachhaltig zu entwickeln. Daher stehen die Herausforderungen des Klimawandels, des Landschaftswandels, die Bedeutung von Ökosystemen sowie der nachhaltige Umgang mit Fläche im Fokus dieses Forschungsfeldes.

Zudem stellen der Strukturwandel im Energiesektor, die Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der Mobilität zentrale Themen in Forschungsfeld II dar. Sie beinhalten gleichermaßen Chancen und Herausforderungen an die räumliche Entwicklung und Planung und weisen eine hohe Veränderungsdynamik und -intensität auf. Darüber hinaus korrespondieren sie in besonderem Maße mit Unsicherheiten und Konflikten – sowohl in Hinblick auf planerische Ziele, Mittel und Verfahren als auch in Hinblick auf langfristige räumliche Konsequenzen. Kommunikation mit und kooperative Zusammenarbeit von unterschiedlichen Akteuren in Planungsprozessen ist in diesen technisch-naturwissenschaftlichen Handlungsfeldern daher von besonderer Bedeutung.

Die mit der Energiewende verbundenen Veränderungsprozesse erfordern eine grundsätzliche „Neujustierung“ der Raumordnung und -entwicklung. Sie müssen Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit gleichermaßen Rechnung tragen. Neben dem Abstimmungsbedarf über die Eignung von Teilraumkategorien für verschiedene Formen der regenerativen Energieerzeugung, über flächenbeanspruchende Speicherungsformen oder über künftige Trassenführungen beinhaltet dies auch die Berücksichtigung neuer Strukturen der Energieerzeugung und des Energiemanagements. Daher steht der Landschaftswandel als konkrete Auswirkung des zunehmenden Drucks auf Fläche durch die Energiewende und der anhaltenden Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr auch weiterhin im Fokus des Forschungsfeldes und macht eine integrierte und ganzheitliche Flächenpolitik wichtiger denn je. Hier spielen Funktionsräume eine wesentliche Rolle, da stadtregionale Planungsansätze administrative Gebietseinheiten und hieraus resultierende Flächenkonflikte zunehmend überwinden. Dies ist auch für Mobilitätskonzepte relevant, wenn es um die Anpassung der Regionen an politische Vorgaben, ökologische Anforderungen aber auch sozioökonomische Veränderungen geht. Grundsätzlich geht es also im Forschungsfeld II um die Auseinandersetzung mit alternativen Lebens- und Wirtschaftsweisen und die Frage, welche räumlichen Implikationen Ansätze zum ökologisch nachhaltigen Wirtschaften im Zuge der großen Transformation haben.

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