24.11.2021

Syntheseworkshop 2021: Wie Bürger*innen, Kommunen und Wissenschaft gemeinsam Zukunftsräume erproben und gestalten

Transformationsprozesse in Städten erfordern ein dauerhaftes und effektives Zusammenwirken von Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Damit diese unterschiedlichen Akteur*innen gemeinsam Zukunft erproben und gestalten können, braucht es experimentelle und praxis-orientierte Ansätze z.B. in Form von Reallaboren und Transformationsexperimenten. 

Am 21. September 2021 lud das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung gemeinsam mit dem Leibniz-Forschungsnetzwerk „Wissen für nachhaltige Entwicklung“ Vertreter*innen der acht deutschen Zukunftsstädte aus der Phase III des Bundeswettbewerb des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), sowie Mitglieder des Netzwerkes „Reallabore der Nachhaltigkeit“ ins Dresdener Hygienemuseum ein, um Erfahrungen und Perspektiven des Zusammenwirkens zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Ko-Produktion von Transformationswissen im Rahmen experimenteller Ansätze als auch die Frage, wie dadurch Transformationsprozesse in Richtung nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen angestoßen und verstetigt werden können.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Benjamin Freier (DLR Projektträger) die Hintergründe und Perspektiven des Zukunftsstadtprojektes aus Sicht des BMBF vor. Anschließend haben Vertreter*innen der Zukunftsstädte aus dem Nähkästchen geplaudert und ihre Erfahrungen mit Reallaboren und Transformationsexperimenten untereinander ausgetauscht. Interessante Impulse für die spätere Diskussion kamen zudem von Norbert Rost (www.zukunftsstadt.de), Prof. Scherbaum (TU Dresden) und Prof. Bartetzky (GWZO) und reichten von digitalen Ansätzen der Projektbeantragung, über psychologische Ansätze bis hin zu einer historischen Perspektive auf Reallabore und städtische Utopien. Weiterhin haben Mitglieder des Netzwerkes „Reallabore der Nachhaltigkeit“ aus Berlin und Wuppertal ihre Erfahrungen und Ideen geteilt. 

Anschließend wurde im Plenum diskutiert. Fokusthemen waren unter anderem Herausforderungen und Chancen des transdisziplinären Zusammenarbeitens von Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft und die Frage der Fortführung und Verstetigung der umgesetzten Reallabore. Zum Abschluss der Veranstaltung konnten die Teilnehmer*innen sich zwei Dresdener Zukunftsstadtprojekte in der Praxis anschauen. Einige besuchten das ‚Bürgerlabor‘ der Stadt und bekamen dort spannende Einblicke in das Transformationsprojekt „Woche des guten Lebens“ und diskutieren die Herausforderungen und Chancen der Bürger*innenbeteiligung. Andere besichtigten währenddessen den Showroom des nachhaltigen Theaterstücks „Tiere essen“ im Theater Junge Generation. Am Abend wurden die intensiven Diskussionen beim gemeinsamen Abendessen weitergeführt. 

Die Kurzdokumentation von Diskussion und Ergebnissen finden sie hier.

Kontakt in der ARL

Prof. Dr. Rainer Danielzyk, Telefon: (0511) 34842-36, E-Mail: danielzyk@arl-net.de

Dr. Lena Greinke, Telefon: (0511) 34842-34, E-Mail: greinke@arl-net.de

Webseite des Netzwerkes

https://www.leibniz-sustain.de/