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Leibniz im Landtag 2026: Politik im Dialog mit der Wissenschaft

ARL berät zu resilienten Raumstrukturen und den Zukunftsregionen in Niedersachsen
Tamina Reinecke und Rainer Danielzyk stehen lächelnd nebeneinander in einem hellen Foyer. Tamina Reinecke hält einen Stoffbeutel mit einem Aufdruck zum ARL-Kongress 2026.
MdL Tamina Reinecke mit Rainer Danielzyk

Auf Einladung von Landtagspräsidentin Hanna Naber kamen am 7. und 8. Oktober 2026 erneut Forschende der niedersächsischen Leibniz-Einrichtungen mit Mitgliedern des Landtags ins Gespräch. Das seit 2017 regelmäßig stattfindende Format bietet ein Forum für offenen Fachaustausch zwischen Wissenschaft und Landespolitik.

Die ARL beteiligte sich in diesem Jahr mit fünf Gesprächsangeboten:

  • „Lebensqualität in Städten – warum Kommunen beim Parken mehr tun können, als sie glauben"
  • „Wissenschaftsfreiheit und Wirkungsorientierung – zur Messung von Outcome und Impact im Umgang mit unerwarteten oder nicht beabsichtigten Effekten"

Regionalentwicklung in Mitteldeutschland gestern, heute und morgen

Das ARL-Forum Südost lädt gemeinsam mit der Uni Jena und dem Innenministerium Thüringen zur Herbsttagung

Das ARL-Forum Südost lädt am 23. November 2026 zur vergleichenden Standortbestimmung bei der Förderung der Regionalentwicklung in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an die Universität Jena ein. Welche Instrumente der Regionalentwicklung haben sich in der Vergangenheit bewährt? Welche werden aktuell genutzt und welchen Beitrag kann und muss die Regionalentwicklung zukünftig leisten?

First Recap of the 2026 ARL Congress on European Regional Policy in Times of Transition

A successful ARL Congress on the future of EU Regional Policy took place in Cologne on 1–2 October, bringing together experts from across Europe for two days of exchange and discussion.

Discussions highlighted that European regional policy is entering a period of profound transformation, shaped by geopolitical, economic, environmental, demographic and technological transitions. Participants emphasised that competitiveness and cohesion should be understood as complementary rather than competing objectives, and that future EU Cohesion Policy must continue to promote cohesion and spatial justice while strengthening territorial governance, multilevel cooperation, local development capacities and territorial cooperation.

So liefen die Gespräche der ARL bei "Book a Scientist"

Beim diesjährigen „Book a Scientist“ am 29. September 2026 stellte die ARL die Frage „Wie wirkt Wissenschaft?“

Wer nicht fragt, bleibt dumm – das wusste schon die Sesamstraße. Bei Book a Scientist hatten Interessierte die Chance, sich 25 Minuten lang online mit einer Expertin oder einem Experten der Leibniz-Gemeinschaft auszutauschen und alles zu fragen, was sie schon wissen wollten.

Ergebnisse des ARL-Wirkungsbarometers 2025

Wirksamkeit transdisziplinärer und netzwerkförmiger Arbeitsweise – Perspektive der Mitglieder und Mitwirkenden

Die erste Befragung des ARL-Wirkungsbarometers aus dem Jahr 2025 zeigt: Das Netzwerk der ARL wird als entscheidender Mehrwert von Mitgliedern und Mitwirkenden wahrgenommen:

  • mehr als 88% der Befragten stimmen zu: „Die ARL ist ein wichtiges Netzwerk für Raumforschung und Raumplanung.“
  • rund 83 % bestätigen: „Die ARL ermöglicht die Bildung neuer Netzwerke.“
  • über 80 % bescheinigen: „Die ARL fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.“

Neben dem Netzwerk stellt der Wissensgewinn einen weiteren zentralen Motivationsfaktor für die Mitwirkung in der ARL dar. Die Erhebung unterstreicht:

  • 84 % sagen, dass Diskurse über Raum und räumliche Entwicklungsprozesse durch die ARL erweitert werden.

Endlager für hochradioaktiven Abfall

ARL Lunch Talk #22

Nach wie vor suchen wir in Deutschland nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall. Seit 2017 regelt das Standortauswahlgesetz das entsprechende Verfahren. Dieses Gesetz soll sicherstellen, dass der Suchprozess partizipativ, wissenschaftsbasiert, transparent, selbsthinterfragend und lernend angelegt ist und am Ende zu einem Endlagerstandort mit bestmöglicher Sicherheit führt. Bei der Ermittlung dieses Endlagerstandorts spielen Sicherheitsanforderungen und geowissenschaftliche Kriterien eine Rolle. Aber auch Raumplanung und Raumentwicklung sind in allen Phasen der Standortauswahl gefragt.

Genau hiermit haben sich die Experten unserer 22. Lunch Talk-Ausgabe beschäftigt: Bernhard Müller von der (TU Dresden) und Matthias Steinhoff (BGE) sind Leiter und Mitglied des ARL-Arbeitskreises „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland – zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“ und stellen die sechs Empfehlungen des AK vor:

Antje Bruns wechselt an die TU Berlin

Gruppenfoto zur Verabschiedung von Antje Bruns: Kolleginnen und Kollegen stehen in den Räumen der ARL zusammen und lächeln in die Kamera. Im Vordergrund hält eine Person eine Topfpflanze mit bunten Bändern, eine weitere eine Karte.

Das Präsidium und die Geschäftsstelle der ARL verabschieden zum 1. Oktober 2026 ihre Generalsekretärin, Prof. Dr. Antje Bruns, die einen Ruf an die TU Berlin angenommen hat. Der ARL wird Antje Bruns als aktives Mitglied der Akademie weiterhin eng verbunden bleiben. Darüber hinaus wird sie auch künftig wichtige Vorhaben inhaltlich und strategisch federführend mitgestalten, darunter das Planungsbarometer, das Leibniz-Labs-Netzwerkvorhaben, die Wirkungsanalyse sowie die von ihr eingeworbenen internationalen Drittmittelprojekte, die über bestehende Kooperationsverträge an der ARL weitergeführt werden.

Strukturschwäche messen, Potenziale fördern

Workshop am 13. Oktober in Berlin

Wie lassen sich strukturelle Schwäche und gleichwertige Lebensverhältnisse verlässlich und vorausschauend messen? Welche Indikatoren braucht eine Strukturpolitik, die Potenziale stärkt und Transformationsrisiken frühzeitig erkennt? Diesen Fragen widmet sich der Workshop „Messung struktureller Schwäche von Räumen – gestern, heute und morgen“ am 13. Oktober 2026 von 12:00 bis 14:00 Uhr in Berlin.

Unter dem Leitgedanken „Status quo oder Prävention? Von der Bedürftigkeit zum Potenzial“ diskutieren Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Regionen, wie Strukturpolitik Transformation vorausschauend begleiten kann. Im Mittelpunkt stehen auch die Abgrenzung strukturschwacher Räume und ihre Bedeutung für Förderinstrumente wie die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Navigate Planning Through Changes

The ARL at the VASAB Young Planners’ Summer School 2026

From 23 to 29 August 2026, 30 young planning professionals and students from across the Baltic Sea Region and Ukraine gathered in Gdańsk, Poland, for the VASAB Young Planners’ Summer School, held under the theme “Navigate Planning Through Changes.” The international and inter- and transdisciplinary format brought together participants from different countries and professional backgrounds to explore emerging spatial planning challenges in the Baltic Sea Region and to find adequate solutions for different planning levels.