strategische Umweltprüfung

 strategic environmental assessment (SEA)

Nach der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme ist unter dem Begriff „Umweltprüfung“ die Ausarbeitung eines Umweltberichts, die Durchführung von Konsultationen, die Berücksichtigungen des Umweltberichts und der Ergebnisse der Konsultationen bei der Entscheidungsfindung und die Unterrichtung über die Entscheidung gemäß den näheren Bestimmungen der Richtlinie zu verstehen. Diese Richtlinie war von den Mitgliedsstaaten bis zum 20. Juli 2004 umzusetzen. In Deutschland erfolgte die Umsetzung durch das EAG Bau (Europarechtsanpassungsgesetz Bau) für den Bereich der Bauleitplanung und der Raumordung sowie durch das SUPG (Gesetz zur Einführung einer strategischen Umweltprüfung und zur Umsetzung der Richtlinie 2001/42/EG) für die verbleibenden Planungen. Kernelement der Umweltprüfung ist die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen der Verwirklichung des jeweiligen Plans. Eingeschlossen sind damit auch Auswirkungen auf Aspekte wie die biologische Vielfalt, die Bevölkerung, die Gesundheit des Menschen, Fauna, Flora, Boden, Wasser, Luft, klimatische Faktoren, Sachwerte, das kulturelle Erbe einschließlich der architektonisch wertvollen Bauten und der archäologischen Schätze, die Landschaft und die Wechselbeziehung zwischen den genannten Faktoren. Zur näheren Erläuterung sind neben der Bezeichnung der Umweltauswirkungen weitere Angaben in einem Umweltbericht zu treffen. Zum Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung sind die relevanten Behörden zu konsultieren. Zudem ist den Behörden und der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, zum Entwurf des Plans sowie zum begleitenden Umweltbericht Stellung zu nehmen. Der Umweltbericht sowie die dazu abgegebenen Stellungnahmen sind bei der Ausarbeitung und Entscheidung über den Plan zu berücksichtigen. Eine weitergehende Bindung löst die Umweltprüfung nicht aus. Eine Umweltprüfung ist in Deutschland für sämtliche Raumordnungspläne, für die Flächennutzungspläne sowie für die verbindlichen Bebauungspläne vorgeschrieben.


Umweltverträglichkeitsprüfung
Raumordnungsplan
Flächennutzungsplan
Bebauungsplan

Directive 2001/42/EC of the European Parliament and the Council of June 27th 2001 on the assessment of the effects of certain plans and programmes on the environment defines environmental assessment as the preparation of an environmental report, the carrying out of consultations, the taking into account of the environmental report and the results of the consultations in decision-making and the provision of information on the decision in accordance with relevant provisions of the Directive. The Directive was to be transposed into national law by member states by July 20th 2004. In Germany, it was transposed by the EAG Bau (European Law Adaptation Act for the Construction Sector) for urban land-use planning and spatial planning and by the SUPG (Act on the Introduction of Strategic Environmental Assessment and Implementation of Directive 2001/42/EG) for other categories of planning. The key elements in environmental assessment are the identification, description, and evaluation of the considerable environmental impacts that ensue from the implementation of planning. They include effects on biodiversity, population, human health, fauna, flora, soil, water, air, climatic factors, material assets, cultural heritage including architectural and archaeological heritage, landscape, and on interaction between the factors mentioned. An environmental report is required to provide more detailed information on environmental impacts. The pertinent public authorities are to be consulted on the extent and depth of environmental assessment. Furthermore, public authorities and the public at large are to be given the opportunity to state their views on the draft plan and on the accompanying environmental report. Both the environmental report and comments are to be taken into account in preparing and adopting the plan. Over and above this, environmental assessment has no binding effect. In Germany, environmental assessment is required for all spatial structure plans, and for preparatory and binding land-use plans.

environmental impact assessment
spatial structure plan
preparatory land-use plan
binding land-use plan