strategische Planung

 strategic planning

Viele Städte sind durch den ökonomischen und gesellschaftlichen Strukturwandel mit Planungsaufgaben ungewohnter Dimensionen konfrontiert. Die neuen stadtentwicklungsplanerischen Herausforderungen haben nicht nur die Konzepte, sondern auch die Methoden städtebaulicher Planung verändert. Die hierarchischen Planungsebenen der klassischen Bauleitplanung haben zugunsten informeller und strategischer Ansätze an Bedeutung verloren.
Dem klassischen Instrumentarium wird nicht mehr die übergreifende Leitfunktion bei den aktuellen Umstrukturierungsaufgaben abverlangt. An seine Stelle ist vielerorts die „strategische Planung“ getreten, bei der Planungsziele in Maßnahmebündel und Realisierungsschritte umgesetzt werden, die auf unterschiedlichen Planungsebenen angesiedelt sein und die verschiedene Zeithorizonte umfassen können. In strategischen Plänen sind Aussagen unterschiedlicher Reichweite enthalten und Planungsschritte mehrerer Ebenen kombiniert.
Die heutige Konzentration bei Stadtentwicklungsprozessen auf strategisch wichtige Projekte resultiert aus den Erfahrungen, dass Planung mit flächendeckendem Anspruch und hierarchischem Aufbau sowie in aufeinanderfolgenden chronologischen Schritten des aktuellen Handlungserfordernissen und Rahmenbedingungen nicht gerecht werden kann. Strategisch stehen Gleichzeitigkeit und Wechselwirkung von Konzept- und Projektentwicklung im Vordergrund; das heißt, Leitkonzepte und Projekte bedingen sich wechselseitig, sind jeweils Folge oder Vorlauf. Gerade unter Bedingungen knapper werdender öffentlicher Mittel erweist es sich als notwendig, klare zeitliche und räumliche Prioritäten für die Realisierung der Planungskonzepte zu setzen.

Many cities face planning tasks of unaccustomed dimensions owing to economic and societal structural change. These new challenges have affected not only concepts but also methods in urban planning. The planning hierarchy of classical urban land-use planning has given way to informal and strategic approaches. The classical tools are no longer expected to perform a general lead function in restructuring. In many places it has been superseded by “strategic planning,” under which objectives are progressively implemented through sets of measures at various levels of planning and over various time horizons. The scope of strategic plans varies and they combine planning steps on several levels. The present concentration of urban development processes on strategically important projects results from the experience that comprehensive, hierarchical planning in successive, chronological steps cannot do justice to current requirements and conditions. From a strategic point of view, simultaneity and interaction between concept and project development are important. This means that guiding concepts and projects are interdependent, can be both consequence and cause. Especially when public finances are tight, it has proved necessary to set clear temporal and spatial priorities for the implementation of planning concepts.