Natura 2000

 Natura 2000

Mit dem Schutzgebietssystem NATURA 2000 entsteht ein auf EU-Recht beruhendes zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten, mit dem die Mitgliedsstaaten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa beitragen sollen. Grundlagen sind die Richtlinien 79/409/EWG (sog. Vogelschutzrichtlinie) und 92/43/EWG (sog. Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, abgekürzt FFH-Richtlinie), die von allen Mitgliedsstaaten in der nationalen Gesetzgebung umgesetzt werden müssen. Die FFH-Gebiete werden auch als Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (englisch: Special Areas of Conservation, SAC) bezeichnet, die Vogelschutzgebiete als besondere Schutzgebiete (englisch: Special Protected Areas, SPA). Sie werden nach EU-weit einheitlichen Standards ausgewählt und unter Schutz gestellt. Aus den nach beiden Richtlinien zu schützenden Gebieten leitet sich ein kohärentes Schutzgebietssystem für Arten und Lebensraumtypen ab. Aus den Richtlinien ergibt sich die Verpflichtung, die NATURA 2000-Gebiete nachhaltig zu sichern und zu schützen; dies kann, muss aber nicht in Form einer Schutzgebietserklärung nach § 22 BNatSchG erfolgen. NATURA 2000-Gebiete unterliegen einem Verschlechterungsverbot; im Falle von Vorhaben, die zu Beeinträchtigungen der Gebiete führen könnten, muss eine Verträglichkeitsprüfung erfolgen. Für NATURA 2000-Gebiete sind Managementpläne aufzustellen, außerdem bestehen Vorschriften zu Berichtspflicht an die EU sowie Monitoring.
Im BNatSchG machen §§ 32 bis 38 Vorgaben zu Aufbau und Schutz des NATURA 2000-Netzes, im NatSchG von Baden-Württemberg §§ 36 bis 40. In Baden-Württemberg waren Mitte 2007 11,6 % der Landesfläche als FFH-Gebiete und 4,9 % als Vogelschutzgebiete an die EU gemeldet; bundesweit 9,3 % als FFH-Gebiete (ohne maritime Gebiete), 9,4 % als Vogelschutzgebiete.

The protected areas system Natura 2000 is a continuous network of protected areas grounded in EU law. In this way member states are to contribute to the preservation of biodiversity in Europe. A basis is provided by the Directives 79/409/EEC (known as The Birds Directive) and 92/43/EEC (known as The Habitats Di-rective), which must be implemented in the national law of all member states. The Habitats Areas are also termed Special Areas of Conservation (SAC), the Bird Pro-tection Areas are known as Special Pro-tected Areas (SPA). These areas are chosen according to uniform EU-wide standards and are given protected status. The two directives on protected areas provide the basis for a coherent system of protected areas for species and habitat types. The directives require that the NATURA 2000 areas be sustainably safeguarded and protected. This may, but must not, take the form of a protected areas declaration in accordance with § 22 of the German Federal Nature Protection Act. NATURA 2000 areas are subject to a prohibition on deterioration. If proposals may have a negative effect on the areas in question then an impact assessment is required. Management plans must be produced for the NATURA 2000 areas. Regulations also demand reports to the EU and monitoring.
§§ 32 to 38 of the Federal Nature Protection Act, and §§ 36 to 40 of the Nature Protection Act for Baden-Württemberg, set parameters for the makeup and protection of the NATURA 2000 network. In the middle of 2007 11.6 % of the area of Baden-Württemberg was registered with the EU as SACs, 4.9 % as SPAs. In Germany as a whole 9.3 % were SACs (excluding maritime areas) and 9.4 % were SPAs.