Bestandsentwicklung

 urban redevelopment

Unter Bestandsentwicklung versteht man im planerischen Zusammenhang den Umgang mit vorhandenen Siedlungsstrukturen, Bauwerken, Infrastrukturen oder Siedlungsflächen. Der Begriff beschreibt das Gegenteil einer Neuschaffung solcher Strukturen. Bestandsentwicklung hat im Zusammenhang mit den „Grenzen des Wachstums", der Stärkung des Denkmalschutzes und dem Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung seit den 1970er Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Auch der industrielle Strukturwandel und die zunehmende Knappheit potentieller Siedlungsfläche bieten Anlass für eine stärkere Konzentration auf die Bestandsentwicklung, da zahlreiche innerstädtische Flächen brach fielen und damit neuen Nutzungen zur Verfügung stehen, während für Siedlungserweiterungen am Stadtrand oft keine geeigneten Flächen zur Verfügung stehen.
Zu den wichtigsten Arbeitsfeldern der Bestandsentwicklung gehören Stadtentwicklung, Stadterneuerung und Stadtumbau. Stadtentwicklung ist die administrativ gesteuerte, interdisziplinäre Gesamtentwicklung einer Gemeinde, d.h. vor allem ihrer bestehenden Bauflächen und Quartiere. Stadterneuerung beschreibt die im Baugesetzbuch (Besonderes Städtebaurecht) geregelten Maßnahmen zur Behebung städtebaulicher Missstände, zur Modernisierung und Weiterentwicklung von Quartieren. Im ländlichen Raum spricht man entsprechend von Dorferneuerung. Stadtumbau ist ein relativ neues Aufgabenfeld, das die Auseinandersetzung mit der schrumpfenden Stadt und die Anpassung von Siedlungsstrukturen an geringere Einwohnerzahlen umfasst.

Infrastruktur
Bestandsentwicklung

In the planning context, building stock development (Bestandsentwicklung) deals with existing settlement structures, building stock, infrastructure, and developed areas. It is the opposite of new development. In view of "limits to growth," greater concern with the conservation of historic monuments, and the guideline of sustainable development, building stock development has grown in importance since the 1970s. Industrial structural change and the increasing scarcity of land for development induced a greater concentration on stock development, since many inner-city sites became vacant and were thus available for new uses, whereas suitable land for extensions on the urban fringe was often not available.
The most important components of stock development are urban development, urban renewal and urban redevelopment: Urban development (Stadtentwicklung) is the interdisciplinary, overall development of a municipality driven by local authorities, i.e., especially with regard to existing building land and neighbourhoods. Urban renewal (Stadterneuerung) denotes the measures laid down in the Federal Building Code (Special Urban Planning Law) for alleviating development deficiencies, and for the modernisation and further development of neighbourhoods. In rural areas the corresponding process is referred to as village renewal (Dorferneuerung). Urban redevelopment (Stadtumbau) is a relatively new field, which is concerned with urban shrinkage and the adaptation of settlement structures to smaller populations.