Abwägungsgebot

 Weighing of interests

Für alle Bereiche der Raumplanung sowie der Fachplanung ist die Abwägung von Belangen eine typische Aufgabe zur Entscheidungsvorbereitung. Das sog. Abwägungsgebot ist das zentrale Gebot sozialgestaltender, rechtsstaatlicher Planung. Deshalb wurde für das Bau- und Fachplanungsrecht eine differenzierte Lehre zur Abwägung entwickelt. Das Abwägungsgebot für Bauleitpläne ist rechtlich im Baugesetzbuch verankert. Danach sind bei der Aufstellung der Pläne die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander gerecht abzuwägen. Dies verpflichtet die Gemeinde dazu, dass
1. eine Abwägung überhaupt stattfindet,
2. in die Abwägung der Belange eingestellt wird, was nach Lage der Dinge berücksichtigt werden muss,
3. weder die Bedeutung der betroffenen öffentlichen und privaten Belange verkannt wird,
4. noch der Ausgleich zwischen ihnen in einer Weise vorgenommen wird, die zur objektiven Gewichtigkeit einzelner Belange außer Verhältnis steht.

Innerhalb dieses Rahmens kann sich die Gemeinde für die Bevorzugung des einen und damit notwendig für die Zurücksetzung eines anderen Belanges entscheiden.

Fachplanung (raumbedeutsame)
Bauleitplanung
Raumordnungsplan
Grundsätze der Raumordnung

adapeted from ARL 2003

In preparing decisions in all fields of spatial and sectoral planning, interests typically need to be weighed. This is a key requirement in planning for the benefit of society under the rule of law. A complex theoretical framework has consequently been developed to achieve this in applying building and sectoral planning law. The requirement to weigh interests in urban land-use planning is enshrined in the Federal Building Code. Conflicting public and private interests are to be weighed against each other and given fair consideration This places a duty on municipalities to ensure:
1. that interests are duly weighed,
2. that all matters warranting consideration are covered,
3. that there is no failure to appreciate the importance of public and private interests
4. that the balance achieved is proportionate to the objective importance of individual interests.

Within these limits a municipality is free to decide in favour of one interest and thus against another.

spatial planning and spatial development
sectoral planning (spatially relevant)
urban land-use planning
spatial structure plan
principles of spatial planning