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Evaluation unter Zeitdruck

Blick aus dem Publikum auf die Hörsaalbühne. Die Leinwand zeigt die Begrüßung zur 29. DeGEval-Jahrestagung „Evaluation und Zeit“ an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Die ARL präsentierte ihren Umgang mit verkürzten Evaluationsverfahren: Ein kontinuierliches Qualitäts- und Wirkungsmanagement

Vom 23. bis 25. September 2026 fand an der Frankfurt University of Applied Sciences die 29. Jahrestagung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation statt. Unter dem Titel “Evaluation und Zeit” widmete sich die Tagung u.a. der Frage, wie schnell benötigte Evaluationsergebnisse aufgrund von Entscheidungsdruck und Schnelllebigkeit mit der Tatsache vereinbart werden können, dass Evaluation und Wirkungsentfaltung Zeit benötigen.

In der Session „Evidenz zwischen Wirkungsverzögerung, Transformationsprozessen und Entscheidungsdruck“ wurden am dritten Tag die Herausforderungen, die mit dem Zusammenspiel von Wirkung und Zeit entstehen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Dr. Maximilian Räthel – Leiter der Stabsstelle „Qualitäts- und Wirkungsmanagement“ der ARL brachte im Rahmen seines Vortrags zum Thema „Umsetzung von Transformationsprozessen und Nachweis von eingetretenen Wirkungen bei verkürzten Evaluationsverfahren in außeruniversitären Forschungsorganisationen“ eine Perspektive ein, die einen vornehmlich strukturell gegebenen Zeitdruck auf Wirkungsmessung aufzeigte. 

Er beschrieb die Dysbalance zwischen lang angelegten Transformationsprozessen und vergleichsweise kurzen Evaluationsverfahren unter dem Anspruch an einen Wirkungsnachweis in kurzer Zeit. Die ARL begegnet diesem Problem mit einem kontinuierlichen Wirkungs- und Qualitätsmanagement, um Entwicklungen frühzeitig sichtbar und jederzeit abrufbar zu machen. Dadurch können auch in verkürzten Evaluationsverfahren bereits eingetretene Wirkungen, laufende Veränderungsprozesse und längerfristig erwartbare Entwicklungen sichtbar gemacht werden.

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Am Ende bleibt: es kommt nicht unbedingt auf die Schnelligkeit in einem bestimmten Zeithorizont an, sondern vielmehr auf kontinuierliche Evaluationsdesigns und kontinuierliches Monitoring, damit auch unter Zeitdruck verfügbare Evidenz sinnvoll eingeordnet werden kann.

Für die ARL brachte die Session sowie die Tagung insgesamt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des eigenen Qualitäts- und Wirkungsmanagements und die Frage der Wirksamkeit ihrer transdisziplinären und netzwerkförmigen Arbeitsweise.

Fachliche Ansprechperson in der ARL

Dr. Maximilian Räthel
Leitung der Stabsstelle Qualitäts- und Wirkungsmanagement
Tel. -49 511 3484267
maximilien.raethel@arl-net.de