"Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Region krisenfester zu machen" - BWSB sucht Transferregionen
Gut leben heißt auch sicher leben – überall in Deutschland. Extreme Wetterereignisse, längere Hitze- und Trockenphasen, Starkregen und Hochwasser, aber auch Störungen in der Energieversorgung oder Cyberangriffe zeigen: Krisen wirken sich unmittelbar auf die Daseinsvorsorge in der Region und das tägliche Funktionieren von Städten, Gemeinden und Landkreisen aus. Damit Verwaltung, Infrastruktur und Versorgung auf kommunaler und regionaler Ebene auch im Krisenfall handlungsfähig bleiben, werden vorausschauende Risiko- und Vorsorgearbeit, klare Zuständigkeiten und Routinen, belastbare Netzwerke mit relevanten Akteuren sowie eine gute Kommunikation benötigt – kurz: regionale Resilienz.
Mit der neuen Initiative „Resiliente Regionen – Verstetigung und Wissenstransfer“ unterstützen das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) Regionen dabei, resilienzorientierte Ansätze dauerhaft in Strukturen und Prozesse der Raumentwicklung zu verankern und praktisch erprobte Vorgehensweisen in weitere (Teil-)Räume zu übertragen.
Als Transferregion profitieren Sie von einem gezielten, niedrigschwelligen Wissenstransfer:
Sie werden dabei von einem erfahrenen Dienstleister (Forschungsassistenz) unterstützt und begleitet. Wir helfen Ihnen, passende Ansätze aus Modellregionen auf Ihren Kontext zu übertragen, Prioritäten zu setzen und erste Umsetzungsschritte zu planen – in einem Tempo und Umfang, der zu Ihren Kapazitäten passt. Der Wissenstransfer findet im Zeitraum von Mai 2026 bis Juni 2027 statt.
Die Ende 2025 abgeschlossene thematische Initiative „Resiliente Regionen“ hat vielfältige Ansätze, Methoden und Strategien hervorgebracht, um Regionen krisenfester aufzustellen. Ausführliche Informationen zur Initiative, ihren Ergebnissen und den Themenschwerpunkten der Modellvorhaben finden Sie auf der BBSR-Webseite und auf der Seite des Programms Region gestalten.
Wir unterstützen Sie dabei,
- geeignete Resilienz-Ansätze für Ihre Region auszuwählen (z. B. Risikoanalyse, Resilienzstrategie, Governance-Strukturen, Risikokommunikation),
- diese Ansätze auf Ihre Ausgangslage zu übertragen,
- relevante Akteursgruppen in Ihrer Region (z. B. Regionalplanung, Katastrophenschutz, KRITIS, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) zu identifizieren und strukturiert einzubinden,
- einen kompakten Transferplan mit ersten Umsetzungsschritten zu entwickeln,
- und sich mit anderen Regionen in Praxisformaten auszutauschen (online & in Präsenz).
Wer kann sich bewerben?
Der Aufruf richtet sich an ländliche Regionen (Fördergebietskulisse siehe Anlage). Antragsberechtigt sind Kreise, die Träger der Regionalplanung und regionale Institutionen, die für die Erfüllung von Aufgaben der Regionalentwicklung legitimiert sind (z.B. Kommunalverbünde, regionale Entwicklungsagenturen, fest institutionalisierte interkommunale Kooperationsinitiativen). Teilnehmen können auch Stadt-Land-Partnerschaften, wenn die vorgesehenen Maßnahmen den Gesamtraum betreffen oder der Fokus auf den ländlichen Teilräumen liegt.
Wie läuft das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab?
Alle wichtigen Dokumente finden Sie auf der region-gestalten-Website. Die Unterlagen müssen bis zum 24.04.2026 eingereicht werden. Die Auswahl erfolgt anschließend durch das BMWSB und das BBSR.
Weitere Informationen und alle wichtigen Dokumente finden Sie unter: Region gestalten - News - Transferregionen gesucht – wir unterstützen Sie dabei, Ihre Region krisenfester zu machen.

