Neue Sicherheitslage in Europa - Konsequenzen für die Raumordnung
Die Fachtagung thematisierte die zunehmenden sicherheitspolitischen Bedrohungslagen in Europa und diskutierte, wie Raumordnung und Planung zur Krisenfestigkeit kritischer Infrastrukturen und Regionen beitragen können. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen durch Naturkatastrophen, hybride Angriffe und geopolitische Risiken, welche Notwendigkeit und Ansatzpunkte einer resilienten und krisenfesten Raumentwicklung verdeutlichten.
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Ausblick
Für die Landes- und Regionalplanung ergeben sich weitreichende Konsequenzen: Die Sicherung und Vorsorge für kritische Infrastrukturen muss querschnittsorientiert in alle Planungsstufen integriert werden. Planerische Instrumente und räumliche Festlegungen sind auf Krisenfestigkeit (Redundanz, Robustheit, Flexibilität, Kooperation) weiterzuentwickeln und rechtliche Anpassungen – insbesondere im Baugesetzbuch und Raumordnungsgesetz – erforderlich. Zudem erscheint eine länderübergreifende Planung, verstärkte Information und Akteurskooperation sowie eine stärkere Verankerung von Resilienz und Bevölkerungsschutz als Daueraufgabe in Studium, Forschung und Praxis erforderlich.

