20.05.2021

Call for Contributions Für den Sammelband „Post-Covid19 in ländlichen Räumen“ (Arbeitstitel)

Veröffentlicht als Band Nr. 8 in der Reihe „Ländliche Räume. Beiträge zur lokalen und regionalen Entwicklung / Rural areas: Issues of local and regional development /“ des LIT-Verlags

Herausgegeben von: Prof. a.D. Dr. Ulrike Grabski-Kieron, Prof. Dr. Ingo Mose, PD Dr. Anja
Reichert-Schick, Dr. Annett Steinführer, Gastherausgeberin: Dr. Lena Greinke

Die Chancen und Herausforderungen der COVID19-Pandemie werden auch in den Raum-, Planungs- und Sozialwissenschaften vielschichtig diskutiert. Der Fokus vorliegender Untersuchungen liegt bislang zumeist auf städtisch geprägten Regionen, in denen die Auswirkungen
von COVID19 unmittelbar fassbar und offensichtlich waren und sind. Allerdings sind weitere
Raum- und Siedlungstypen betroffen und sollten in die öffentliche Wahrnehmung gerückt
werden.

Der geplante Sammelband legt seinen Schwerpunkt auf ländliche Räume, insbesondere auf
Prozesse, Strukturen und Funktionen, die sich durch die Pandemie neu darstellen bzw. verändert haben. Folgende Fragen sollen beispielsweise beantwortet werden: Welche Effekte hat
die Pandemie auf demografische, soziale, (natur-)räumliche und wirtschaftsstrukturelle Prozesse und Strukturen? Inwiefern wurden und werden Wirtschaft, Gesellschaft, Umwelt, Politik
und Planung von der Pandemie beeinflusst? Welche Bereiche werden dauerhaft transformiert, welche Entwicklungen können als temporär erachtet werden? Im Sammelband „PostCovid19 in ländlichen Räumen“ (Arbeitstitel) der Reihe „Ländliche Räume. Beiträge zur lokalen
und regionalen Entwicklung / Rural areas: Issues of local and regional development“ des LITVerlags sollen diese Themen und Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden.

Wir laden interessierte Autor:innen ein, in ihren Beiträgen folgende Aspekte zu beleuchten:

  • Inwiefern sind ländliche Räume von COVID19 betroffen? Welche demographischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen sowie Auswirkungen auf Umwelt und Ökologie entstehen durch die Pandemie in ländlichen Räumen?
  • Wie wirkt sich die Pandemie auf die Bevölkerung in ländlichen Räumen aus, z. B. auf Migrant:innen oder Niedriglohnbezieher:innen oder im Hinblick auf Genderfragen? 
  • Wie entwickeln sich Arbeiten, Wohnen und Leben sowie Mobilität, Einzelhandel, Bildung und weitere Themenfelder in der Pandemie?
  • Wie können ländliche Räume und Akteure in ländlichen Räumen von der COVID19-Pandemie profitieren? Inwiefern sind die Akteure gefährdet? Welche Rolle übernehmen bestimmte Akteure (z. B. Verwaltungen, Wohnungswirtschaft, Unternehmen, Regionalmanagement, etc.) in Zeiten der Pandemie? Welche Handlungsspielräume haben sie in und nach Krisenzeiten?
  • Hat die Pandemie die Wahrnehmung ländlicher Räume und ihre Attraktivität als Wohnstandorte erhöht? Werden ländliche Räume zu neuen oder anderen Wirtschaftsstandorten?
  • Welche Zusammenhänge bestehen in Bezug auf Landschaft, Freiraum und Gesundheit? Welche Bedeutung übernehmen ländliche Räume für die Gesundheit?
  • Inwiefern kann die (Raum-)Planung auf die Herausforderungen der Pandemie in ländlichen Räumen reagieren? Welche Perspektiven ergeben sich in Governance-Prozessen und im Planungsgeschehen der ländlichen Regional- oder Dorfentwicklung?
  • Wie trägt die Pandemie zu Innovations- und Transformationsprozessen in ländlichen Räumen bei? Wie müssen sich ländliche Räume entwickeln, um in Zeiten von Post-COVID19 attraktiv zu sein? Welche zukünftigen Trends zeichnen sich ab?
  • Inwiefern werden die Stadt-Land-Verflechtungen transformiert? Wie verändern Zuzüge die Dörfer (etwa durch „Stadtmüde“, Idylle- und Freiraumsuchende)? Welche Theorieangebote und Konzepte (z. B. Gentrification) können in diesem Zusammenhang angewendet und weiterentwickelt werden?
  • Inwiefern können wir aus historischen Krisenereignissen lernen? Was können ländliche Räume aus der Pandemie lernen?

Einreichung der Beiträge

Themenvorschläge können in Form eines Abstracts (max. 500 Wörter) bis zum 07.06.2021
eingereicht werden. Bitte senden Sie Ihr Abstract unter Nennung aller Autor:innen und der
institutionellen Zugehörigkeit(en) an Dr. Lena Greinke (greinke@umwelt.uni-hannover.de).
Informationen über die Annahme werden Mitte Juni versandt. Beiträge sollen bis Mitte Oktober 2021 eingereicht werden.

Für Fragen steht Ihnen Dr. Lena Greinke unter greinke@umwelt.uni-hannover.de oder 0511
762 31 76 zur Verfügung.

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