Raumordnungsplan

 

Die Raumordnungspläne sind die zentralen Planungsinstrumente der Landesplanung. Der Begriff stellt einen Oberbegriff für unterschiedliche Pläne und Plantypen auf der Bundes- und Landesebene dar. Er umfasst zum einen die Pläne für das Landesgebiet, deren Bezeichnung je nach Land unterschiedlich ist (Landesentwicklungsplan, Landesraumordnungsprogramm, Landesentwicklungsprogramm, usw.) und zum anderen die Pläne für die Teilräume der Länder (Regionalpläne oder regionale Raumordnungspläne).
Die Länder sind über das Raumordnungsgesetz verpflichtet, für ihr Gebiet übergeordnete und zusammenfassende Raumordnungspläne aufzustellen. Darüber hinaus sind in den Ländern, deren Gebiet die Verflechtungsbereiche mehrer Oberzentren umfasst, Regionalpläne aufzustellen. Die Verpflichtung zur Aufstellung von Raumordnungsplänen besteht nicht für die Länder Berlin, Bremen und Hamburg. In diesen Stadtstaaten kann ein Flächennutzungsplan die Funktion eines Raumordnungsplans übernehmen. Die Möglichkeit der Raumordnung in Zuständigkeit des Bundes wurde auf die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) ausgedehnt. Die Ziele und Grundsätze der Planung für die AWZ beziehen sich auf die wirtschaftliche und wissenschaftliche Nutzung, die Sicherheit und Leichtigkeit der Seeschifffahrt und den Schutz der Meeresumwelt. Raumordnungspläne bestehen aus textlichen und zeichnerischen Darstellungen, in denen die Grundzüge der anzustrebenden räumlichen Ordnung und Entwicklung durch Ziele der Raumordnung festgelegt werden. Darüber hinaus können in den Raumordnungsplänen auch Grundsätze der Raumordnung festgelegt werden, welche die Vorschriften des Raumordnungsgesetzes nach Maßgabe der Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung für den jeweiligen Planungsraum konkretisieren.

Landesplanung
Landesentwicklungsprogramm / Landesentwicklungsplan
Flächennutzungsplan
Leitvorstellung der Raumordnung

adapted from: ARL 2001c und 2002