Bodenordnung (Umlegung)

 

Das Baugesetzbuch regelt die Bodenordnung durch Umlegung. Ziel der Bodenordnung ist es, durch die Neuordnung von Grundstücksgrenzen nach Lage, Form und Größe zweckmäßig gestaltete Grundstücke für die bauliche oder sonstige Nutzung zu schaffen.
Die Umlegung ist ein öffentlich-rechtliches Grundstückstauschverfahren mit dem Ziel zur Erschließung oder Neugestaltung bestimmter Gebiete mit bebauten und unbebauten Grundstücken im Geltungsbereich eines Bebauungsplans oder im Zusammenhang bebauter Ortsteile (sog. Innenbereich). Die Umlegung wird von der Gemeinde angeordnet und durchgeführt, wenn und sobald sie zur Verwirklichung eines Bebauungsplanes oder aus Gründen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile erforderlich ist. Dabei werden die Grundstücke zusammengelegt, sodann die Verkehrs- und Grünflächen abgesondert und die verbleibende Fläche auf die beteiligten Grundeigentümer verteilt. Diese sollen grundsätzlich gleichwertige Grundstücke erhalten. Ist dies nicht möglich, so werden sie durch Ausgleichsbeträge abgefunden.
Die ebenfalls im BauGB geregelte vereinfachte Umlegung ist ein reduziertes Umlegungsverfahren, welches im Gegensatz zur Umlegung regelmäßig nur einzelne, nahe beieinanderliegende Grundstücke erfasst. Ziel ist es, eine ordnungsgemäße Bebauung und Erschließung oder die Beseitigung baurechtswidriger Zustände im Geltungsbereich eines Bebauungsplans oder innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile herbeizuführen. Voraussetzung für die Anwendung der vereinfachten Umlegung ist, dass die Grundstücke und Grundstücksteile nicht selbständig bebaubar sind.

Bebauungsplan

adapted from: ARL: Planungsbegriffe in Europa, Deutsch-Niederländisches Handbuch der Planungsbegriffe, Hannover 2003.