Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)

Die Universität des Saarlandes ist eine Campus-Universität, die international bekannt ist durch ihre ausgeprägte Forschungsorientierung. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Schaffung idealer Bedingungen für Forschung und Lehre stehen im Mittelpunkt. Als Teil der Universität der Großregion ermöglicht die Universität des Saarlandes einen universitätsübergreifenden Austausch zwischen den Disziplinen über Ländergrenzen hinweg. Die Universität des Saarlandes ist mit ihren rund 17.000 nationalen und internationalen Studierenden in über hundert Studienfächern gelebte Vielfalt. Sie ist eine familienfreundliche Hochschule und mit mehr als 4.000 Mitarbeitenden eine der größten Arbeitgeberinnen in der Region.

Wir bieten zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die Bearbeitung des Forschungsvorhabens „Urban borderlands in Kernstadtrandlage der Métropole du Grand Paris“, finanziert aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), in der Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung (Raumwissenschaft, Arbeitsgruppe Europastudien) folgende Stelle an:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
Kennziffer W1963, Vergütung nach TV-L, Entgeltgruppe E13, Beschäftigungsdauer: 36 Monate, Beschäftigungsumfang: 75 % der tariflichen Arbeitszeit.

Das ist Ihr Arbeitsbereich:
Sie werden mit der Bearbeitung und Umsetzung des Forschungsvorhabens „Urban Borderlands in Kernstadtrandlage der Métropole du Grand Paris – eine diskurstheoretische Konzeptualisierung zwischen Makro- und Mikroperspektive“ betraut, das für die Dauer von drei Jahren durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert wird. Das Vorhaben sieht eine Promotion vor.

Zum Inhalt:
Der Großraum von Paris erfährt aktuell weitreichende Umbrüche: Gemeinden jenseits der Kernstadt in den Banlieues werden zu neuen Hotspots der Stadtentwicklung – insbesondere im Nordosten im Département Seine-Saint-Denis (93) entlang des Ourcq-Kanals der Plaine de l‘Ourcq. Dort ergibt sich eine komplexe, bislang wenig erforschte Gemengelage zwischen gesellschaftlich verankerten Images, medial (re)produzierten Zuschreibungen, politischen, planerischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen sowie divergierendem Erleben der Veränderungen durch „alt eingesessene“ und neu zuziehende Bevölkerung. Hieraus leiten sich zwei zentrale Zielsetzungen des Forschungsvorhabens ab: 1) Die laufenden Umbrüche zugunsten einer urbanen Nachverdichtung sollen empirisch vertiefend analysiert werden. 2) Den theoretisch-konzeptionellen Zugriff bildet eine auszuarbeitende Verbindung der Diskurstheorie nach Ernesto Laclau und Chantal Mouffe mit Arbeiten der Grenzraumforschung/Border Studies, um so physischen, administrativen, sozialen, individuellen etc. Grenzziehungen besondere Beachtung zu schenken. ,Urban Borderlands‘ entlang des Ourcq-Kanals sollen so zwischen Makro- und Mikroperspektive untersucht werden. Hierzu auch: https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/weber/forschung/urban-borderlands-in-kernstadtrandlage-der-metropole-du-grand-paris.html.

Ihre Aufgaben sind:

  • Aufarbeitung des Forschungsstandes
  • Verbindung der Diskurstheorie nach Laclau und Mouffe mit Ansätzen der (Urban) Border Studies
  • Entwicklung eines angepassten methodischen Zugriffs aus kartographischer Erfassung, Fotodokumentation, Zeitungs- und Dokumentenanalyse sowie episodischen Interviews und „narrative walks“ mit Expert*innen und Bewohner*innen
  • Empirische Umsetzung der genannten Bestandteile im Rahmen dreier Feldforschungsphasen (Interviewführung in französischer Sprache erforderlich)
  • Auswertung des gewonnenen Datenmaterials
  • Erstellung von stilsicheren Fachartikeln und von Texten für die Berichtspflicht gegenüber der DFG
  • Erarbeitung und Durchführung von Vorträgen, Ergebnispräsentationen in Öffentlichkeit und vor Gremien
  • Vorbereitung und Umsetzung eines englischsprachigen Workshops zum Ergebnisaustausch mit Kolleg*innen
  • Die inhaltliche Projektbearbeitung ist darauf ausgerichtet, dass sie in eine Promotion mündet, d.h. das Interesse an einem Promotionsvorhaben wird von den Bewerber*innen vorausgesetzt.

Ihr Profil ist:
Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Geographie (Diplom, Magister, Master) mit humangeographischem Schwerpunkt oder in einem verwandten Studiengang.

Darüber hinaus bringen Sie mit:

  • Kenntnisse zu konstruktivistischen Forschungszugängen
  • Kenntnisse von und Erfahrung mit qualitativen Erhebungs- und Auswertungsmethoden
  • Kommunikations-, Moderations- und Präsentationsfähigkeiten
  • die Bereitschaft zur Durchführung von Dienstreisen
  • sehr gutes schriftliches Ausdrucksvermögen in der deutschen Sprache
  • gute Kenntnisse der französischen Sprache
  • gute Kenntnisse der englischen Sprache
  • Beherrschen der gängigen PC-Programme, darunter MS Word, MS Power Point, im Idealfall auch Citavi und Adobe Illustrator.

Wir bieten Ihnen:

  • lexible Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Attraktive Angebote im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, wie z. B. Hochschulsport
  • Zusätzliche Altersvorsorge (RZVK)
  • Vergünstigte Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel (Jobticket)

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Online-Bewerbung (in einer PDF-Datei) bis zum 29.09.2021 an florian.weber@uni-saarland.de. Bitte im Betreff der E-Mail die Kennziffer W1963 angeben.

Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden. Ihre Ansprechperson:
Herr Jun.-Prof. Dr. Florian Weber
Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung
Tel.: +49 681 302-64220

 

Deadline: 
29.09.2021
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