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Ausschreibung des Reinhard-Baumeister-Preis 2017

Thema: Mobilitäts- & Siedlungsentwicklung

Bewerbungsfrist: 30.09.2017

Hintergrund

Im Rahmen seines 40-jährigen Bestehens verlieh der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) im Jahr 2013 erstmals den „Reinhard-Baumeister-Preis“ für herausragende Arbeiten im Bereich der Regionalplanung. Seither wird der Preis alle zwei Jahre ausgelobt. Mit dem „Reinhard-Baumeister-Preis“ möchte der RVMO zur Nachwuchsförderung beitragen. Die ausgezeichneten wissenschaftlichen Arbeiten erhalten eine finanzielle Würdigung und öffentliche Beachtung. Ziel des „Reinhard-Baumeister-Preises“ ist es, innovative Forschungsarbeiten der Regionalplanung bekannt zu machen und Lehre und Praxis enger zu verzahnen. Namensgeber des Preises ist Reinhard Baumeister (1833-1917). Der langjährige Professor am Polytechnikum Karlsruhe, heute das Karlsruher Institut für Technologie, gilt als Begründer des wissenschaftlichen Städtebaus in Deutschland. Mit seiner Veröffentlichung „Stadt-Erweiterungen in technischer, baupolizeilicher und wirtschaftlicher Beziehung“ aus dem Jahr 1876 hat er zahlreiche Stadtplanungen geprägt, darunter in Karlsruhe, Mannheim und Heilbronn. Noch zu seinen Lebzeiten wurde eine Straße nach ihm benannt. Am Anfang der Baumeisterstraße steht das HAUS DER REGION, in der sich die Geschäftsstelle des RVMO seit über 25 Jahren befindet.

Gebietsreformen: Zwischen Spardiktat und Raumdesign

Bericht über die Herbsttagung der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Gebietsreformen stellen eine Herausforderung und zugleich Chance für die weitere Ordnung und Entwicklung von Gemeinden und Regionen dar.

Vor diesem Hintergrund stellte die Landesarbeitsgemeinschaft auf der Herbsttagung 2016 die Frage, welche Argumente in der Diskussion über die derzeit geplante Reform in Brandenburg angeführt werden und welche Erfahrungen und Erkenntnisse hierzu in Mecklenburg-Vorpommern vorliegen.

Vorträge und Diskussionen im Rahmen der Herbsttagung

Die Tagung fand am 01. Dezember 2016 im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin statt.

ARL International Summer School

Bewerbungsfrist verlängert bis 19. März 2017!

„Social Innovation in Urban and Regional Development“ lautet das Thema der ARL International Summer School 2017, die vom 30. August bis 2. September 2017 in Wien stattfinden wird.

Kooperationspartner der ARL sind die Universität Wien und die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Ziel der Summer Schools ist es, international renommierte Fachleute und fortgeschrittene Doktoranden/-innen zu einem dreitägigen intensiven Dialog zusammenzubringen, der insbesondere die Qualifizierungsarbeiten der jungen Wissenschaftler/-innen fördern soll.

Wien ist bekannt für seine innovativen Ansätze der Stadtentwicklung. So werden die Teilnehmer/-innen der Summer School nicht nur fachwissenschaftlich diskutieren, sondern auch die praktische Umsetzung innovativer sozialer Projekte der (partizipativen) Stadtentwicklung erleben.

Call for Papers: Deutscher Kongress für Geographie 2017

Fachsitzung LT1-­‐FS1: Zuwanderungsstrategien – Chancen und Probleme der Stadtpolitik

Leitthema 1 „Migration und demographische Herausforderungen“

Zusammenfassung

Städte in Europa sind auf Zuwanderung angewiesen, um sich demographisch zu stabilisieren oder zu wachsen. In der Praxis entwickelt die Stadtpolitik aber kaum eigene Zuwanderungsstrategien. Warum? Welche Chancen und Widerstände gibt es in der Kommunalpolitik? Welche Kommunen sind Vorreiter für Zuwanderungsstrategien und mit welchem Erfolg?

Beschreibung

Die Städte in Europa sind zur Stabilisierung ihrer Einwohnerzahlen auf Zuwanderung angewiesen, ohne Zuwanderung schrumpfen sie. Die Stadtpolitik ist in den meisten Fällen wachstumsorientiert, Schrumpfung wird von den lokalen Akteuren als Entwicklungsparadigma kaum akzeptiert. Trotz dieses Wachstumspostulats entwickeln die meisten Städte jedoch bisher keine expliziten Zuwanderungsstrategien. Wo dies doch geschieht, ist es zumeist sozial höchst selektiv: In vielen Stadtentwicklungskonzepten wird lediglich der Wunsch nach Zuwanderung von jungen und qualifizierten Arbeitskräften artikuliert. Viele Städte setzen im Standortwettbewerb auf den Zuzug der „kreativen Klasse“. Die Zuwanderung von Geflüchteten und Asylbewerbern wird dagegen in den Kommunen häufig eher als Problem gesehen und als Aufgabe an die Integrationspolitik delegiert. Dass das Schlagwort „Willkommenskultur“ erstmalig im Rahmen der bundesdeutschen Demographiestrategie ersonnen wurde, scheint vielerorts vergessen. Durch die staatlich quotierte Zuweisung von Flüchtlingen und Asylbewerbern, die als Lastenausgleich und nicht als demographische Regenerierung gerahmt wird, haben die Städte kaum Handlungsspielräume zur Steuerung dieser Zuwanderergruppen. In der Planungspraxis der Städte bestehen deshalb „Wachstumsregime“ und „Integrationsregime“ nebeneinander. Städte, die wie Altena oder Goslar dezidiert mehr Geflüchtete als Teil einer Strategie gegen sinkende Einwohnerzahlen aufnehmen, bilden eher eine Ausnahme. Die Fachsitzung geht deshalb folgenden Fragen nach: Welche Zuwanderungsstrategien entwickeln Städte in Deutschland und Europa? Auf welche Zielgruppen setzen die Städte dabei? Welche Handlungsspielräume und Grenzen zur Steuerung von Zuwanderung hat die Stadtpolitik? Welche Widerstände gegen Zuwanderung gibt es in der Kommunalpolitik? Welche Möglichkeiten der Verknüpfung von Stadtentwicklungs-­‐ und Integrationskonzepten gibt es?

ESPON-COMPASS Projekt: Evaluation der Planungssysteme von 39 Ländern in Europa

Das European Territorial Observatory Network (ESPON) beauftragte das Institut für Stadtentwicklung der TU Delft, eine weitreichende vergleichende Analyse zu dem Stand der räumlichen Planungssysteme und der räumlichen Steuerung in Europa zu leiten. Es ist die erste umfassende Untersuchung zur europäischen Raumplanung seit 1997. Damals wurden 15 Länder in das EU Compendium einbezogen.

COMPASS wird 39 Länder abdecken – die 28 EU-Staaten, die vier EFTA-Staaten, sieben Beitrittskandidaten und andere Länder. Zahlreiche Studien rufen zu einer effektiveren räumlichen Steuerung und einer Stärkung der räumlichen Dimension in der EU-Politik auf. Raumplanung soll dabei helfen, Maßnahmen an bestimmten Orten miteinander zu verknüpfen, um dadurch wirkungsvollere Ergebnisse zu erzielen. COMPASS wird die Rolle der Raumplanung in den 39 Ländern vergleichen und dabei einen besonderen Fokus richten auf den Zusammenhang zu dem 352 Milliarden Euro umfassenden Investitionsprogramm der Kohäsionspolitik.

Social Innovation in Urban and Regional Development

ARL International Summer School 2017

30 August to 2 September 2017 in Vienna (Austria)

The ARL International Summer School 2017 on “Social Innovation in Urban and Regional Development” took place from 30 August to 2 September 2017 in Vienna, Austria. It investigated social innovation in an urban context focusing on the relations between actors and their impact on urban and regional development. The summer school was jointly organised by the ARL, the Department of Geography and Regional Research at the University of Vienna (UNIVIE), and the Institute for Urban and Regional Research (ISR) at the Austrian Academy of Sciences (ÖAW). Among the participants were 13 doctoral students from Europe and the Middle East as well as six international experts. Professor Rainer Danielzyk (ARL), Professor Hans Heinrich Blotevogel (UNIVIE) and Professor Heinz Faßmann (ÖAW and UNIVIE) guided through an intensive and inspiring programme filled with keynote lectures, student presentations, a practitioner’s workshop, a field trip, and dinners at social restaurants.

Studienpreis „Wohnen und Stadt“

Die NRW.BANK und das Institut für Raumplanung (IRPUD) der TU Dortmund schreiben in Kooperation den Studienpreis „Wohnen und Stadt“ aus, um herausragende Studienabschlussarbeiten in diesem Themenfeld zu würdigen. Der Preis dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und kann an Graduierte aller Fachrichtungen vergeben werden, deren Abschluss- oder Doktorarbeit an einer Hochschule in NRW verfasst wurde.

Innovations-Workshop: "Was ist an der regionalen Steuerung der Energiewende innovativ?"

In Forschungsprojekten zu Innovationen in der Entwicklung von Städten und Regionen wird oftmals bereits in einem ersten Schritt ex-ante definiert, was eigentlich aus der Sicht der Wissenschaft oder normativer Zielstellungen die zu untersuchenden Innovationen seien. Die Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland: Innovationen im Planungssystem?“ der Akademie für Raumforschung und Landesplanung geht da zunächst anders vor. Sie will die Akteurinnen und Akteure der Energiewende selbst einschätzen lassen, welche Praktiken, Gesetze oder Verfahren sie als innovativ einschätzen.

10-Punkte-Papier zu qualitätsvollen Siedlungsentwicklung überreicht

Die ländlichen Räume Niedersachsens sind derzeit durch zwei zum Teil gegenläufige Phänomene der Bevölkerungsentwicklung geprägt. Der demografische Wandel und der Zuzug von Flüchtlingen prägen viele Orte und haben Einfluss auch auf die Zukunft der baulichen Siedlungsentwicklung. Auf die demographische Entwicklung ist mittel- bis langfristig zu reagieren; auf den Flüchtlingszuzug eher kurzfristig.

Helmut Weiß (Vorsitzender ALR), Prof. Dr. Andreas Klee (stellv. Generalsekretär ARL), Referent Dr. Lutz Mehlhorn (NLT), NLT-Hautgeschäftsführer Prof. Dr. Hubert Meyer und Dr. Julia Schulte to Bühne (Geschäftsführerin NHB) übereichen der Niedersächsischen Bauministerin Frau Cornelia Rundt das 10-Punkte-Papier „Qualitätsvolle Siedlungsentwicklung“.Kernpunkt einer nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume ist die Umsetzung einer qualitätsvollen Siedlungsentwicklung in den Dörfern und Kleinstädten. Im Fokus steht die bauliche und planerische Innenentwicklung, die gesellschaftlich weit stärker Geltung erfahren und umgesetzt werden muss.