Schutz und Wiedervernässung von Moorböden
Moorböden zählen zu den effizientesten natürlichen Kohlenstoffspeichern. In Deutschland sind jedoch mehr als 90 % dieser Flächen entwässert, wodurch jährlich erhebliche Treibhausgasemissionen verursacht werden. Die Wiedervernässung entwässerter Moorböden ist daher eine zentrale Klimaschutzmaßnahme. Sie ist jedoch planerisch, wasserwirtschaftlich und eigentumsrechtlich sehr komplex. Die Raumordnung kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dafür notwendige planerische Rahmenvorgaben schaffen und Koordinationsdefizite zwischen Behörden, Fachplanungen und Förderinstrumenten überwinden.
In diesem Positionspapier wird aufgezeigt, wie die Landes- und Regionalplanung den Moorbodenschutz wirksamer unterstützen kann – durch raumordnerische Festlegungen, Koordinationsleistungen und institutionelle Weiterentwicklungen. Zusätzlich sind flankierende Maßnahmen in den Bereichen Finanzierung, effiziente Verfahrensweisen und umsetzungsorientiertes Flächenmanagementerforderlich.
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