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Wohnen in Kleinstädten

Leitung:
Marcus Menzl,
Annett Steinführer
Geschäftsführung:
Katharina Pötzsch

Immobilienmärkte, Segregationsmuster und Wohnpraktiken

Sonnige Kopfsteinpflasterstraße in einer kleinen Stadt mit historischen Gebäuden und rotem Ziegeldach. Links säumen kleine Geschäfte die Straße, rechts steht ein weißes Wohnhaus mit roten Dachziegeln und Garage. Im Hintergrund ragt ein Kirchturm mit grünem Spitzdach über die Bäume. Einige Autos sind geparkt, Bäume spenden Schatten.

Laufzeit: 2025-2028

Angesichts der angespannten Wohnungsmarktlage vieler Großstädte und der (politischen) Hoffnungen, die sich auf leerstehenden Wohnraum und die Baulandreserven kleinerer Städte richten, wird die Wissens- und Forschungslücke bezüglich der Wohnmuster und Immobilienentwicklungen in Kleinstädten immer offensichtlicher. Zwar hat die kleinstadtbezogene Stadt- und Raumforschung im deutschsprachigen und im europäischen Kontext in den vergangenen Jahren einen deutlichen Aufschwung erfahren, doch sind wohnspezifische Daten unterhalb der Ebene von Kreisen und kreisfreien Städten weiterhin nur sehr selektiv und eingeschränkt vorhanden. Zudem werden Segregationsmuster und die Wohnpraktiken unterschiedlicher Sozial- und Altersgruppen bislang wenig thematisiert. Wenn aber knapp 30 Prozent der Bevölkerung Deutschlands in Kleinstädten leben – etwa genauso viele wie in Großstädten oder Mittelstädten –, dann verdienen das Thema Wohnen ebenso wie seine sozialen und räumlichen Implikationen dezidierte raumwissenschaftliche und planungspraktische Aufmerksamkeit.

Die komplexen Wirkungen der gesamtgesellschaftlichen sozialen, demographischen, wirtschaftlichen und räumlichen Trends nehmen – so die Ausgangsthese des Arbeitskreises – auch auf kleinstädtischen Wohnungs- und Immobilienmärkten zu. Der Mangel an deutschlandweiten Untersuchungen ebenso wie an kleinräumigen vergleichenden Fallstudien über kleinstädtisches Wohnen führt dazu, dass nicht nur für die Raumwissenschaften, sondern auch für Kommunen, Immobilienentwickler, Wohnungsunternehmen und politische Entscheider eine „Black Box“ besteht.

Themenfelder und Ziele

Das allgemeine Wissensdefizit zum Thema Wohnen in Kleinstädten war der zentrale Impuls für die Gründung des neuen Arbeitskreises. In der ersten Sitzung wurden drei Schwerpunktthemen für die Anfangsphase festgelegt:

  • Akteure, Märkte und sozialräumliche Ungleichheiten
  • Stadtentwicklung und innenstädtisches Wohnen
  • Wohnformen und -praktiken

Weitere wichtige Themenbereiche der zukünftigen Arbeit umfassen:

  • Nutzbarkeit und Weiterentwicklung von (ggf. leerstehenden) Bestandsobjekten
  • Wohnungspolitische Herausforderungen und Strategien von Kleinstädten
  • geschlechter- und altersbezogene Wohnfragen, migrantisches Wohnen

Mit der Bearbeitung dieser Themenfelder möchte der Arbeitskreis wohn- und kleinstadtbezogene Wissensdefizite und Forschungslücken interdisziplinär, multimethodisch und unter Berücksichtigung internationaler Forschungsbemühungen beheben. Zugleich möchten wir die Aufmerksamkeit von Politik und Planungspraxis für das ebenso umfassende wie unbekannte Thema „Kleinstadtwohnen” mit seinen Potenzialen, Restriktionen und Herausforderungen erhöhen. Im Ergebnis der dreijährigen Arbeit des Arbeitskreises sollen mehrere Publikationen sowie Beiträge für nationale und internationale Konferenzen der Stadt-, Wohn- und Raumforschung entstehen.

Aktuelles

Housing in small towns

New ARL position paper highlights research gaps and practical challenges

Around 30 percent of Germany’s population lives in small towns. Yet housing debates and research continue to focus predominantly on large cities and metropolitan areas. The new ARL position paper “Housing in Small Towns: Current Challenges in Research and Practice” addresses this and calls for a more differentiated understanding of small-town housing markets.

Small towns cannot simply be regarded as places with an ample supply of affordable housing or as buffers for strained metropolitan housing markets. Their housing situations vary considerably depending on their location, economic development, demographic structure, housing stock and connections to larger urban regions.

Housing in small towns

New ARL position paper highlights research gaps and practical challenges

Around 30 percent of Germany’s population lives in small towns. Yet housing debates and research continue to focus predominantly on large cities and metropolitan areas. The new ARL position paper “Housing in Small Towns: Current Challenges in Research and Practice” addresses this and calls for a more differentiated understanding of small-town housing markets.

Small towns cannot simply be regarded as places with an ample supply of affordable housing or as buffers for strained metropolitan housing markets. Their housing situations vary considerably depending on their location, economic development, demographic structure, housing stock and connections to larger urban regions.

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