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Wirkungsanalyse

Leitung:
Antje Bruns

Steuerung, Erfassung, Analyse und Reflektion von Wirkungen und Wirksamkeit der ARL

Die ARL verfolgt in ihrer inter- und transdisziplinären, netzwerkförmigen Arbeitsweise den Anspruch, Relevanz und Wirksamkeit für ihre Hauptzielgruppen, die raumbezogene Wissenschaft und Praxis, Fachplanungen, Verwaltung und Politik sowie interessierte Teile der Öffentlichkeit gestaltbar zu machen, zu reflektieren und gezielt zu unterstützen.

Hierzu hat die ARL ein Wirkungs- und Qualitätsmanagement eingeführt, das den gesamten Zyklus von der Begutachtung und Einrichtung neuer Arbeits- und Transferformate über die Wirkungserfassung und -analyse sowie die Darstellung deren Ergebnisse abbildet. Diese Erkenntnisse wiederum bilden die Basis für eine Reflektion der zugrundeliegenden Wirklogiken und Wirkpfade, helfen bei der Identifikation neuer Themen- und Fragestellungen und dienen als Basis für eine stärkere, proaktive Wirkungssteuerung. Die Wirkungsanalyse ist zudem eine wichtige Säule des internen Qualitätsmanagements, da sich die ARL systematisch und in regelmäßigen Abständen mit ihrer Forschungsagenda und den zu erreichenden Zielgruppen und der erzielten sowie der intendierten Wirkung beschäftigt. Diese Selbstreflektion steigert die Qualität der Arbeitsergebnisse, des Transfers und der Wirkung.

Darstellung zweier verbundener Steuerungskreisläufe der ARL. Der erste Kreislauf zeigt die Qualitätssteuerung von Antragstellung bis Forschungsplanung. Der zweite Kreislauf zeigt die Wirkungssteuerung von Vorbereitung über Analyse bis Darstellung von Wirkung. Arbeitskreise und ARL-Foren verbinden beide Kreisläufe. Pfeile verdeutlichen kontinuierliche Rückkopplungen.

Unter Berücksichtigung der besonderen ARL-inhärenten Spezifika (netzwerkförmige Arbeitsweise an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, unterschiedliche Typen von Arbeitsgremien und -formaten) wurden daher eine Reihe von Instrumenten zur systematischen und möglichst „flächendeckenden“ Erfassung von quantitativen und qualitativen Inputs, Outputs, Throughputs, Outcomes und Impacts gemäß dem Wirkmodell der ARL eingeführt.

ARL-Wirkmodell als zyklischer Prozess mit fünf Ebenen: Input, Throughput, Output, Outcome und Impact. Input beschreibt die Voraussetzungen kooperativer Wissensproduktion. Throughput steht für Prozesse gemeinsamer Wissensgenerierung. Output umfasst Ergebnisse wie Publikationen und Transferformate. Outcome bezeichnet kurz- und mittelfristige Wirkungen auf Zielgruppen. Impact beschreibt langfristige gesellschaftliche Wirkungen. Rückkopplungen zeigen die fortlaufende Weiterentwicklung

Das genutzte Instrumentarium umfasst u. a. sog. Impact Protokolle mit deren Hilfe der Arbeitsprozess und -fortschritt von Arbeitsformaten erfasst wird, während in der Abschlusssitzung ein spezifischer Arbeitskreisfragebogen zum Einsatz kommt. Nach Beendigung von Arbeitsformaten werden außerdem semi-strukturierte Interviews mit den ehemaligen Leitungen zu Aktivitäten und Wirkungsentfaltung in Bezug auf die Arbeitsergebnisse geführt. Diese Interviews finden jährlich für mindestens fünf Jahre statt.

Über den Gremienkontext hinaus gibt es weitere Erhebungsinstrumente, die Wirkung und Wirksamkeit der ARL und ihres Netzwerks insgesamt in den Blick nehmen, wie regelmäßige Literaturabfragen und das sog. Wirkungsbarometer, eine alle drei Jahre durchgeführte Befragung der aktiv in der ARL-Mitwirkenden, um deren Zufriedenheit mit Inhalt und Ausrichtung der Akademiearbeit abzubilden.

Darüber hinaus bringt die ARL ihre Kompetenzen und Ergebnisse in die Fachcommunity der Evaluations- und Wirkungsforschung ein und beteiligt sich aktiv an entsprechenden Aktivitäten und bringt sich in methodische Debatten und Diskurse hinsichtlich der systematischen Wirkungserfassung sowie der Durchführung empirischer Wirkungsanalysen anhand von quantitativen und qualitativen Indikatoren ein.

Kontakt

Dr. Maximilian Räthel
Leiter der Stabsstelle "Qualitäts- und Wirkungsmanagement"

Aktuelles

GTPF-Handreichung "Wirkungsorientiertes Forschungsmanagement" erschienen

Die Handreichung Wirkungsorientiertes Forschungsmanagement. Ein Ebenenmodell Erklärung und Reflexionsfragen der Unterarbeitsgruppe "Wirkungsorientiertes Forschungsmanagement" der Arbeitsgruppe "Wirkung" der GTPF - Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e. V. ist neu erschienen und Open Access verfügbar. Seitens der ARL war Dr. Maximilian Räthel als Mitglied der Arbeitsgruppe an der Erarbeitung der Handreichung beteiligt. 

Qualität und Wirkung gehen Hand in Hand

Die ARL präsentierte ihr Konzept zum systematischen Qualitäts- und Wirkungsmanagement

Institutionalisierung und Professionalisierung von Evaluation stellen in den letzten Jahren auch wichtige Themenfelder im Bereich der raumbezogenen Forschung und Entwicklung dar. Die Jahrestagung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation hat deshalb vom 17. bis zum 19. September 2025 in Saarbrücken diskutiert, unter welchen Bedingungen sie in unterschiedlichen Politikfeldern gelingen kann und wie sich nicht intendierte Wirkungen identifizieren und beeinflussen lassen.

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