Server und Rechenzentren als Infrastrukturen für die Digitalisierung
Rechenzentren gewinnen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz zunehmend an raumplanerischer Relevanz. Als energie- und flächenintensive Infrastrukturen wirken sie unmittelbar auf Raumstrukturen, Infrastruktursysteme und Nachhaltigkeitsziele. Zugleich kommt ihnen als kritischen Infrastrukturen eine hohe strategische Bedeutung zu.
Das Transferformat der ARL zu Rechenzentren in der Raumentwicklung befasst sich mit den wachsenden raumplanerischen Herausforderungen und Steuerungsbedarfen in Bezug auf die Standortwahl, Ausgestaltung und Integration von Rechenzentren unterschiedlicher Typologien. Im Mittelpunkt stehen Fragen von Flächenkonkurrenz und der Flächeninanspruchnahme, deren Einbindung in Energie- und Wärmenetze, der Resilienz sowie der Wirkungen auf bestehende räumliche Strukturen.
Das interdisziplinär zusammengesetzte Format vereint 12 Wissenschaftler:innen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg und verbindet wissenschaftliche Analysen mit planungspraktischer Expertise. In workshopgeleiteten Analysen sowie Dialogformaten, u. a. mit Betreiber:innen und Planungspraktiker:innen, werden Standortanforderungen, räumliche Dynamiken und Nutzungskonflikte systematisch aufgearbeitet und in praxisrelevante Handlungsempfehlungen überführt.
Ziel ist es u. a, einen fundierten Orientierungsrahmen für eine nachhaltige, resiliente und raumverträgliche Entwicklung digitaler Infrastrukturen im D-A-CH-Raum bereitzustellen. Das Transferformat ist Teil der ARL-Mission „Zukunftsfähige Infrastrukturen planen“.
Die ersten Ergebnisse werden Ende 2026 vorgelegt.
Rechenzentrumsentwicklung aus Sicht der Planungspraxis
Das ARL-Transferformat „Server und Rechenzentren als Infrastrukturen für die Digitalisierung“ konstituierte sich am 18. Dezember 2025. Ziel des Formats ist es, die steigende Bedeutung von Rechenzentren als zentrale Infrastrukturen der digitalen Transformation aus raumwissenschaftlicher und planungspraktischer Perspektive zu untersuchen sowie Handlungsempfehlungen für Politik, Planung und Verwaltung zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund fand am 18. Juni 2026 in Kassel der erste Workshop unter dem Motto „Rechenzentrumsentwicklung aus Sicht der Planungspraxis“ statt. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der kommunalen Planungspraxis und kommunalen Wirtschaftsförderung diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen, Entwicklungstrends und Steuerungsmöglichkeiten der Rechenzentrumsentwicklung. Es gab Fachbeiträge von:

