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Energielandschaften der Zukunft durch Agri-Photovoltaik?

Leitung:
Thomas Weith
Stellvertretende Leitung:
Klaus Müller
Geschäftsführung:
Ann-Kristin Koch

Die Bedeutung des Themas Agri-Photovoltaik ist angesichts der zunehmenden Nutzungskonkurrenzen um die endliche Ressource Fläche und die dringend notwendigen Antworten auf die Klimakrise hoch. Agri-Photovoltaik (Agri-PV) nutzt landwirtschaftliche Flächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Stromerzeugung durch Sonnenenergie. Dadurch kann Agri-PV die Flächeneffizienz steigern und den Ausbau von Erneuerbaren Energien sowie den gleichzeitigen Erhalt landwirtschaftlicher Nutzflächen ermöglichen.

Der neue Arbeitskreis (AK) der ARL setzt sich aus zwölf Fachleuten zusammen, die aus Wissenschaft und Praxis kommen und sich erfolgreich über den öffentlich ausgeschriebenen Call for Membership beworben haben. Gemeinsam werden sie die Chancen und Möglichkeiten von Agri-PV ausloten und hier vor allem überörtliche Wirkungen sowie planerische Anforderungen in den Blick nehmen.

Beteiligt sind Forschende aus Universitäten und Fachhochschulen sowie zwei außeruniversitären Forschungseinrichtungen, dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Die Praxis ist im AK mit Fachleuten aus dem Amt für Bauen und Wohnen des Kreises Paderborn, der Energieagentur Rheinland-Pfalz, dem Zweckverband Raum Kassel, dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein sowie mit zwei Fachleuten aus dem Umweltbundesamt und dem Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz vertreten. Der AK wird sich fachlich zudem eng mit dem BMBF-geförderten Projekt „SynAgri-PV“ (Leitung Fraunhofer ISE) austauschen.
 

Große Photovoltaikanlage steht auf einem Feld, zwischen den Reihen fährt ein blauer Traktor hindurch


Ziel des inter- und transdisziplinär besetzten Arbeitskreise ist es:

  • die raumbezogenen Entwicklungen von Agri-PV-Anlagen zu analysieren und zu bewerten;
  • die Wechselbeziehungen zu konventioneller Freiflächen-PV und dem notwendigen Infrastrukturausbau zu klären;
  • (überörtliche) räumliche Planungsansätze zu analysieren und die Notwendigkeit neuer Ansätze einzuschätzen sowie
  • Vorschläge für eine zukünftige Ausgestaltung einer raumbezogenen Planung von Agri-PV zu erarbeiten und mit Entscheidungsverantwortlichen aus Planung, Verwaltung und Politik zu diskutieren.

Arbeitsergebnisse

  • Weith, Thomas; Steines, Ann-Kristin; Hülz, Martina (2025): Sonne beackern, ARL-Arbeitskreis „Energielandschaften der Zukunft durch Agri-Photovoltaik?“ gestartet. In: PLANERIN, 1, 49–50.
  • Weith, Thomas; Hülz, Martina (2024): Energielandschaften der Zukunft durch Agri-Photovoltaik? Neuer Arbeitskreis der ARL. In: Raumentwicklung – ARL-Journal für Wissenschaft und Praxis 54, 2–3, 92–93. https://doi.org/10.60683/s0q5-ze87
Aktuelles

Erfolgsfaktor: Kommunikation

ARL-Arbeitskreis erarbeitet Thesenpapier zur “Kommunikation von Agri-Photovoltaik”

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) verbindet landwirtschaftliche Nutzung mit der Erzeugung erneuerbarer Energie durch Photovoltaikanlagen auf derselben Fläche. Diese innovative Technologie bietet ökologische, ökonomische und soziale Chancen für die nachhaltige Transformation ländlicher Räume. Doch die Akteur:innen, die im Bereich Agri-PV tätig sind – vor allem aus der Energiewirtschaft, Landwirtschaft und raumbezogenen Planung sowie die breite Öffentlichkeit – haben einen unterschiedlichen Kenntnisstand zu den Vor- und Nachteilen von Agri-PV, zum Prozess der (dauerhaften) Etablierung als auch zu den (erwartbaren) Wirkungen. Die Art und Weise, wie über Agri-PV kommuniziert wird, ist daher insbesondere lokal und regional entscheidend für eine erfolgreiche und langfristige Realisierung. Dieses Arbeitspapier formuliert auf der Grundlage des aktuellen Kenntnisstandes zu Agri-PV und aktueller Kommunikationsansätze zehn Thesen, wie durch gezielte, transparente und zielgruppengerechte Kommunikation Akzeptanz unterstützt und eine starke Positionierung von Agri-PV ermöglicht werden kann.

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