Neue Wege für die integrierte Entwicklung des Wohnens in städtischen Räumen

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Geschäftsstelle der ARL: 

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Laufzeit

2014 – 2017

Hintergrund

Die Bereitstellung einer angemessenen und ausreichenden Wohnungsversorgung in den Städten und Verdichtungsräumen stellt angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen auf dem Wohnungsmarkt und der Zuspitzung der gesellschaftlichen Veränderungen eine besondere Herausforderung für die Stadtentwicklungspolitik dar. Auf lokaler Ebene sind sowohl intelligente als auch nachhaltige Lösungen gefragt, die eine ganzheitliche Betrachtung des Wohnens im gesamtstädtischen und auch stadtregionalen Kontext gewährleisten.

Eine integrierte Entwicklung des Wohnens erfordert in diesem Kontext insbesondere

  • die Bereitstellung eines angemessenen und differenzierten Wohnungsangebotes für unterschiedliche Zielgruppen,
  • die Einbeziehung von sozialen, sozio-ökonomischen und ökologischen Fragen in der Bestands- und Neubauentwicklung,
  • die Berücksichtigung der Auswirkungen von wohnungspolitischen und räumlich-planerischen Zielen auf das sozio- ökonomische Umfeld,
  • das Mitdenken übergreifender Themen wie Wohnumfeld und räumlicher Bezug,
  • die Wahrnehmung der Existenz neuer Akteurskonstellationen sowie die Reflexion und Einbeziehung ihrer Anliegen,
  • die Entwicklung lokaler Ansätze im Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen dem Wohnen als Wirtschaftsgut und dem Wohnen als Sozialgut,
  • die Förderung des Wohnens in bestehenden Siedlungsstrukturen zur Entwicklung lebendiger Stadträume.

Arbeitsziel

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Strukturen und Prozesse der integrierten Stadtentwicklung mit Fokus auf den Bereich Wohnen in seinem Spannungsfeld als Wirtschafts- und Sozialgut zu hinterfragen. Darauf aufbauend sollen neue Wege für die integrierte Entwicklung des Wohnens aufgezeigt und der Wissenstransfer zwischen Praxis, Politik und Forschung gefördert werden.

Die Arbeitsgruppe stellt sich vor

Inhaltliche Schwerpunkte und Produkte

Entsprechend des Arbeitsziels wurden folgende Bausteine entwickelt, die in Kleingruppen bearbeitet werden:

  • Arbeitsverständnis und Rahmenbedingungen: Ziel ist es, eine eigene Arbeitsdefinition und ein eigenes Arbeitsverständnis für eine integrierte Entwicklung des Wohnens zu erarbeiten sowie die themenrelevanten Rahmenbedingungen herauszustellen.
  • Monitoring: Ziel ist die Untersuchung und die Evaluation von Planungs- und Förderinstrumenten zur integrierten Entwicklung des Wohnens in Stadtregionen, um neue Wege für die Bereitstellung von Informationen und Bewertungsgrundlagen aufzuzeigen.
  • Experten-Workshop zu Kooperationen: Ziel ist die Durchführung eines Experten-Workshops zu kooperativen Ansätzen für die integrierte Entwicklung des Wohnens aus der Sicht unterschiedlicher Akteure.
  • Planspiel: Ziel ist die Entwicklung und Durchführung eines Planspiels, um das Spannungsfeld der integrierten Stadtentwicklung im Bereich Wohnen aufzuzeigen und den Wissenstransfer für diese Thematik zu fördern.
  • Leibniz im Bundestag: Ziel ist, das bekannte Austauschformat von der Leibniz-Gemeinschaft und dem Bundestag für den Wissenstransfer der (Zwischen)-Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu nutzen und mit interessierten Parlamentarier/innen ins Gespräch zu kommen.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Ziel ist, über die Internetseite der ARL die Aktivitäten und die Arbeitsstände der Arbeitsgruppe für eine interessierte Fachöffentlichkeit darzustellen.

Alle Kleingruppen werden (Zwischen)-Ergebnisse der Arbeitsgruppe in verschiedenen Formaten veröffentlichen, um den Wissenstransfer zwischen Praxis, Politik und Forschung zu fördern.

Die Arbeitsgruppe trifft sich im halbjährlichen Turnus zu gemeinsamen Arbeitssitzungen. Daneben tauschen sich die Kleingruppen zusätzlich inhaltlich aus, um die o. g. Bausteine zu erarbeiten.

Aktuelle Ergebnisse / Veröffentlichungen

Bornhorst, J.; Grzesiok, S.; Ruprecht, M.-I. (2015): Neue Wege für die integrierte Entwicklung des Wohnens in städtischen Räumen. Erste Arbeitsgruppe des Jungen Forums der ARL. In: RaumPlanung 178/2.