Nachhaltige Raumentwicklung für die große Transformation

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Der AK „Nachhaltige Raumentwicklung für die große Transformation“ diskutiert, welches Wissen für die Transformation notwendig ist, wie mit Unsicherheit und Risiken vorsorgend umgegangen werden kann und welche Hemmnisse in den zentralen Feldern der Urbanisierung und der Landnutzung überwunden werden müssen, um die Transformation planerisch gestalten zu können. Ausgangspunkt sind die Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) aus den Jahren 2011 und 2016, die neue Dynamik in die Debatte zu Fragen einer nachhaltigen Entwicklung gebracht haben. Der WBGU stellt u.a. fest, dass nachhaltige Stadt- und Regionalplanung zentrale, bislang vernachlässigte Handlungsfelder für eine Transformation darstellen. Im Spannungsfeld zwischen gestaltendem Staat und aktiver Zivilgesellschaft muss sich räumliche Planung (formell und informell) also als wirkmächtiger Akteur für eine große Transformation entwickeln. Hierzu wird der Arbeitskreis der ARL beitragen, der von Prof. Dr. Sabine Hofmeister von der Leuphana Universität Lüneburg geleitet wird.

Aufbauend auf der Nachverfolgung der Debatten zur nachhaltigen Raumentwicklung aus den 1990er und 2000er Jahren verfolgt der AK das folgende Arbeitsprogramm:

  • AG 1 legt einen Vorschlag zur Debatte der begrifflichen und konzeptionellen Grundlagen zu ‚Transformation’, ‚Nachhaltigkeit’ (ergänzt durch den Bezug auf ‚Raumentwicklung’) vor. Auf Basis der Diskussion der Vorschläge wird das Fundament für die weitere Arbeit am Thema ‚große Transformation’ erarbeitet.
  • AG 2 wird sich hierauf aufbauend mit der Steuerung durch räumliche Planung und informelle Planungen aus der Perspektive der substantiellen auf die prozedurale Dimension der Raumentwicklung blickend mit dem Wandel von Raumstrukturen, -mustern, -dynamiken beschäftigen.
  • AG 3 ‚Gestaltender Staat und Akteure des Wandels’ blickt entsprechend aus prozeduraler Perspektive auf die substantielle Dimension der Raumentwicklung.
  • Die Ergebnisse der AGen 2 und 3 aufnehmend, wird sich AG 4 der Frage nach (Raum-)Wissen und (Raum-)Forschung für die Transformation in eine Nachhaltige Raumentwicklung annehmen. AG 4 schließt damit an die Arbeit der AG 1 an, erweitert und entwickelt die Ergebnisse zu den transformativen Potentialen der Raumentwicklung.