Leibniz-Forschungsnetzwerk "Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt – Leibniz R"
Wir nutzen Raum, gestalten ihn nach unseren Interessen und schaffen so neue Räume. Menschen werden aber auch durch räumliche Verhältnisse geprägt, oder erleben diese machtlos als Betroffene und fühlen sich „abgehängt“.
Gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Innovationen müssen deshalb sowohl lokale Bedürfnisse und Gegebenheiten als auch regionale, nationale und internationale Zusammenhänge berücksichtigen. Denn zentrale gesellschaftliche Konflikte und Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft wirken sich räumlich sehr differenziert aus: Zunehmende soziale Ungleichheit, der Umgang mit und die Betroffenheit von sozial-ökologischen Krisen oder der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft – überall spielt Raum eine zentrale Rolle.
Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt – Leibniz R analysiert soziale, ökologische und ökonomische Prozesse und deren Wechselwirkungen in ihren räumlichen Zusammenhängen. Es zeigt raumbezogene Handlungsoptionen auf und trägt dazu bei, räumliches Wissen in Gesellschaft und Politik breiter zu verankern und besser nutzbar zu machen.
Sozialökologische Transformation – was bleibt vom Aufbruch?
- Hier finden Sie die Keynotes in voller Länge und die Video-Kurzdokumentation: https://www.youtube.com/@IRS_Leibniz
- Auf der Website des Leibniz-Labs "Umbrüche und Transformationen" gibt es eine Reflektion aus dem wiss. Organisationsteam: leibniz-lab-transformationen.de
- Hier finden Sie einen Beitrag im Tagesspiegel Background, der auf einem der Panels des RWK 2025 aufbaut: background.tagesspiegel.de/tag/laendliche-raeume
- Zum Veranstaltungsrückblick (PDF)
Sozialökologische Transformation – was bleibt vom Aufbruch?
Noch vor wenigen Jahren wurde ökologische Transformation, speziell der Klimaschutz, mit großer gesellschaftlicher und politischer Unterstützung vorangetrieben. Davon ist heute wenig übrig. Stattdessen: heftige Konflikte, Blockade und zum Teil politisch getriebener Rückbau. Ist die „große“ Transformation vorbei, bevor sie begonnen hat? Und wenn ja, wie können Wissenschaft und Praxis damit umgehen? Diesen Fragen widmete sich Ende Juni das Raumwissenschaftliche Kolloquium in Berlin.
Das aktuelle Raumwissenschaftliche Kolloquium in Berlin
Das diesjährigen Raumwissenschaftliche Kolloquium findet vom 26.-27. Juni 2025 in Berlin statt. Eingeladen sind nationale und internationale Expertinnen aus der Wissenschaft sowie Gestalterinnen aus der Praxis, politische Entscheidungsträger in Kommunen, Bund und Ländern, Verwaltungsangestellte, Mitglieder von Initiativen, Journalist*innen und alle anderen, die sich mit dem Wandel auseinandersetzen.
Raumwissenschaftliches Kolloquium am 26.-27. Juni 2025 in Berlin
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Raumwissenschaftliches Kolloquium, 26.-27. Juni 2025, Berlin
Zu viel des Wandels?
Widersprüche und Aufbrüche in der sozial-ökologischen Transformation
Kommt die „Große Transformation“ ins Stocken, bevor sie richtig begonnen hat? In den Augen vieler Menschen verläuft der Übergang zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Gesellschaft zu langsam. Allerdings sehen sich selbst begrenzte Bemühungen derzeit mit massiven Gegenreaktionen konfrontiert. Themen wie Wärmewende, Verkehrswende oder der ökonomische Wandel im Kontext des „Green Deals“ werden emotional diskutiert.
Politische Entscheidungsverantwortliche sehen sich Lobbyinteressen, Fehlinformationen und einer zunehmenden politischen Radikalisierung ausgesetzt. Menschen, die in ihren Kommunen und Regionen die Transformation vorantreiben und innovative Projekte umsetzen, sind zahlreichen Sachzwängen, emotionalen Debatten und Protesten bis hin zu gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt. Dabei sind Regionen, Städte und Gemeinden entscheidende Arenen für das, was als „Große Transformation“ bezeichnet wird. Dieser große Wandel kann nur gelingen, wenn sich viele lokale und regionale Einzelinitiativen zusammenfügen. Daher stellt sich die Frage: wie können wir der Transformation auf lokaler Ebene und in größerem Maßstab neuen Schwung verleihen?
Raumwissenschaftliches Kolloquium 2023 "Raumentwicklung und Digitalisierung" - zwei Tage und zwei Formate
Die intensiven Wechselwirkungen von Digitalisierung und Raumentwicklung stehen im Mittelpunkt des Raumwissenschaftlichen Kolloquiums 2023 (RWK2023), einer Veranstaltung des Leibniz-Forschungsnetzwerks "Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt - Leibniz R". Erstmals findet das RWK an zwei Tagen statt: Der 4. Juli richtet sich als Online-Veranstaltung an ein internationales wissenschaftliches Publikum. Tag 2 widmet sich am 5. Juli als Präsenzveranstaltung in Berlin dem anwendungsorientierten Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist noch bis 16. Juni möglich.

