ARL-Forum Südost
Das ARL-Forum Südost ist eins von insgesamt sieben „Regionalen ARL-Foren“.
Es umfasst die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Damit sind im ARL-Forum Südost insgesamt dreizehn Planungsregionen (vier in Sachsen, fünf in Sachsen-Anhalt und vier Planungsregionen in Thüringen) repräsentiert. Zuständig für die Regionalplanung sind in Sachsen die Regionalen Planungsverbände sowie in Sachsen-Anhalt und Thüringen jeweils Regionale Planungsgemeinschaften.
Wichtig für eine integrierte, fachübergreifende und praxisnahe Bearbeitung aktueller Fragen nachhaltiger Raumentwicklung sind neben der Perspektive der formellen Landes- und Regionalplanung der Blick auf informelle Instrumente und Formate der Landes- und Regionalentwicklung sowie die wissenschaftliche Analyse.
Die Herausforderungen sind sehr vielfältig und unterscheiden sich zum Teil deutlich, da die räumlichen sowie sozioökonomischen Strukturen in den einzelnen Regionen sehr verschieden sind: Das Spektrum reicht von großstädtisch geprägten Räumen (Halle/Leipzig, Dresden) bis zu eher ländlich strukturierten Regionen (Altmark, Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Oberlausitz-Niederschlesien, Südwestthüringen).
Für die Mitglieder des ARL-Forums, die aus Wissenschaft und Praxis stammen, ist es ein Anliegen, diese Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Regionen zu analysieren, um hieraus Konsequenzen für das politische Handeln und planerische Entscheidungen abzuleiten bzw. empfehlen zu können.
Derzeitige Arbeitsschwerpunkte (Arbeitsgruppen)
Jetzt noch zur Frühjahrstagung der ARL-Foren Südost und Nordost in Polen anmelden!
Grenzräume sind Laboratorien der europäischen Integration – doch sie sind auch Seismographen für politische Spannungen, wirtschaftliche Disparitäten und ökologische Krisen. Der deutsch-polnische Verflechtungsraum steht dabei exemplarisch für die Chancen und Widersprüche grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Die Tagung richtet sich an Raumplaner:innen, Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland und Polen.
Grenzüberschreitende Raumentwicklung im deutsch-polnischen Verflechtungsraum
Grenzräume sind Laboratorien der europäischen Integration – doch sie sind auch Seismographen für politische Spannungen, wirtschaftliche Disparitäten und ökologische Krisen.
Der deutsch-polnische Verflechtungsraum steht dabei exemplarisch für die Chancen und Widersprüche grenzüberschreitender Zusammenarbeit: Hier treffen dynamische Metropolregionen wie Berlin-Brandenburg auf strukturschwache ländliche Räume, europäische Fördergelder auf nationale Planungshoheiten, und klimapolitische Notwendigkeiten auf historisch gewachsene Infrastrukturen. Die aktuelle EU-Kohäsionspolitik 2021–2027 betont zwar die Bedeutung grenzüberschreitender Projekte (z. B. im Rahmen von INTERREG VI A), doch die Umsetzung scheitert oft an bürokratischen Hürden, unterschiedlichen Planungsrechtssystemen oder fehlender langfristiger Finanzierung.
Herausfordernde Beteiligung in der Raumplanung
Das ARL-Forum Südost diskutierte auf seiner Herbsttagung 2025 aktuelle Entwicklungen rund um Beteiligungsprozesse in der Raumplanung.
Im Mittelpunkt standen die komplexen Anforderungen im Zuge der Windenergieplanungen, die derzeit vor allem die Regionalplanung prägen, sowie Fragen der rechtlichen Rahmenbedingungen, neuer Beteiligungsformate und Pluralität der Teilhabe.
Beteiligung in der Raumplanung – Rechtslage, Formate, Adressaten
Datum: 25. September 2025
Ort: Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL)
Schongauerstraße 9, 04328 Leipzig, Raum 317
Die Beteiligung in der räumlichen Planung hat nicht nur aufgrund der Digitalisierung eine enorme Veränderung erfahren. Sie wird gleichzeitig auch bestimmt durch die Konfliktträchtigkeit der planerischen Inhalte und der damit verbundenen zunehmenden Betroffenheit bzw. Sensibilität der Öffentlichkeit. Beide Punkte verstärken sich gegenseitig, indem höhere Betroffenheit oder ein höheres Betroffenheitsempfinden ihre Verstärkung über die zur Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten der Beteiligung finden.
Politisierung, Polarisierung, Populismus
Wie kann demokratische Raumplanung mit zunehmender Politisierung, Polarisierung und Populismus umgehen? Ein gemeinsamer Roundtable der ARL-Foren Nordrhein-Westfalen und Südost auf der Dortmunder Konferenz 2025 bot Raum für Reflexion, Austausch und gemeinsame Antworten auf drängende Fragen zwischen Planungspraxis, Wissenschaft und Ausbildung.

