Regionales Forum Nordost
Das ARL-Forum Nordost umfasst die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und ist eins von sieben regional verankerten ARL-Foren.
Es vereint Fachleute aus Planungspraxis und Wissenschaft und setzt sich inter- und transdisziplinär mit aktuellen Fragestellungen der Raumentwicklung auseinander, die insbesondere für den Nordosten Deutschlands relevant sind. Raumstrukturell umfasst das Gebiet dabei höchst unterschiedliche Räume: einerseits den Metropolraum Berlin, d. h. den Stadtstaat Berlin und sein brandenburgisches Umland, sowie andererseits die dünnbesiedelten ländlichen Räume Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns, mit den eher kleineren städtischen Verdichtungsräumen (wie Rostock, Cottbus, Schwerin, Stralsund, Greifswald, Wismar, Neubrandenburg, Frankfurt an der Oder und Brandenburg/Havel).
Die Themenschwerpunkte und Fragestellungen des ARL-Forums orientieren sich an den aktuellen Raumentwicklungs- und Planungsherausforderungen im Nordosten und werden maßgeblich durch einen höchst urbanen oder sehr ländlichen Charakter bestimmt.
Vom Grenzraum zum Verflechtungsraum
Am 11. und 12. Juni 2026 diskutierten Fachleute aus Planungspraxis, Wissenschaft und Verwaltung auf der gemeinsamen Frühjahrstagung der Regionalen ARL-Foren Nordost und Südost, wie grenzüberschreitende Raumentwicklung im deutsch-polnischen Verflechtungs-raum gelingen kann. Die Tagung an der deutsch-polnischen Grenze, im Collegium Polonicum in Słubice, zeigte eindrücklich die Potenziale und auch die Bereitschaft für die grenzüber-schreitende Zusammenarbeit auf, machte aber gleichzeitig deutlich, dass weiterhin Heraus-forderungen in der Verstetigung der Zusammenarbeit und dem Abbau struktureller und administrativer Hürden bestehen.
Transformative Planungspraxis und schlanker Plan – Spannungsfelder in der Raumentwicklung
Räumliche Entwicklung steht vor der Herausforderung, tiefgreifende Transformationsprozesse zu gestalten und gleichzeitig Planungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen, ohne dabei an Qualität und Steuerungswirkung zu verlieren. Die gemeinsame Herbsttagung der ARL-Foren Nordost und Nordwest diskutiert vor diesem Hintergrund, wie transformative Raumentwicklung gelingen kann, welche neuen Instrumente und Ansätze erforderlich sind und wie sich Planungsprozesse wirksam beschleunigen lassen. Wir widmen uns dabei u.a. den Themen Digitalisierung, Energiewende und Innenstadtentwicklung. Gerahmt wird die Tagung durch Einblicke in Transformationserfordernisse und -herausforderungen in Salzgitter, die durch die Exkursion zum Stahlwerk unmittelbar erlebbar werden.
ARL-Forum Nordost veröffentlicht Thesenpapier zum Status quo der Netto-Null Flächenentwicklung
Als Ergebnis seiner Frühjahrstagung "Zwischen Netto-Null und Flächensparen" vom 12.-13. Juni 2025 veröffentlichte das ARL-Forum Nordost 12 Kernthesen zum aktuellen Stand der Flächennutzung.
Jetzt noch zur Frühjahrstagung der ARL-Foren Südost und Nordost in Polen anmelden!
Grenzräume sind Laboratorien der europäischen Integration – doch sie sind auch Seismographen für politische Spannungen, wirtschaftliche Disparitäten und ökologische Krisen. Der deutsch-polnische Verflechtungsraum steht dabei exemplarisch für die Chancen und Widersprüche grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Die Tagung richtet sich an Raumplaner:innen, Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland und Polen.
Grenzüberschreitende Raumentwicklung im deutsch-polnischen Verflechtungsraum
Grenzräume sind Laboratorien der europäischen Integration – doch sie sind auch Seismographen für politische Spannungen, wirtschaftliche Disparitäten und ökologische Krisen.
Der deutsch-polnische Verflechtungsraum steht dabei exemplarisch für die Chancen und Widersprüche grenzüberschreitender Zusammenarbeit: Hier treffen dynamische Metropolregionen wie Berlin-Brandenburg auf strukturschwache ländliche Räume, europäische Fördergelder auf nationale Planungshoheiten, und klimapolitische Notwendigkeiten auf historisch gewachsene Infrastrukturen. Die aktuelle EU-Kohäsionspolitik 2021–2027 betont zwar die Bedeutung grenzüberschreitender Projekte (z. B. im Rahmen von INTERREG VI A), doch die Umsetzung scheitert oft an bürokratischen Hürden, unterschiedlichen Planungsrechtssystemen oder fehlender langfristiger Finanzierung.

