Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung – Gestaltung, Wirkungsanalyse, Qualitätssicherung

Geschäftsstelle der ARL: 

Wissenschaft wirkt in die Gesellschaft hinein und verändert sie. Daher tragen Forschende stets die Verantwortung, ihre Rolle und Wirkung selbstkritisch zu reflektieren. Ziel des im April 2021 gestarteten Verbundprojekts „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung – Gestaltung, Wirkungsanalyse, Qualitätssicherung (LeNa Shape)“ ist es, das Prinzip „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ stärker in Wissenschaftsorganisationen und innerhalb von Forschungsprozessen zu verankern. An dem vom BMBF über zweieinhalb Jahre bis zum September 2023 geförderten Projekt sind neben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft auch Institute der RWTH Aachen, der LMU München und der Universität Tübingen beteiligt.

Das Projekt greift auf die Ergebnisse des Vorgängerprojekts „Nachhaltigkeitsmanagement in außeruniversitären Forschungsorganisationen (LeNa)“ zurück, an dem die ARL in den Jahren 2013 bis 2016 ebenfalls beteiligt war. Der damals erstellte Reflexionsrahmen mit acht Kriterien für Forschende, die ihre Arbeit nachhaltig und gesellschaftlich verantwortungsvoll gestalten möchten, wird im Rahmen von LeNa Shape didaktisch aufbereitet und für Seminare und weitere Veranstaltungen genutzt, die im aktuellen Projekt schrittweise entwickelt und erprobt werden.

Im Rahmen von LeNa Shape fördert das Modul „LeNa Move“, an dem die ARL mitwirkt, die Dissemination des LeNa-Reflexionsrahmens in die Wissenschaftscommunity und die Anwendung der Reflexionskriterien im Forschungsalltag. Aufbauend auf einer Untersuchung, wie die intrinsische Motivation von Forschenden und Forschungsmanagern zur Nutzung des Reflexionsrahmens durch moderne Methoden gefördert, an institutionelle Rahmenbedingungen angepasst und wesentliche Hemmnisse überwunden werden können, entwickelt LeNa Move Instrumente zur einfacheren Umsetzung des Reflexionsrahmens. 

Die ARL bringt ihre umfassende langjährige Expertise in der Koordination transdisziplinär besetzter Netzwerke, beim Wissenstransfer, in der Koordination transdisziplinärer Diskussionsprozesse sowie in der Durchführung von Transferformaten wie Veranstaltungen, wissenschaftlichen Foren und der Beratung von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft in das Projekt ein. So führt die ARL Veranstaltungen durch, in denen der überarbeitete Reflexionsrahmen für „Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ an spezifische Zielgruppen – Forschende und weitere Stakeholder aus Forschung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftspolitik – vermittelt wird. Zudem leitet die ARL die begleitende Evaluation und kümmert sich um die zielgruppenspezifischen Verbreitung der Projektergebnisse.

Weiterführende Informationen zum Verbundprojekt sowie zum „Reflexionsrahmen für Forschen in gesellschaftlicher Verantwortung“ sind unter https://www.nachhaltig-forschen.de/ zu finden.