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Akzeptanz von Verdichtung in der Kommunalpolitik nordrhein‑westfälischer Städte und Gemeinden

Leitung:
Klaus Einig,
Stefan Siedentop
Geschäftsführung:
Melissa Münster

Hintergrund und Zielsetzung

Der zunehmende Wohnraumbedarf, die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland und die ehrgeizigen Ziele zur Reduzierung des Flächenverbrauchs erhöhen den Druck auf Kommunen, kompaktere Siedlungsstrukturen zu entwickeln. Gleichzeitig wird der baulichen Verdichtung – insbesondere Geschosswohnungsbau oder sozialer Wohnungsbau – in vielen Städten und Gemeinden mit erheblichen Vorbehalten begegnet. In kleineren und suburbanen Kommunen beeinflussen Leitbilder mit niedrigen Bebauungsdichten nach wie vor politische Entscheidungen, obwohl reale Entwicklungsprozesse zunehmend höhere Dichten aufweisen. Derzeit liegen kaum systematische empirische Erkenntnisse über die Einstellungen kommunalpolitischer Akteure zu baulicher Dichte und deren Einfluss auf die Wohnungsentwicklung vor. Dieser Arbeitskreis untersucht die Akzeptanz von Verdichtung in der Kommunalpolitik nordrhein-westfälischer Städte und Gemeinden und analysiert Ursachen, Muster und Wirkungen dieser Einstellungen.

Forschungsfragen und thematische Schwerpunkte

Im Fokus des Arbeitskreises stehen die folgenden Fragestellungen:

  • Wie bewerten Kommunalpolitiker:innen unterschiedliche Formen baulicher Dichte und Wohnbebauung?
  • Welche Unterschiede zeigen sich zwischen Kommunen verschiedener Größen und Raumtypen?
  • Wie verhalten sich politische Leitbilder zu tatsächlich realisierten Dichteentwicklungen?
  • Welche Rolle spielen lokale Entscheidungsprozesse, institutionelle Rahmenbedingungen und Zielgruppen des Wohnungsbaus?

Methodisch kombiniert der Arbeitskreis quantitative Analysen (u. a. amtliche Daten, Befragungen) mit qualitativen Fallstudien in ausgewählten Kommunen.

Arbeitsweise und Zielsetzung

Der interdisziplinäre Arbeitskreis vereint Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Raum‑ und Stadtplanung, Geographie, Verwaltungs‑ und Politikwissenschaft mit Akteuren aus der Planungspraxis. Die Zielsetzung dieses Arbeitskreises besteht darin, die Kommunalpolitik hinsichtlich der Themen Verdichtung und Flächeneffizienz zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck werden empirisch fundierte Entscheidungsgrundlagen für politische Entscheidungsträger:innen und Planer:innen erarbeitet, publiziert und über Veranstaltungen verbreitet.

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