AK "Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung"
Der Arbeitskreis „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“ hat seine Arbeit im Mai 2023 aufgenommen. Er fokussiert auf planungswissenschaftliche und –praktische Abwägungskriterien bei der Endlagersuche, auch spielen sozioökonomische Kriterien und Beteiligungsfragen eine zentrale Rolle. Für die Planung und Raumentwicklung auf Ebene der Kommunen, der Regionen und der Länder ist es aus vielerlei Gründen notwendig, sachgerecht und möglichst frühzeitig zur Auswahl bzw. Festlegung eines möglichen Endlagerstandorts in Deutschland beitragen zu können.
Folgende Fragen sollen im Arbeitskreis angesprochen werden:
- Wie sind planungswissenschaftliche Kriterien zur Standortsuche und -abwägung abzugrenzen und zu gewichten?
- Welche Bedeutung haben sozioökonomische Potentialanalysen im Prozess?
- Was kann man aus dem Prozess der Standortsuche (insbesondere der intensiven Öffentlichkeitsbeteiligung) für die Durchführung von großen Infrastrukturprojekten lernen?
- In welchem Verhältnis steht das (natur-)wissenschaftlich basierte Verfahren der Endlagersuche zu politischen Entscheidungen über Standorte?
- Wie wird mit Landnutzungs- und Interessenkonflikten umgegangen?
Endlagersuche und Regionalentwicklung
ARL-Arbeitskreis beteiligt sich an den Forumstagen des 4. Forum Endlagersuche des Bundeamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung, kurz BASE.
Die Forumstage finden vom 10.11. – 13.11.2025 in Form einer digitalen Veranstaltungsreihe zu verschiedenen Themen der Endlagersuche statt. Die ARL bietet eine eigene Veranstaltung an, die sich der Rolle und Bedeutung der Regionalentwicklung widmet.
Endlagersuche und Regionalentwicklung – Konflikte, Potenziale, Zusammenarbeit
+++ Donnerstag, 13.11.2025 , 18:00 - 21:00 Uhr, digital +++
Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle ist ein komplexer Prozess, der weit über geologische und technische Fragen hinausgeht. Er berührt zentrale Aspekte raumplanerischer Instrumente, regionaler Entwicklung sowie von Kooperation und Beteiligung. Die Online-Veranstaltung widmet sich den Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Verbindung von Endlagersuche und Regionalentwicklung ergeben. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie lassen sich Nutzungskonflikte im Kontext der Standortauswahl frühzeitig erkennen und planerisch bewerten? Welche Chancen kann ein Endlager für die Entwicklung einer Region bieten – und wie können diese aktiv gestaltet werden? Welche Formen der Zusammenarbeit und Beteiligung sind notwendig, um tragfähige regionale Perspektiven zu entwickeln?
Stellungnahme des ARL-Arbeitskreises "Endlagersuche" zum Entwurf des Beteiligungskonzepts des BASE führt zu vertiefendem Fachaustausch
Der Arbeitskreis der ARL "Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland – Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung" reichte am 3. Dezember 2024 eine Stellungnahme beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zum Beteiligungskonzept „Auf dem Weg zu den Regionalkonferenzen – Konzept für die Beteiligung in Phase I der Endlagersuche“ ein. Mitglieder des ARL-Arbeitskreises nahmen außerdem am 24. März 2025 an einer Online-Veranstaltung des BASE teil, auf der das aktualisierte BASE-Beteiligungskonzept vorgestellt wurde, und erläuterten im Rahmen der Veranstaltung wesentliche Punkte aus der ARL-Stellungnahme.
Stellungnahme des Arbeitskreises Endlagersuche zum Entwurf des Beteiligungskonzepts des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)
Das BASE veröffentlichte die Konsultationsfassung des Konzepts am 26.09.2024 und forderte dazu auf im Rahmen des Konsultationsverfahrens Fragen, Anregungen und Kritik zum Beteiligungskonzept zu äußern. Der Arbeitskreis der ARL reichte daraufhin am 03.12.2024 eine Stellungnahme beim BASE ein.
> Zur Stellungnahme des ARL-Arbeitskreises Endlagerung (PDF)
> Mehr Infos zum Beteiligungskonzept des BASE (BASE-Infoplattform)
Der AK Endlagersuche zu Gast am Schweizer Tiefenlagerstandort
Im September 2022 gab die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ihren Vorschlag des Standorts für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle in der Schweiz öffentlich bekannt. In dem ausgewählten Gebiet „Nördlich Lägern“ liegen die besten Ausgangsbedingungen, um ein Endlager möglichst sicher zu errichten. Besonders spannend aus deutscher Sicht dabei: Der Standort ist nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Damit ist die Schweiz, welche nach einem gescheiterten Versuch der Standortfestlegung bereits in den 2000er Jahren mit ihrem Verfahren der Endlagersuche begann, im Vergleich zum deutschen Verfahren wesentlich weiter vorangeschritten – und hat somit auch schon mehr Erfahrung in Fragen der Partizipation und Raumentwicklung im Kontext Endlagersuche vorzuweisen. Mehr als genügend Gründe für den Arbeitskreis „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“, sich mit den Akteuren vor Ort zu treffen und auszutauschen.
Konstituierende Sitzung des AK "Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung"
Der Arbeitskreis „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“ hat mit seiner ersten Sitzung am 4.5.2023 in Hannover seine Arbeit aufgenommen. Für die Planung und Raumentwicklung auf Ebene der Kommunen, der Regionen und der Länder ist es aus vielerlei Gründen notwendig, sachgerecht und möglichst frühzeitig zur Auswahl bzw. Festlegung eines möglichen Endlagerstandorts in Deutschland beitragen zu können.

