Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung

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Räumliche Planung in Deutschland umfasst ein Spektrum an formellen und informellen Instrumenten, um Fragen nach dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Natur und Landschaft in Diskussions‐ und Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen. Es ist allerdings bisher erst ansatzweise gelungen, negative Entwicklungstrends zu vermindern und naturschutzfachliche Ziele umfassend zu erreichen. Mit fortschreitendem Druck auf Natur, Boden und Biodiversität wird es immer dringlicher, deren Leistungen zu erfassen, zu bewerten und noch besser in Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen.

Das vieldiskutierte Konzept der Ökosystemleistungen (ÖSL) hat großes Potenzial, die gesellschaftliche Bedeutung von Natur und Landschaft auf eine neue Art zu bewerten und zu kommunizieren. Es kann dazu beitragen, naturschutzfachliche Aspekte besser in flächenrelevanten Entscheidungen zu berücksichtigen. In der internationalen und nationalen Forschung zu Ökosystemleistungen wurden in den letzten Jahren vielfältige konzeptionelle Fortschritte erzielt und Vorschläge unterbreitet, wie das Konzept in der räumlichen Planung angewendet werden könnte.

Der Arbeitskreis „Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung“ unter der Leitung von Prof. Christian Albert (Ruhr Universität Bochum) diskutiert Erfahrungen mit dem Einsatz des Konzepts der Ökosystemleistungen in der räumlichen Planung in Deutschland und prüft insbesondere aktuelle Instrumente für die praktische Anwendung. Der Austausch mit VertreterInnen der „Anwenderpraxis“ in Kommunen und Regionen ist ein wichtiger Schwerpunkt. Der Arbeitskreis kooperiert dazu u.a. mit dem Innovationsnetzwerk Ökosystemleistungen Deutschland (www.esp-de.de/).