Monitoring

 

Monitoring beinhaltet die Erfassung, Darstellung und Interpretation von Entwicklungstrends bzw. -zuständen und dient dazu, fundierte Grundlagen für planerische und politische Prozesse oder Entscheidungen bereitzustellen. Indikatoren sind ein wichtiger Bestandteil von Monitoringsystemen. Der Begriff bezieht sich auch auf Überwachung und Überprüfung, v. a. in Hinblick auf bestimmte Ziele, z. B. im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung. In der Raumplanung kann Monitoring verschiedene Funktionen umfassen, wie z. B. die Informationsfunktion, die Frühwarn- bzw. Sensibilisierungsfunktion, die Objektivierungsfunktion oder die Kontrollfunktion.
Die Bedeutung von Monitoring in der Planung nimmt aktuell zu. Eine Reihe von europäischen Richtlinien, wie z. B. die FFH-Richtlinie (NATURA 2000), die Wasserrahmenrichtlinie (Wasserrecht) und die SUP-Richtlinie (Umweltprüfung), schreibt Monitoringverfahren vor; Letztere betrifft u. a. auch Raumordnungs- und Bauleitpläne. Auch § 12 BNatSchG unterstreicht die Notwendigkeit einer übergreifenden Umweltbeobachtung. Monitoringpflichten bestehen jedoch nicht nur im Umweltbereich, sondern auch im sozialen und ökonomischen Bereich, z. B. bei der EU-Strukturförderung.
Monitoringansätze beinhalten meist detailliertere Informationen als die Raumbeobachtung und sind mit Steuerungsabsichten oder konkreten Zielen verbunden.

Raumbeobachtung
Raumordnungsplan