Freiraumplanung

 

Freiraumplanung ist der planerische Umgang mit unbebauten, offenen Flächen im Innenbereich von Siedlungen. Zu Freiräumen im Sinne des Begriffs zählen etwa Gärten, Siedlungsgrün, Straßen und Plätze, Grünzüge, Parks und Friedhöfe, unbebaute Brachflächen oder Spiel- und Sportplätze. Freiraumplanung ist eine kommunale Aufgabe. Sie soll Freiräume als ökologische Ausgleichsräume, kommunikative Erholungsflächen, städtebauliche Gliederungselemente und weiche Standortfaktoren schaffen, erhalten und entwickeln. Da Freiräume keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen erbringen, ist Freiraumplanung  vom politischen Willen kommunaler Entscheidungsträger abhängig, um ihre Ansprüche gegenüber wirtschaftlichen Verwertungsinteressen durchzusetzen. Die Verpflichtung zur Freiraumplanung ist im Raumordnungsgesetz, im Baugesetzbuch, in den Bauordnungen der Länder und in den Naturschutzgesetzen verankert. Als Instrumente stehen Landschaftspläne, Grünordnungspläne, landschaftspflegerische Begleitpläne und Freiflächenpläne zur Verfügung, ebenso können Ziel und Maßnahmen der Freiraumplanung in die Bauleitplanung übernommen werden.

Landschaftsplanung
Grünordnungsplan

adapted from: Klaffke 2005