Grenzüberschreitende Raumentwicklung im deutsch-polnischen Verflechtungsraum
Grenzräume sind Laboratorien der europäischen Integration – doch sie sind auch Seismographen für politische Spannungen, wirtschaftliche Disparitäten und ökologische Krisen.
Der deutsch-polnische Verflechtungsraum steht dabei exemplarisch für die Chancen und Widersprüche grenzüberschreitender Zusammenarbeit: Hier treffen dynamische Metropolregionen wie Berlin-Brandenburg auf strukturschwache ländliche Räume, europäische Fördergelder auf nationale Planungshoheiten, und klimapolitische Notwendigkeiten auf historisch gewachsene Infrastrukturen. Die aktuelle EU-Kohäsionspolitik 2021–2027 betont zwar die Bedeutung grenzüberschreitender Projekte (z. B. im Rahmen von INTERREG VI A), doch die Umsetzung scheitert oft an bürokratischen Hürden, unterschiedlichen Planungsrechtssystemen oder fehlender langfristiger Finanzierung.
Gleichzeitig zeigen Beispiele wie die Euroregion Spree-Neiße-Bober oder die Städtepartnerschaft Görlitz-Zgorzelec, wie innovative Governance-Modelle und partizipative Ansätze neue Perspektiven eröffnen können. Die deutsch-polnische Grenzregion ist ein Mikrokosmos raumplanerischer Herausforderungen, die weit über den lokalen Kontext hinausweisen.
Programm und Anmeldung
Die Tagung richtet sich an Raumplaner:innen, Wissenschaftler:innen und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft aus Deutschland und Polen. Durch die Beiträge und die interaktiven Formate schaffen wir einen Raum für konkrete Lösungsansätze und Netzwerkbildung.
> alle weiteren Informationen zur Anmeldung, zum Programm sowie zu Anreise und Übernachtung (PDF)
Eine Anmeldung ist bis zum 21. Mai 2026 möglich.
Anmeldung bitte hier
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