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Neu erschienen: Forschungsberichte der ARL 1

Maritime Raumordnung. Interessenlage, Rechtslage, Praxis, Fortentwicklung

Die maritime Raumordnung hat nicht nur durch Festsetzungen in Raumordnungsplänen der Küstenbundesländer, sondern inzwischen auch aufgrund der früher kaum vorstellbaren Aufstellung solcher Pläne für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) in Nord- und Ostsee an Bedeutung gewonnen. Damit wird die vordem allein landseitig verortete Koordination verschiedenster Nutzungs- und Schutzansprüche an den Raum auch im Meeresbereich umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Publikation eine nähere systematische Erfassung sowie eine wertende Zusammenstellung der wichtigsten zu Wasser wirkenden Agenden, wie Wirtschaft und Umweltschutz, vorgelegt. Darüber hinaus wird das darauf gerichtete Rechtsregime – insbesondere dessen Reichweite im Gefolge des Vertrags von Lissabon – erläutert. Es war Anliegen des Arbeitskreises der ARL, im Wege intra- und interdisziplinärer Zusammenarbeit ein hierauf gerichtetes, dem gegenwärtigen Entwicklungsstand entsprechendes Kompendium vorzulegen. In diesem Sinne werden zunächst die maritimen Gegebenheiten beschrieben, auf die raumordnerisches Handeln trifft (Teil I), sodann die regelmäßig konfligierenden wirtschaftlichen Nutzungsansprüche und Umweltschutzinteressen einschließlich des Ökosystemschutzes in ihren seewärtigen Besonderheiten aus der jeweiligen Sicht näher dargestellt (Teil II), anschließend die hiermit zusammenhängenden Rechtsfragen behandelt (Teil III), um sich vor diesem Hintergrund den inzwischen für das Meer aufgestellten Raumordnungsplänen zuzuwenden (Teil IV) und schließlich aus alldem Vorschläge zur Fortentwicklung der Raumordnung und des Raumordnungsrechts zu Wasser abzuleiten (Teil V).

Raumwissenschaftliches Kolloquium 2013 der 5R-Einrichtungen

Verwundbare Räume – Über den Umgang von Städten und Regionen mit Gefährdungen

16. Mai 2013
Tanzhaus Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Die Wahrnehmung von Gefährdungen wie auch der Umgang mit ihnen gehören zur Geschichte menschlicher Gesellschaften. Schon immer haben Menschen versucht, sich dagegen zu schützen.

Was ihren Umgang mit Gefährdungen angeht, können allerdings Unterschiede festgestellt werden. Das, was als Gefährdung bestimmt wird, die Art und Weise, wie dies geschieht, und wie für diese Gefährdungen ein öffentliches Bewusstsein geschaffen oder geschärft wird, ist räumlich wie zeitlich ganz unterschiedlich. Dies gilt auch für das Handeln, mit dem menschliche Gesellschaften den von ihnen wahrgenommenen Gefährdungen begegnen wollen. Im letzten Jahrzehnt haben in der internationalen Forschung in diesem Zusammenhang die Begriffe Vulnerabilität (Verwundbarkeit) und Resilienz (Widerstandsfähigkeit) einen Aufschwung erlebt, vor allem im Bereich der Naturgefahren- und Technikfolgenabschätzung.

Neu erschienen: Arbeitsmaterial der ARL 359

Die Kulturlandschaft des ländlichen Raums in Baden-Württemberg - Entwicklungen, Kontexte, Perspektiven

Thomas Heinl, Jörg Stadelbauer (Hrsg.)

Welche Entwicklungstendenzen lassen die ländlichen Räume in Baden-Württemberg erkennen? Wie wirkt sich die Multifunktionalität von Räumen auf die Entwicklung der ländlichen Kulturlandschaft aus? Welche Einflüsse sind vom demographischen Wandel, welche vom Klimawandel zu erwarten?

Diesen Fragen geht die Arbeitsgruppe „Zukunft der Kulturlandschaften im ländlichen Raum“ der Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg der ARL im vorliegenden Band nach. Der Band beleuchtet allgemeine Entwicklungstendenzen und externe Einflüsse auf die Entwicklung ländlicher Kulturlandschaften, er analysiert lokale Prozesse der zurückliegenden vier Jahrzehnte und leitet daraus Folgerungen ab, die auch Empfehlungen für die räumliche Planung umfassen.

ARL-Bausteine für einen raumverträglichen Netzausbau

ARL-Bausteine für einen raumverträglichen Netzausbau

Die Akademie wird in Zusammenarbeit mit Fichtner GmbH & Co. KG praxisorientierte Hilfestellungen für eine raumverträgliche Planung der Ausbaumaßnahmen für das Übertragungsnetz erarbeiten.

Das von der Bundesregierung beschlossene Gesetzespaket zur Umsetzung der Energiewende wird zu umfangreichen Herausforderungen in Räumen und auf Flächen führen. Daher hatte die Akademie eine Expertenrunde ins Leben gerufen, die der Frage nachgehen sollte, durch welchen raum- und gesellschaftspolitisch relevanten Service sich die ARL in die aktuelle Diskussion einbringen kann.

Die beteiligten Experten kamen zu den Schluss, dass „Bausteine für einen raumverträglichen Netzausbau“ erarbeitet werden sollen. Mit den Bausteinen wird das Ziel verfolgt, konkreten, praxisorientierte Empfehlungen zu einer allseitigen Akzeptanzverbesserung bei gleichzeitiger Straffung des Planungsprozesses auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen bei der Planung für trassengebundene Vorhaben zu erarbeiten. Das Augenmerk liegt dabei auf der Bundesfachplanung nach dem NABEG. Die zu gewinnenden Erkenntnisse werden in Teilen aber auch für das Verteilernetz anwendbar sein. Die Bausteine richten sich hauptsächlich an die verfahrensleitende Behörde (BNetzA), sollen aber auch die Perspektive der Antragsteller (etwa im Hinblick auf Abschnittsbildung und Ausgestaltung der Antragsunterlagen) einbeziehen.

Neuer Generalsekretär – Führungswechsel in der ARL

Seit dem 1. März 2013 hat die ARL einen neuen Generalsekretär. Nach 35 Jahren in der Geschäftsstelle der ARL, 15 davon als Generalsekretär, ging Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich in den Ruhestand. Sein Nachfolger im Amt ist Prof. Dr. Rainer Danielzyk.

Prof. Dr. Dietmar ScholichDietmar Scholich, geboren 1947 in Görlitz, studierte ab 1968 Bauingenieurwesen und machte erste berufliche Schritte in der Stadtverwaltung Oldenburg. Danach erwarb er ein zweites Diplom in Raum- und Umweltplanung.

Es schlossen sich weitere berufliche Schritte im Grünflächen- und Gartenamt der Stadt Kaiserslautern an. 1978 kam er als wissenschaftlicher Referent zur ARL nach Hannover. 1982 promovierte er zum Dr.-Ing. an der TU Kaiserslautern. 1998 berief ihn das Kuratorium der ARL zum Generalsekretär der Akademie.

17. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Energiewende in Stadt und Land - Wie verändern erneuerbare Energien unseren Lebensraum?

Die 17. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW findet am 19.04. in Duisburg statt.

Die Umstellung der Energieversorgung in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität auf erneuerbare Energien bringt große Herausforderungen für die Stadt- und Regionalentwicklung mit sich. Das gilt sowohl für die zeitnahe Umsetzung als auch für die Ausformungen der Energiewende. Daher gilt es, einerseits ein klares Verständnis der Ziele und Rahmenbedingungen für die Öffentlichkeit zu schaffen, andererseits sind Lösungen zu entwickeln, die das Wünschenswerte mit dem Machbaren in Einklang bringen. Dies erfordert Kooperations- und Entscheidungswillen der Akteure, die an der Gestaltung der Energiewende beteiligt sind.

Ringvorlesung 2013 des KompZ zur „Postfossilen Gesellschaft“

Das 2001 auf Initiative der ARL gegründete Kompetenzzentrum für Raumforschung und Regionalentwicklung e.V. (KompZ) bündelt mit der ARL, der Leibniz Universität Hannover und weiteren außeruniversitären Einrichtungen aus Forschung, Verwaltung und Wirtschaft ein für den norddeutschen Raum einzigartiges Potenzial am Wissenschaftsstandort Hannover. Es bildet ein interdisziplinäres Netzwerk und Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit.

Ziele des KompZ sind die Profilierung des Standortes, die Sensibilisierung von Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung für raumwissenschaftliche und -planerische Fragestellungen, die Erschließung, Bündelung und Nutzbarmachung des raumwissenschaftlichen und raumentwicklungspolitischen Know-hows, die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen bei gemeinsam interessierenden Fragestellungen sowie die Bewusstmachung raumwissenschaftlicher Forschung und raumplanerischer Aktivitäten in anderen Fachdisziplinen und einer breiten Öffentlichkeit.

Call for Papers: Vom globalen Klimawandel zu regionalen Anpassungsstrategien

KLIFF Logo

KLIFF-Abschluss-Konferenz

Der Forschungsverbund KLIFF – Klimafolgenforschung in Niedersachsen – richtet am 2. und 3. September 2013 die nationale Konferenz „Vom globalen Klimawandel zu regionalen Anpassungsstrategien im Geowissenschaftlichen Zentrum in Göttingen aus. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen, Ihre Ergebnisse zum Klimawandel mit seinen Folgen und Ihre Anpassungsoptionen daran zu präsentieren und zu diskutieren.

Die ARL ist Projektpartner bei KLIFF. Sie ist dabei hauptverantwortlich – in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und der Region Hannover – für das Teilvorhaben KLIFF-IMPLAN, welches sich mit der Klimafolgenanpassung durch die räumliche Planung in Niedersachsen befasst.

Die Geschichte der Regional- und Landesentwicklung in Mitteldeutschland

Herbstsitzung der LAG Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen

Den Rahmen für die diesjährige Herbstsitzung der Landesarbeitsgemeinschaft Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen am 19. Oktober 2012 in Merseburg bot das Ständehaus, in dem schon in den 1920er Jahren die ersten Beschlüsse zur Landesplanung gefasst worden sind. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Geschichte der Raumplanung in der Region und die Verabschiedung von Prof. Dr.-Ing. Dietmar Scholich, Generalsekretär der ARL, der die LAG auf ihrer Sitzung besuchte.

Mitteldeutschland als Pionierregion der Raumordnung

Beispielhafte Darstellung im Planungsatlas MitteldeutschlandErste Ansätze für eine Landesplanung in Deutschland bildeten sich zuerst im Ruhrgebiet sowie in Mitteldeutschland heraus.

2., überarbeitete Fassung des Glossars Klimawandel und Raumentwicklung erschienen

E-Paper der ARL Nr. 10 ergänzt und aktualisiert

Das Glossar „Klimawandel und Raumentwicklung“ ist ein Ergebnis des Arbeitskreises „Klimawandel und Raumplanung“ der ARL, der sich seit Anfang 2007 mit den Herausforderungen und Aufgaben, die sich durch den Klimawandel für die Raumentwicklung und Raumplanung stellen, befasst.

Unter Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse und Entwicklungen wurden die Begriffserläuterungen der ersten, 2011 erschienenen Auflage ergänzt und aktualisiert.

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