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Informations- und Initiativkreis (IIK) Regionalplanung

Im Jahr 2013 traf der Informations- und Initiativkreis (IIK) Regionalplanung zweimal zu Arbeitssitzungen zusammen: am 19./20. April 2013 in Lüneburg und am 15./16. November 2013 in Kassel, im direkten Anschluss an die Mitgliederversammlung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL).

Beim 34. Treffen in Kassel wurde u. a. zusammen mit dem Präsidium der ARL über die künftige Rolle des IIK im Netzwerk der ARL diskutiert. Das Präsidium betonte, dass der IIK Regionalplanung als herausgehobenes Beispiel für die Kooperation zwischen Wissenschaft und Planungspraxis gelten kann und sich insbesondere in einem kontinuierlichen Diskurs um die Weiterentwicklung der Regionalplanung bzw. Regionalentwicklung bewährt hat.

Call for Paper für das interdisziplinäre Symposium: Revival of Places

Routinen und Orte in vorübergehender räumlicher Nähe für die Wissensgenerierung

Veranstaltungsort: 2.-4. April 2014, Schloss Herrenhausen, Hannover

Das Symposium verfolgt als zentrales Ziel, den Aufbau einer interdisziplinären community von Nachwuchswissenschaftlern (Post‐Doktoranden und Doktoranden), die in ihren Forschungsarbeiten einen Schwerpunkt auf die Rolle zeitlich befristeter räumlicher Nähe im Rahmen von Prozessen der Wissensgenerierung und bei Prozessen des Wissenstransfers gelegt haben.

Landnutzungswandel durch Demografischen Wandel?

Veranstaltung am 14. und 15. Januar 2014 an der Hochschule Neubrandenburg

Der Demografische Wandel wird oft als ein wesentlicher Treiber für Landnutzungsänderungen bezeichnet. Doch gilt dies auch für Deutschland und Europa? Die wenigen bislang vorliegenden Studien zeigen kein klares Bild. Auffällig ist die geringe Anzahl an Aussagen zu konkreten Wirkungszusammenhängen. Ebenso fehlen umfangreiche empirischen Arbeiten.

Die Veranstaltung ermöglicht deshalb einen Überblick zum aktuellen thematischen Kenntnisstand und Diskussionsmöglichkeit für strittige Thesen. Sie liefert zugleich Perspektiven für zukünftige Forschungsaktivitäten mit Praxisrelevanz. Wissenschaftler und Praktiker analysieren und diskutieren gemeinsam die Zusammenhänge zwischen Demografischem Wandel, Landnutzung und Landmanagement. Dabei werden internationale Erkenntnisse und Erfahrungen mit einbezogen.

Chinesische Delegation zu Gast in der ARL-Geschäftsstelle

Evelyn Gustedt, ARL und Herr Yan Haishan, Department of Land and Ressources of Guizhou ProvinceHeute ist eine 20-köpfige Expertengruppe aus der chinesischen Provinz Guizhou zu Gast in der ARL-Geschäftsstelle. Der Teilnehmerkreis setzt sich zusammen aus Ingenieuren und Abteilungsleitern der „Ämter für staatliche Bodenressourcen“ von Guizhou.

Anliegen ihres Besuchs ist es, Informationen über die Bodenverwaltung und das Raumplanungssystem in Deutschland zu erhalten. Hierbei geht es insbesondere um die Gewinnung und Verwaltung von Bodeninformationen, die technische Aufbereitung und Speicherung von geologischen Daten sowie die Errichtung eines Informationsnetzwerks.

Erst im Oktober und November verbrachte der

Befragung der Zentralen Orte in den Fallregionen Dithmarschen und Osnabrück abgeschlossen

Die Arbeitsgruppe „Die Funktion der Ortskerne für die Stabilisierung Zentraler Orte“ der LAG Nordwest hat die Befragung der Zentralen Orte in den Fallregionen Dithmarschen und Osnabrück abgeschlossen und die Ergebnisse samt erster Interpretationen und Handlungsempfehlungen vorgestellt.

In den Landkreisen Dithmarschen und Osnabrück waren die insgesamt 91 Zentralen Orte (jeweils Kommune und Werbegemeinschaft) zu den heutigen und zukünftigen Versorgungsfunktionen, der Funktion, Städtebau und Aufenthaltsqualität ihres Ortskerns, zu Akteuren und Instrumenten der Ortskernstärkung sowie zur Rolle der Raumordnung, Landes- und Regionalplanung befragt worden.

Abschlussveranstaltung: Zukunftsfonds Ortskernentwicklung

13. Februar in Osnabrück

Veranstalter: Zukunftsfonds Ortskernentwicklung in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft Nordwest der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)

Was ist der Zukunftsfonds Ortskernentwicklung?

Der Zukunftsfonds Ortskernentwicklung unterstützt wettbewerbsfähige Städte und Gemeinden. Die Kombination aus finanzieller Förderung, externer Beratung und aktiver Mitwirkung des Landkreises Osnabrück sowie einer starken Standortgemeinschaft vor Ort sind Erfolgsfaktoren und zentraler Anreiz für die Mobilisierung privaten Kapitals. Das zeigt die Evaluation des abgeschlossenen Wettbewerbs 2012 / 2013.

86. Mitgliederversammlung der ARL in Kassel

Am 14. und 15. November 2013 trafen sich die Mitglieder der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung in Kassel. Wie üblich, standen die Berichterstattung des Präsidenten sowie eine Reihe von Wahlen auf der Tagesordnung. Großen Raum nahmen mehrere Fachvorträge von Akademiemitgliedern ein, die das derzeitige Arbeitsspektrum der ARL aufzeigten.

Zu Beginn berichtete Prof. Dr. Michael Krautzberger über Neuerungen im Bau- und Umweltrecht. Hierbei ging er insbesondere auf die vorgesehenen Novellierungen im Baugesetzbuch und in der Baunutzungsverordnung ein. Dazu zählen beispielsweise die Stärkung der Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden, verbesserte Steuerungsmöglichkeiten bei der Ansiedlung von Vergnügungsstätten, der erleichterte Umgang mit sogenannten „Schrottimmobilien“ sowie die neue Darstellungsmöglichkeit von „zentralen Versorgungsbereichen“. Schließlich wies Krautzberger auch auf Änderungen im städtebaulichen Außenbereich hin, die insbesondere Betriebe mit intensiver Tierhaltung betreffen.

Regionalplanung 3.0 – die dritte Generation Raumordnungspläne in Sachsen

Die diesjährige sächsische Regionalplanertagung, die am 7. und 8. November in Freiberg stattfand, griff neben 300 Jahren Nachhaltigkeit und den aktuellen Herausforderungen an die Raumordnung auch einige Schwerpunkte des aktuellen Landesentwicklungsplanes des Freistaates auf.

Den ausführlichen Tagungsbericht finden Sie in den nächsten ARL-Nachrichten.

Downloads der Vorträge

Neue Mitglieder in der ARL

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 14. November in Kassel hat die die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) sieben neue Mitglieder, darunter auch Prof. Dr. Martin Faulstich vom Clausthaler Umwelttechnik-Institut, in ihre Reihen aufgenommen. Entscheidende Auswahlkriterien waren: Hochkarätige Forschungsarbeit, ausgewiesener Sachverstand und Erfahrung in der praktischen Planungstätigkeit sowie gelungener Wissenstransfer durch den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis.

Zu neuen Mitgliedern für die Dauer von zehn Jahren wurden gewählt:

 

 

 

 



Tourismus und Regionalentwicklung in Bayern

AB 9Neu erschienen: Arbeitsberichte der ARL 9

Trotz der großen Bedeutung des Tourismus für die regionale Entwicklung durch seine Rolle als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber gerade in ländlichen, strukturschwächeren Räumen wird der Tourismus im neuen Bayerischen Landesentwicklungsprogramm kaum mehr erwähnt. Als Ersatz soll das „Tourismuspolitische Konzept der Bayerischen Staatsregierung“ aus dem Jahr 2010 dienen, das jedoch die entsprechenden Belange erstens nicht fachrechtlich sichert und zweitens räumlich zu unspezifisch behandelt. Für Bayern als Ganzes kann eben nicht von einer flächendeckenden „Leitökonomie Tourismus“ gesprochen werden, da weite Landesteile kaum oder nur sehr wenig vom Übernachtungstourismus geprägt sind - eher ist eine starke Konzentration auf einzelne Destinationen bzw. Teilregionen zutreffend. Neben einem bundesweiten Verlust an touristischen Marktanteilen ist der bayerische Tourismus durch eine disparate räumliche Entwicklung gekennzeichnet, d.h. das Auseinanderklaffen von touristisch stark wachsenden Agglomerationsräumen (mit boomendem Incoming-Tourismus) und den rückläufigen bis maximal stagnierenden Peripherräumen. Aus diesem Grund setzt sich die Arbeitsgruppe „Tourismus und Regionalentwicklung“ der Landesarbeitsgemeinschaft Bayern der ARL kritisch mit den Aussagen des tourismuspolitischen Konzepts der bayerischen Staatsregierung auseinander und thematisiert aktuelle und künftige Herausforderungen für die Themenfelder Tourismus und Regionalentwicklung, die sich aus bestehenden Angebots- und Vermarktungsschwächen, verbunden mit globalen Trends wie u.a. dem demographischen Wandel, dem Klimawandel, den Auswirkungen von „Peak Oil“ und der Energiewende ergeben. In diesem Arbeitsbericht sind die Ergebnisse der Untersuchungen der Arbeitsgruppe „Tourismus und Regionalentwicklung“ zusammengefasst. Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis beleuchten die aktuellen Herausforderungen sowie die praktischen und planerischen Implikationen in Bayern. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die touristische Entwicklung in (peripheren) ländlichen Räumen gelegt.