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ARL – Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte

Einladung zur öffentlichen Veranstaltung am 7. November 2019 im Alten Rathaus der Stadt Hannover

Mit dem Vorhaben, ihre eigene Geschichte – insbesondere die Vorgeschichte in der Zeit des nationalsozialistischen Regimes sowie die personellen Kontinuitäten zwischen dieser Zeit und der Nachkriegszeit – kritisch aufzuarbeiten, hat sich die ARL lange Zeit schwergetan.

Erste Ansätze einer (selbst)kritischen Aufarbeitung der Raumordnungsgeschichte erfolgten 1994 mit der Veröffentlichung „Anspruch und Wirkung der frühen Raumplanung. Zur Entwicklung der Niedersächsischen Landesplanung 1945-1960“ von Waldhoff et al. in den ARL-Beiträgen (Band 130).

ARL-Kongress 2019 im Rückblick

27.-28. Juni 2019 in Kassel

 

Mehr oder weniger? Raumentwicklung braucht Postwachstum!

Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und der Klimawandel verlangen nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsformen. Die Sinnhaftigkeit von kontinuierlichem materiellem Wachstum wird auch in den Raum- und Planungswissenschaften zunehmend in Frage gestellt und es werden Alternativen zur Wachstumsorientierung gesucht. Ergänzt wird die Debatte durch Leitziele der Gemeinwohlorientierung, demokratischen Mitbestimmung und sozialen Teilhabe.

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Am 27. und 28. Juni 2019 haben sich in Kassel 180 Expert*innen aus Wissenschaft, Planungspraxis und der Zivilgesellschaft mit der Frage beschäftigt, wie eine Raumentwicklung aussehen kann, die nicht mehr auf ökonomisches bzw. quantitatives Wachstum ausgerichtet ist.

Zeitgerechte Stadt – Buchpräsentation im CLB Berlin

Foto: ARLRund 35 am Thema „Zeitgerechtigkeit“ Interessierte sind am 22.7. ins Collaboratorium im "Aufbau Haus" am Moritzplatz in Berlin gekommen, um mit AutorInnen, HerausgeberInnen und RezensentInnen zum Thema „Zeitgerechte Stadt“ zu diskutieren und sich zum Thema inspirieren zu lassen.

Anlass war die öffentliche Präsentation des Sammelbandes „Zeitgerechte Stadt – Konzepte und Perspektiven für die Planungspraxis“, der Zeitgerechtigkeit aus vielfältiger Perspektive widerspiegelt.

Prof. Hannah Ahlheim, Professorin für Zeitgeschichte, Universität Gießen und Prof. Uwe Becker, Professor für Soziale Arbeit, Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe stellten die Veröffentlichung „Zeitgerechte Stadt“ rezensierend vor, die beiden Herausgeber Prof. Dietrich Henckel, Professor i.R. für Stadt- und Regionalökonomie der TU Berlin und Prof. Caroline Kramer, Professorin für Humangeographie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) leiteten durch die Veranstaltung.

„Unser Plan für Deutschland – Gleichwertige Lebensverhältnisse überall“

Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) begrüßt Initiative aus der Bundesregierung, sieht aber noch viele offene Fragen bei der Umsetzung

Als ein wichtiges und erfreuliches Signal sieht das Präsidium der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) das jetzt auf Bundesebene vorgelegte Papier „Unser Plan für Deutschland – Gleichwertige Lebensverhältnisse überall“, das die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse zur „prioritären Aufgabe der Politik der nächsten Dekade“ erklärt. Die Präsidentin der Akademie, Prof. Dr. Sabine Baumgart, begrüßte im Namen des gesamten Präsidiums die damit zum Ausdruck kommende politische Bedeutung des Themas. Der für die Raumordnung zuständige Bundesminister Horst Seehofer hatte dies mit dem Satz „Wenn Unterschiede in den Lebensverhältnissen zu einem Nachteil werden, muss sich die Politik kümmern“ auf den Punkt gebracht.

Artikel zur Umsetzung internationaler Landnutzungsziele erschienen

Prof. Thomas Weith, Barbara Warner, Roni Susman
Implementation of International Land Use Objectives - Discussions in Germany -
Planning Practice and Research, Vol. 34, 2019

Internationale Nachhaltigkeitsziele für Flächennutzung sind bspw. in den SDGs und in Habitat III festgelegt, werden jedoch eher allgemein formuliert. Sie müssen konkretisiert und auch regionalisiert werden, um wirksam zu werden.

In dem Artikel „Implementation of International Land Use Objectives - Discussions in Germany“ wird im Nachgang des ARL-Kongress 2018 aufgezeigt, inwieweit sich internationalen Flächenspar-Ziele in deutschen regionalen und lokalen Strategien widerspiegeln.

Mehr oder weniger? Raumentwicklung braucht Postwachstum!

Die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und der Klimawandel verlangen nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsformen. Die Sinnhaftigkeit von kontinuierlichem materiellem Wachstum wird auch in den Raum- und Planungswissenschaften zunehmend in Frage gestellt und es werden Alternativen zur Wachstumsorientierung gesucht. Ergänzt wird die Debatte durch Leitziele der Gemeinwohlorientierung, demokratischen Mitbestimmung und sozialen Teilhabe.

Am 27. und 28. Juni 2019 haben sich in Kassel 180 Expert*innen aus Wissenschaft, Planungspraxis und der Zivilgesellschaft mit der Frage beschäftigt, wie eine Raumentwicklung aussehen kann, die nicht mehr auf ökonomisches bzw. quantitatives Wachstum ausgerichtet ist.

Regionale Innovationen und Identifikation

Zukunftsdiskurs zu raumbezogenen Identitäten erfolgreich gestartet

Können aus der Identifikation mit der eigenen Region neue Impulse für eine nachhaltige Regionalentwicklung gewonnen werden?

Diese Frage diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und planerischer Praxis und kamen gemeinsam zu dem Ergebnis: „Regionale Identitäten sind eine Ressource!“ und können die Region als Ganzes stärken. Den hochsommerlichen Außen- und Raumtemperaturen zum Trotz nutzten die 30 geladenen Expertinnen und Experten die Auftaktveranstaltung des Zukunftsdiskurses für einen intensiven Ideen- und Gedankenaustausch.

Save the Date: EXPORT MEETING „Gendered Approaches to Spatial Development in Europe“

23. August 2019 von 18.00 – 20.30 Uhr
im Zentrum Architektur Zürich (ZAZ), Höschgasse 3, CH–8008 Zürich

Buchvernissage der Routledge-Publikation des Internationalen Arbeitskreises der ARL in Kooperation mit SIA International und unterstützt von netzwerk frau+sia und dem Verein Lares

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20% Discount on "Gendered Approaches to Spatial Development in Europe"

20% Discount with this Flyer on the edited volume:

Gendered Approaches to Spatial Development in Europe
Perspectives, Similarities, Differences, 1st Edition


 
Edited by Barbara Zibell, Doris Damyanovic, Ulrike Sturm

Routledge

This book explores the extent to which gendered approaches are evident and effective in spatial development in selected European countries.

It is the outcome of an International Working Group of the ARL, whish was successfully established as a productive platform for interdisciplinary dialogue between academia and practice.

Beginning with an introduction to theories and concepts of gender, space and development, the book includes a brief historical review of gender in spatial planning and development throughout Europe in general, and an overview of different national frameworks in European countries, comparing legal, organisational and cultural similarities and differences. This is followed by a critical reflection on how simplifications and stereotypes of gender concepts are used in the practice of spatial development. The main part of the book offers a transnational discussion of planning practices on selected thematic topics. It starts with gender-sensitivity in urban master planning and at neighbourhood level referring to different types of planning manuals. Furthermore, the book focuses on gender-sensitive evaluation in urban planning as well as international agendas for sustainable development as a framework for a new generation of gender equality policies. The chapter authors assert that climate change, migration and austerity have threatened gender equality and therefore spatial development needs to be especially alert to gender dimensions. The editors end with an outlook and suggestions for further action and research on gender issues in spatial development.