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Die neue Wissens- und Kommunikationsplattform der ARL

Interaktiv über Landesgrenzen hinweg

Das 21. Jahrhundert stellt die Welt vor große gesellschaftliche Herausforderungen. Die Komplexität der Probleme und der bestehende Innovationsbedarf machen die verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis unumgänglich. Bei der Umsetzung dieser Strategien kommt den Raumwissenschaften aufgrund ihrer inter- sowie transdisziplinären Arbeitsweise eine bedeutende Rolle zu. Die integrative Perspektive und Arbeitsweise der Akademie ist das Kernelement der Zusammenarbeit in überwiegend zeitlich befristeten Arbeitsgremien und in dieser Form national und international einzigartig. Dabei generiert die ARL wertvolles Wissen, das nicht nur für ein nationales Publikum aus Wissenschaft und Praxis relevant ist, sondern auch für Akteure anderer Länder wichtige Erkenntnisse bereithält. Andererseits ist es aber auch für Akteure der Raumwissenschaften in Deutschland von Bedeutung, Planungssysteme und raumwissenschaftliche Fragestellungen anderer Länder zu verstehen, insbesondere wenn Aufgaben die nationalen Grenzen überschreiten.

Erstes Treffen des Arbeitskreises „Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mitglieder des neuen Arbeitskreises der ARL zum Thema „Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung - Innovative Ansätze im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung von Siedlungs- und Verkehrsflächen“ haben sich am 26.11. zu einer ersten (virtuellen) Sitzung zusammengefunden. Es wurden die persönlichen Zugänge zu dem großen Thema der Freiraumsicherung vorgestellt und erste gemeinsame Ansätze für die weitere Zusammenarbeit erörtert.  Der Arbeitskreis wird einen Beitrag dazu leisten, das planungspolitisch so zentrale Thema (wieder) in den Fokus der Diskussionen zu stellen und zur Entwicklung integrierter Flächenpolitiken beitragen.

„Neue Impulse für die Raumentwicklung in Baden‐Württemberg“ – eine Positionierung 

Die LAG Baden-Württemberg hat eine Positionierung zur künftigen Flächenentwicklung erarbeitet. Mit der Positionierung „Neue Impulse für die Raumentwicklung in Baden‐Württemberg“ zeigen die Autorinnen und Autoren auf, wie Raumentwicklung in dem Bundesland weitergedacht werden kann. 
Als Einstieg in die Diskussion explizit um Flächenentwicklungsziele sollen hiermit die Landtagsfraktionen erreicht werden: inwieweit bieten aktuelle Formate hinreichend Problemlösungsansätze bei den Themen Wohnraumschaffung, Verkehr und Mobilität, der Breitbandversorgung und der Daseinsvorsorge? Themen und Strategien müssen zusammen gedacht und Synergien und Kooperationen zwischen Akteuren, Nutzungen und Bedarfen sowie unterschiedlichen Planungsebenen gefördert werden.

Leibniz im Landtag 2020: Die ARL ist zum dritten Mal im Gespräch mit der niedersächsischen Politik

Foto © ARL 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch dieses Jahr lud die Landtagspräsidentin Gabriele Andretta Wissenschaftler/innen der niedersächsischen Leibniz-Institute zum Austausch mit Abgeordneten in den Landtag;
aufgrund der Pandemie fanden die meisten Gespräche allerdings virtuell statt.

Das jährliche Dialogformat „Leibniz im Landtag“ ermöglicht es interessierten Politikerinnen
und Politikern des Landtags sich in Vier-Augen-Gesprächen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leibniz Gemeinschaft fachlich auszutauschen. Die ARL war mit den Themen „Mehr als nur Wohnraum schaffen: Stadtregionen gesund und klimagerecht gestalten – in Zeiten

Reinlesen: Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (Band 78, Heft 5) ist draußen!

Alle Beiträge sind Open Access verfügbar. Das Variaheft informiert zu temporären lokalen Ökonomien, spatial economic effects of Star Architects Projects, Elektromobilitätsnutzung in Taxiunternehmen und Pflegediensten, unterzieht die "Verträglichkeit innerstädtischer Einkaufszentren einer diskursanalytischen Perspektive und modelliert GIS-gestützt die Erreichbarkeiten ambulanter Pflegedienste in Unterfranken.

Auch spannend die Buchrezensionen, u. a. von Anna Growe zum Sammelband "Metropolitan Regions, Planning and Governance", der 2020 als Ergebnis des Internationalen Arbeitskreises "Governance Metropolis" der ARL von Karsten Zimmermann, Daniel Galland und John Harrisson im Springer-Verlag veröffentlicht wurde.

Zersiedlung: Bundeskanzler-Stipendiat Dmitry Boyko forscht in der ARL

Seinen einjährigen Forschungsaufenthalt in Deutschland möchte Dmitry Boyko nutzen, um an seinem Projekt „Policies against urban sprawl: experience (PAUSE) from Germany” (https://sprawl.ru) zu arbeiten. Ziel ist es, den planerischen Umgang und die Erfahrungen Deutschlands mit fortschreitender Zersiedlung und dem Flächenverbrauch zu untersuchen und aufzuarbeiten, um hiesige Good-Practice-Beispiele, aber auch Probleme und Misserfolge für den postsozialistischen russischen Planungskontext in wissenschaftlicher sowie planungspraktischer Hinsicht frucht- und nutzbar zu machen.

Zur Pressemitteilung (PDF)

Lower Saxony – Scotland Joint Forum 2020: Workshop on the role of higher education and science as drivers of innovative development in rural areas

Rural areas in Lower Saxony and Scotland face multiple and distinct challenges (e.g. demographic and climatic change, peripherality, difficult economic perspectives …). Higher education, research and other educational institutions can play a decisive role in promoting and developing their innovative capacity and therefore contributing to tackle challenges effectively. This workshop will provide a space to initially explore how these institutions can stimulate the transformation and revitalization of rural areas as well as how knowledge can be transferred into local action and new practices co-created along with stakeholders. Approaches to innovation support, knowledge transfer and co-creation as well as transdisciplinary science can significantly benefit from purposeful exchange and cross-pollination among the countries. Further collaboration in a longerterm setting is explicitly envisaged.

Invitation & call for contributions: PLPR Online Sessions zu Planning, Law, and Property Rights

Räumliche Entwicklung und planerische Aktivitäten weisen stets einen Bezug zu Bodeneigentum auf. Planung, Recht und Eigentum stehen daher in einem Wechselspiel und Spannungsverhältnis. Dieser Ansatz ist der Grundgedanke der International Academic Association on Planning, Law, and Property Rights (PLPR, www.plpr-association.org) und ihren jährlich stattfindenden Konferenzen.
Mit Unterstützung der ARL organisiert PLPR im Februar 2021 eine Reihe von Online Sessions. Die Sessions adressieren aktuelle Themen der Raumentwicklung mit Blick auf Fragen von Eigentum sowie Planungs- und Umweltrecht: Diese thematisieren den Einfluss des internationalen Rechts auf die nationale Planung, den Umgang mit Klimarisiken, Innovationen zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, nationale Raumplanung im Wechselspiel mit lokaler Planung, informelle Raumentwicklung im Globalen Süden und Norden, bodenpolitische Instrumente und Strategien, bis hin zu der Frage, wie Planungsrecht in der Planungslehre eingebunden werden kann.

Raumforschung zwischen Nationalsozialismus und Demokratie – das schwierige Erbe der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tagungsband dokumentiert ein von der ARL am 7. November 2019 durchgeführtes Kolloquium in Hannover. Im Zentrum des öffentlichen Kolloquiums „Von der RAG zur ARL: Personelle, institutionelle, konzeptionelle und raumplanerische (Dis-)Kontinuitäten“ stand die kritische Reflexion der Geschichte der ARL und ihrer Vorläuferorganisation mit ihren institutionellen Strukturen und ihrer Arbeitspraxis vor und nach 1945. Es fasste die zentralen Ergebnisse eines extern vergebenen Forschungsauftrags zur Geschichte der ARL zusammen. Zugleich beleuchtete das Kolloquium auch die Rolle anderer raumwissenschaftlicher Einrichtungen zur NS- sowie in der Nachkriegszeit.

Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland.

Bericht über die Herbsttagung 2020 der LAG Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Text: Julia Diringer und Christian Strauß


Am 1. Oktober 2020 fand die diesjährige Herbsttagung der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin/ Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern statt, pandemiebedingt im Online-Format. Die LAG‑Mitglieder sowie weitere interessierte Gäste erhielten einen Einblick in die Ergebnisse der LAG‑Arbeitsgruppe „Regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland“. Moderiert wurde die Tagung von Christian Strauß und Julia Diringer.

Die LAG‐Arbeitsgruppe untersuchte im Zeitraum von 2016 bis 2018 die regionale Steuerung der Energiewende in Nordostdeutschland. Der Nordosten entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem räumlichen Vorreiter der deutschen Energiewende. Im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien wurden – und werden – vielfältige Erfahrungen gemacht und bemerkenswerte Praxisschritte unternommen. Dies bildete den Ausgangspunkt für die Arbeit der Arbeitsgruppe. Im Fokus standen die Fragen, welche technischen und sozialen Innovationen waren notwendig, um diese Entwicklung zu erreichen? Welche Herausforderungen mussten (und müssen) die Akteur*innen der räumlichen Planung auf der regionalen Handlungsebene meistern? Von besonderem Interesse waren die planungspraktischen Innovationen, die durch die Energiewende angestoßen wurden.