Der neue Arbeitskreis der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft zur „Transformation als Herausforderung für politisch-administrative Praxis“ hat Anfang Mai 2026 seine Arbeit aufgenommen. In der Auftaktsitzung in Hannover trafen Vertreter:innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Fachplanung und intermediären Organisationen zusammen, um eine gemeinsame Perspektive auf transformative Planungspraxis zu entwickeln.
Das System der Raumplanung steht heute, in Zeiten vielfältiger Krisen und Transformationen, vor mannigfaltigen Herausforderungen und widerstreitenden Interessen. Dazu zählt der wachsende Anspruch an schnellere, wirksamere und nachvollziehbare Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse. Diese laufen in jedem Planungsprozess anders ab: Es gibt Themen, die werden über einen langen Zeitraum diskutiert, verworfen und wieder hervorgeholt, bevor sie zur Entscheidung gestellt werden. Dann wieder betreten Argumente im richtigen Moment die Bühne und erlangen in kürzester Zeit eine Mehrheitsfähigkeit. Wieder andere Argumentationen erscheinen solide und verlaufen dennoch im Sand. Warum ist das so? Wovon hängt es ab, ob ein planerisches Argument schlagkräftig wird? Klar ist, dass planerische Willensbildung und Entscheidungsfindung nicht nur aus fachlichen Analysen abgeleitet werden. Es existieren unzählige Faktoren, die Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse hinsichtlich ihres Ablaufs und ihrer Ergebnisse beeinflussen. Ihnen wollen wir uns im Rahmen unserer Jahrestagung nähern.
Bei seiner Abschlusssitzung am 25. und 26. März 2026 nutzte der Arbeitskreis „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland – Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“ die Gelegenheit, die Schachtanlage Asse II im Landkreis Wolfenbüttel zu besichtigen.
In der aktuellen Folge des ARL-Podcasts sind Prof. Christian Schulz und Prof. Thomas Döring zu Gast, um zu diskutieren: ob - und wenn ja, wie - sich Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum ausschließen.
Stellenausschreibung für eine Bürofachkraft (m/w/d)
Für die Geschäftsstelle in Hannover suchen wir eine Bürofachkraft (m/w/d) zur organisatorischen Unterstützung eines wissenschaftlichen Referates.
Die unbefristete Stelle umfasst 50 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit und bietet vielfältige Aufgaben rund um Assistenz, Organisation und Kommunikation in einem wissenschaftlichen Umfeld.
Wir bieten unter anderem:
flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten
Vergütung nach TV-L inkl. VBL
ein wertschätzendes Team
moderne Arbeitsräume in Hannover
Angebote zu Gesundheit, Vereinbarkeit und Diversität
Neues Positionspapier aus der ARL zeigt, dass Kleinstädte kein homogener Siedlungstyp sind und das Thema Wohnen auch dort differenziert betrachtet werden muss
Der Arbeitsbericht der ARL Nr. 41 entwickelt planungsunterstützende multikriterielle GIS-Methoden im Hinblick auf eine potenzielle Weiterentwicklung des Bayerischen Alpenplans.
ARL unterstützt Vorschläge des Bundes zur Beschleunigung raumordnerischer Prozesse und andere Neuregelungen im Raumordnungsrecht
Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts vom 1. April 2026
Die ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft hat eine fachliche Stellungnahme zum jüngsten Referentenentwurf des BMWSB abgegeben, deren wesentliche Aspekte hier dargestellt werden. Der Fokus der Stellungnahme zielt auf die Novellierung des Raumordnungsgesetzes und bewertet sehr positiv, dass die Modernisierung des Raumordnungsrechts parallel zum Bauplanungsrecht erfolgt. Die ARL sieht darin einen wesentlichen Beitrag zur strategischen Stärkung der Raumordnung, wie sie im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vereinbart worden ist. Zugleich zielt die Novelle auf die Vereinfachung und Beschleunigung der Aufstellung und Änderung von Raumordnungsplänen. Wesentliche inhaltliche Punkte der geplanten Novelle hat die Akademie begrüßt.
Im Rahmen der ersten Antragsrunde 2026 entschied das Präsidium der ARL über mehrere Arbeitskreise und Transferformate
Im Rahmen der ersten Antragsrunde 2026 hat das Präsidium der ARL den Arbeitskreis "Raumplanung in Zeiten autoritärer Formierung" bewilligt. Das Vorhaben greift aktuelle raumwissenschaftliche und praxisrelevante Fragestellungen aus inter- und transdisziplinärer Perspektive auf.