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Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung: das ARL-Grundlagenwerk zum Nachschlagen und Nachlesen

Die 2019 erschienene Neufassung und thematische Erweiterung des ARL-Grundlagenwerkes umfasst als Print-Publikation vier Bände und bietet zu allen zentralen Fachbegriffen der Raumwissenschaften und Raumplanung 284 Einzelbeiträge renommierter Expertinnen und Experten.

Walter Kufeld für sein langjähriges Engagement in der Lehre geehrt

 links im Bild Hans-Martin Zademach, er gratuliert Walter Kufeld (Bildmitte), im Hintergrund zu sehen ist Christian Steiner
links im Bild Hans-Martin Zademach, er gratuliert Walter Kufeld (Bildmitte), im Hintergrund zu sehen ist Christian Steiner

Walter Kufeld ist seit Jahren ein höchst engagiertes Mitglied der ARL: Derzeit leitet er stellvertretend den ARL-Arbeitskreis „Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung“, er wirkt aktiv im ARL-Forum Bayern mit und ist als Mitglied der gemeinsamen Arbeitsgruppe „Große Transformation und nachhaltige Raumentwicklung machen: Impulse zur Umsetzung in der regionalen und kommunalen Praxis“ der ARL-Foren Baden-Württemberg und Bayern aktiv. 

Selbst aus der Praxis kommend – er ist Leitender Direktor bei der Regierung von Oberbayern in München – ist ihm der direkte Fachaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis eine Herzensangelegenheit. 

Highlights im Herbst?! Ende September erscheint der Sammelband "Wohlstandsalternativen" bei transcript

Das Foto zeigt das Herbstprogramm des transcript Verlages, der hier angekündigte Sammelband erscheint dort unter der Rubrik Highlights

Coming soon - Wir freuen uns den von Bastian Lange, Martina Hülz, Benedikt Schmid und Christian Schulz herausgegebenen Sammelband "Wohlstandsalternativen. Regionale Positionen und räumliche Praktiken" ankündigen zu können.

 Das Buch erscheint Open Access und ist ein zentrales Arbeitsergebnisses des Arbeitskreises "Wohlstandsalternativen und Regionalentwicklung" der ARL.

Auf der Suche nach Bewältigungsstrategien für globale Krisen braucht es Alternativen zu den vorherrschenden Wohlstandsmodellen. Wie kann ein gutes, gelingendes und gesundes Leben innerhalb der planetaren Grenzen aussehen? Welche Praktiken und Prozesse prägen eine sorgende Wohlstandsorientierung? Und welche Widersprüche ergeben sich aus den entsprechenden Transformationsimpulsen? Die Beiträge vereinen Positionen und Perspektiven auf veränderte Wohlstandsverhältnisse jenseits von Wachstum. Mit Blick auf aktuelle Krisenkontexte hinterfragen sie überkommene Ansätze, skizzieren nachhaltige Alternativen und zeigen auf, welche Unterstützung Politik und Planung für eine zukunftsfähige Raumentwicklung leisten können.

Die ARL auf dem zweiten Bundeskongress „Tag der Regionen“

Podium des Forums Nachwuchs der ARL, v.l.n.r. Antonia Pfeiffer, Nathalie Millán Cerezo, Fabian Egle, Alex Beljaev
Podium des Forums Nachwuchs der ARL, v.l.n.r. Antonia Pfeiffer, Nathalie Millán Cerezo, Fabian Egle, Alex Beljaev

Der Bundeskongress „Tag der Regionen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ging in die zweite Runde und widmete sich in Pforzheim vom 27. bis 29. Mai 2024 dem Thema „Fläche unter Druck – Interessenkonflikte planvoll lösen“.

Die ARL war auf dem zweiten Bundeskongress am 27. und 28. Mai 2024 fachlich erneut prominent vertreten. Da sich sowohl in den städtischen Zentren als auch ländlichen Gebieten die Konkurrenz um Flächen bzw. ihre Nutzung deutlich verschärft hat, standen die steigenden Nutzungsansprüche und unterschiedliche flächenbezogene Entwicklungsvorstellungen einzelner Fachpolitiken wie Energie, Umwelt, Wohnen, Wirtschaft, Landwirtschaft oder Mobilität im Fokus des diesjährigen Bundeskongresses. Als neues Format bietet er Interessierten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis eine Plattform, um Ideen auszutauschen, innovative Lösungen zu diskutieren und Best Practices zu teilen. 

24. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: (Neue) Flächenansprüche und die Flächenwende

Skyline mit Photovoltaik-Anlagen und Windrädern

31. Oktober 2024, 10-16:15 Uhr
NRW.BANK, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf

Zahlreiche alte sowie neue Flächenansprüche und Nutzungskonkurrenzen haben zu einer Stagnation der Bemühungen um eine Reduzierung des Flächenverbrauchs geführt. Die Flächensparziele kollidieren mit den Flächenbedarfen für Wohnen, Gewerbe und erneuerbare Energien.

Das „30-ha-Ziel“ wird daher bis 2030 mutmaßlich nicht mehr zu erreichen sein. Liegt die Lösung in einer Flächenwende im Sinne eines mittel- bis langfristigen sozial-ökologischen Transformationsprozesses hin zu einer Flächenkreislaufwirtschaft bis 2050? Diese Flächenwende wäre nicht nur eine Aufgabe der Raum- und Umweltplanung, sondern eine gesellschaftliche und sektorübergreifende Aufgabe.

ARL-Expertise: Zweitägiger Workshop im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Auf Einladung des Ministeriums bieten Prof. Dr. Axel Priebs (Präsident der ARL) und Prof. Dr. Rainer Danielzyk (Leibniz Universität Hannover und Mitglied der Akademie) am 11. und 12. Juli 2024 zum zweiten Mal einen Inhouse-Workshop zu aktuellen Themen der Raumordnung und Raumentwicklung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) an. 

Vor Ort in Berlin geben sie an zwei Tagen vertiefende fachliche Ein- und Überblicke zu aktuellen Themenschwerpunkten, wie den Themen Siedlung und Freiraum, raumordnerische Instrumente, die Rolle und Bedeutung der räumlichen Planung beim Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie zum Verhältnis von Raumordnung und Regionalentwicklung. Dabei stellen sie auch aktuelle Arbeitsergebnisse aus der Akademie vor.

Save the Date: Workshop zu „Perspektiven regionaler Kooperation - Strategien und Herausforderungen am Beispiel Baden-Württembergs“

Wann: 2. Dezember 2024, 10:00 – 15:00 Uhr
Wo: Verband Region Stuttgart

„Perspektiven regionaler Kooperation – Strategien und Herausforderungen am Beispiel Baden-Württembergs“

Regionale und interkommunale Kooperation ist ein immer wiederkehrendes Thema der Kommunal- und Regionalplanung. Gemeinsame Planungsansätze sind grundsätzlich bei vielen Themen anwendbar, und im Sinne einer zukunftsfähigen gesamtregionalen Entwicklung unabdingbar. Ihre praktische Ausgestaltung wirft jedoch zahlreiche Fragen auf, die das Kerngeschäft der Kommunen und der Akteure der Regionalplanung betreffen.
Wer setzt die Maßstäbe für überkommunale Strategien und welche Standards sollen für gemeinsame Ansätze gelten? Welche interkommunalen Koordinierungsaufgaben können die Träger der Regionalplanung künftig verstärkt neben ihren förmlichen Planungsaufgaben übernehmen?

Der AK Endlagersuche zu Gast am Schweizer Tiefenlagerstandort

Sitzung in Bülach – hier traf sich der AK für einen fachlichen Austausch mit Akteuren der schweizer Seite. (v.l.n.r.) S. Jordi (BFE), S. Hüben (AK), M. Steinebrunner (DKST), B. Müller (AK), M. Steinhoff (AK), P. Hocke (AK), R. Grossmann (RK Nördlich Lägern), C. Müller (RK Nördlich Lägern), N. Schmidt (AK), R. Kelly (AK), S. Ristau (AK), J. Wiener (Stadt Hohentengen), A-D. Uthe (AK), O. Weidlich (AK)
Sitzung in Bülach – hier traf sich der AK für einen fachlichen Austausch mit Akteuren der schweizer Seite. (v.l.n.r.) S. Jordi (BFE), S. Hüben (AK), M. Steinebrunner (DKST), B. Müller (AK), M. Steinhoff (AK), P. Hocke (AK), R. Grossmann (RK Nördlich Lägern), C. Müller (RK Nördlich Lägern), N. Schmidt (AK), R. Kelly (AK), S. Ristau (AK), J. Wiener (Stadt Hohentengen), A-D. Uthe (AK), O. Weidlich (AK) 

Im September 2022 gab die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ihren Vorschlag des Standorts für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle in der Schweiz öffentlich bekannt. In dem ausgewählten Gebiet „Nördlich Lägern“ liegen die besten Ausgangsbedingungen, um ein Endlager möglichst sicher zu errichten. Besonders spannend aus deutscher Sicht dabei: Der Standort ist nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Damit ist die Schweiz, welche nach einem gescheiterten Versuch der Standortfestlegung bereits in den 2000er Jahren mit ihrem Verfahren der Endlagersuche begann, im Vergleich zum deutschen Verfahren wesentlich weiter vorangeschritten – und hat somit auch schon mehr Erfahrung in Fragen der Partizipation und Raumentwicklung im Kontext Endlagersuche vorzuweisen. Mehr als genügend Gründe für den Arbeitskreis „Endlagersuche für radioaktiven Abfall in Deutschland - Zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung“, sich mit den Akteuren vor Ort zu treffen und auszutauschen.

Kurz vorgestellt: Regionale ARL-Foren

Die „Regionalen ARL-Foren“ sind auf Dauer eingerichtete Gremien, deren Mitglieder sich regelmäßig einer Wiederwahl stellen müssen. Sie sind für die ARL elementar, um die fachliche Community in der Breite zu erreichen und als Netzwerk in die Tiefe des Raumes hineinzuwirken. Zugleich trägt die ARL das Leibniz-Motto „theoria cum praxi“ über die „Regionalen ARL-Foren“ in die Fläche.

Die geographisch verankerten Regionalen ARL-Foren dienen dabei auch der Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung. Sie führen Interessierte als Gäste in die inter- und transdisziplinäre Arbeitsweise der ARL ein und veranschaulichen den Mehrwert, den dieser fachliche Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis bietet. Das motiviert viele, sich neben einer fordernden hauptamtlichen Tätigkeit dauerhaft im fachlichen Netzwerk der ARL zu engagieren.