20.01.2013 Andreas Klee

Zweite Sitzung des Nutzerbeirats der ARL

Als ein Ergebnis der letzten Evaluierung der ARL 2007/2008 wurde der Nutzerbeirat als neue Einrichtung gegründet. Er hat die Aufgabe, die ARL bei der weiteren Entwicklung der Serviceleistungen zu beraten. Dadurch sollen praktische Nutzerprobleme und -interessen frühzeitig erkannt und berücksichtigt sowie die inhaltliche Ausgestaltung und Qualität der Serviceleistungen verbessert werden. Im Juni 2011 kam der Nutzerbeirat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen, bei der Gerd-Rainer Damm (Ministerium für Inneres und Sport des Saarlandes) zum Leiter und PD Dr. Arno Bunzel (Deutsches Institut für Urbanistik Berlin) zum stellvertretenden Leiter gewählt wurden.

Selbstverständnis, Aufgaben und Arbeitsweise

Die zweite Sitzung im Dezember 2012 sollte unter anderem dazu dienen, das Selbstverständnis und die Arbeitsweise des Nutzerbeirats zu klären. Uschi Hedwig (Communication Training Hannover) war beauftragt, Impulse zu geben und die Diskussion zu moderieren.

Die Mitglieder formulierten ihre Erwartungen, die sie mit der Mitwirkung im Nutzerbeirat verknüpfen, brachten aber auch „Angebote“ an die ARL zum Ausdruck, also Möglichkeiten, wie sie sich in die Weiterentwicklung der Akademiearbeit beratend und bewertend einbringen können. Im Verlauf der Diskussion zeigte sich, dass von allen die ARL als wichtiger Impulsgeber, als Wissensvermittler und „Themenprozessor“ anerkannt ist. Sich selbst sahen die meisten Mitglieder des Nutzerbeirats ebenso als Impulsgeber für die Arbeit im Netzwerk, aber auch als kritischer Beobachter, Nutzer der Arbeitsprodukte und Vermittler in die und aus der Praxis. Unklarheit herrschte bei einigen darüber, wie die Themen, die in der ARL bearbeitet werden, „in die Welt kommen“: Wie werden sie aus einem breiten Spektrum der Möglichkeiten ausgewählt, wie inhaltlich präzisiert und in ein Arbeitsgremium „übersetzt“? Hier wurden Möglichkeiten dafür gesehen, dass sich der Nutzerbeirat stärker im Vorfeld der Entscheidung für ein bestimmtes Thema einbringt. An diesem Punkt wurde konkret weitergedacht. Die Mitglieder entwickelten erste Vorschläge, wie künftig die Arbeit des Nutzerbeirats stärker mit den übrigen Gremien, Organen und Einrichtungen vernetzt werden kann und wie die fachlichen Expertisen der Mitglieder des Nutzerbeirats im Vorfeld der Generierung und Präzisierung von Arbeitsthemen eingebracht werden können.

Tätigkeitsbericht und Arbeitsprogramm

Im zweiten Teil der Sitzung standen „Pflichtübungen“ an. So ist es Aufgabe des Nutzerbeirats, unter anderem auf der Grundlage des jeweiligen Tätigkeitsberichtes an das Präsidium zu berichten. Dem Nutzerbeirat lag der Entwurf des Tätigkeitsberichtes 2011/2012 vor. Dieser wurde breit diskutiert und insgesamt begrüßt. Vor allem die geänderte Aufmachung – ein stark verkürztes Einstiegskapitel und Teaser, die einen ersten Überblick verschaffen – wurde lobend hervorgehoben. Gleichwohl gab der Nutzerbeirat noch Hinweise zur Überarbeitung des Entwurfs und machte einige grundlegende Verbesserungsvorschläge für den nächsten Tätigkeitsbericht.

Auch zum Entwurf des Arbeitsprogramms 2013/2014 bezog der Nutzerbeirat Stellung und brachte zahlreiche wertvolle Hinweise zur Optimierung des Papiers vor. Um künftig einen größeren Beratungsspielraum zu haben, wurde vereinbart, dass Mitglieder des Nutzerbeirats zu den den möglichen Vorhaben vorgeschalteten Expertenworkshops eingeladen werden, um Nutzerinteressen frühzeitig einbringen zu können.

Schließlich berichtete Vizepräsident Prof. Dr. Hans Heinrich Blotevogel über die Bemühungen der ARL, Kriterien zu erarbeiten, um den Transfer transdisziplinärer Forschung bewerten zu können. Ziel sind Kriterien, die auf die spezifische Arbeitsweise und den Output der ARL zugeschnitten sind. Solche Kriterien sind für künftige Evaluationen von großer Bedeutung. Der Nutzerbeirat hat die bisherigen Bemühungen anerkannt und sich bereit erklärt, dieses für die ARL sehr wichtige Vorhaben konstruktiv zu begleiten. Daher wurde verabredet, dass eine kleine Arbeitsgruppe zur Notwendigkeit ARL-spezifischer Evaluierungskriterien Stellung bezieht und den weiteren Prozess aktiv unterstützt.