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Zur Regierungsbildung: Empfehlungen für die Landespolitik in Baden-Württemberg

Was Mitglieder des Regionalen ARL-Forums Baden-Württemberg für die Raumentwicklung und Landesplanung 2026-2031 in Baden-Württemberg empfehlen

Gesellschaftliche Veränderungen, wirtschaftlicher Strukturwandel und ökologische Herausforderungen bedingen unterschiedliche und oft konkurrierende Ansprüche an Flächen und benötigen integrative Lösungsansätze. Die Autorinnen und Autoren unterstützen mit den vorliegenden Positionen anlässlich der Landtagswahlen 2026 eine engagierte räumliche Planung für Baden-Württemberg, die die Chancen und Herausforderungen des Landes aufgreift und dabei einen verantwortungsvollen Umgang mit Flächen und Raumnutzungen sichert.

Deckblatt des Dokuments; abgebildet sind die Grenzlinien Baden-Württembergs

Im Regionalen ARL-Forum Baden-Württemberg diskutieren Planungspraktiker:innen und weitere Expert:innen der Raumentwicklung aus Wissenschaft und Praxis zu vielfältigen Themen der räumlichen Planung. Das Autor:innenteam Wolf Engelbach, Dirk Seidemann, Jörn Birkmann, Maleen von Au, Annika Hiller, Marc Heptig und Barbara Warner nennen grundlegende Empfehlungen für eine systematische und ausgewogene Entwicklung Baden-Württembergs. Zahlreiche Anregungen vieler weiterer Mitglieder des Forums flossen in das Dokument ein.

  1. Landes- und Regionalplanung kann wichtige Impulse und Lösungsansätze für überkommunale Herausforderungen des wirtschaftlichen Strukturwandels, des demographischen Wandels sowie der Klima- und Biodiversitätskrise bieten
  2. Dabei sind sektorübergreifende und vielfach überkommunale Ansätze notwendig, die im Rahmen einer aktiven und kooperativen Landes- und Regionalplanung angegangen werden müssen.
  3. Angesichts knapperer öffentlicher Haushalte und zunehmender Herausforderungen durch den wirtschaftlichen Strukturwandel im Land und seinen Teilregionen sind Strategien und Instrumente erforderlich, die Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von städtischen und ländlichen Räumen sichern. Hierzu dient auch die Landes- und Regionalplanung, die auf die Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse zielt.
  4. Strategische und überkommunale Planung kann räumliche Zielkonflikte frühzeitig erkennen und bearbeiten, sodass knappe öffentliche Mittel an den passenden Orten stimmig eingesetzt werden. Die Akzeptanz von planerischen Entscheidungen kann dadurch gestärkt und die Umsetzung beschleunigt werden.
  5. Die begonnene Aufstellung eines neuen Landesentwicklungsplans gilt es in der kommenden Legislaturperiode abzuschließen und ihn aktuell zu halten.
  6. Die kommunal verfassten Regionalverbände sollten in ihren Aufgaben der Regionalplanung und Regionalentwicklung gestärkt werden, um gemeinde- und sektorenübergreifende Lösungen zu befördern.
  7. Interkommunale Kooperation gewinnt an Bedeutung für viele Herausforderungen im Kontext des wirtschaftlichen Strukturwandels, der demographischen Veränderungen und des Klimawandels und sollte daher seitens des Landes rechtlich erleichtert und strukturell unterstützt werden.
  8. Transparente Beteiligungen sind für akzeptierte Planungen wichtig, wobei für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wenig repräsentierte Gruppen mehr Gehör finden sollten.
  9. Für die Entwicklung konkreter Lösungsstrategien bietet die ARL mit ihrem Regionalen Forum Baden-Württemberg dem Land gerne seine Expertise und Kompetenz an und freut sich über einen Dialog mit Politik und Verwaltung.

Die vollständige Empfehlung kann über den folgenden Link abgerufen werden:

> Empfehlungen für die Landespolitik Baden-Württemberg: Raumentwicklung und Landesplanung 2026-2031 (PDF)

Zur Pressemitteilung vom 13.03.2026:

> ARL-Expert:innen zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Empfehlungen zur Raumentwicklung und Landesplanung

Für weitere Informationen zum Regionalen ARL-Forum Baden-Württemberg: ARL-Forum Baden-Württemberg | ARL-Net