Wohnraumversorgung und resiliente Raumstrukturen
Das ARL-Forum Regionalplanung traf sich am 13./14. November2025 zu seiner Herbst-Arbeitssitzung beim Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main.
Neben dem Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Landes- und Regionalplanung sowie zulaufenden bzw. geplanten Projekten des Forums zu Flächenkonkurrenzen und Planungsbeschleunigung standen zwei Schwerpunktthemen im Fokus des fachlichen Austauschs.
Das erste Schwerpunktthema der Sitzung war der Beitrag der Raumordnung zur Wohnraumversorgung. Hier leiteten die Impulsreferate aus dem MORO – Modellvorhaben der Raumordnung „Mit Raumordnung mehr Wohnungsbau ermöglichen“ von Frank Reitzig , Manuela Hahn , Andrea Angerer , Tamara Schnurr und Dr. Sebastian Wilske . Es schloss sich eine Diskussion über mögliche planungsrechtliche Änderungen sowie über die Erfahrungen und Lessons Learned aus den Modellregionen an. Das Forum plant, das Thema fachlich weiter zu begleiten, u. a. um die Bedeutung des sogenannten „Bau-Turbos“ für die Regionalplanung zu diskutieren.
Vor dem Hintergrund der "Zeitenwende", die Erfordernisse des Bevölkerungsschutzes und der Landes- und Bündnisverteidigung notwendig macht, widmete sich der zweite Schwerpunkt der Bedeutung und Schaffung resilienter Raumstrukturen als (neuer) Aufgabe der Raumordnung. Prof. Dr. Axel Priebs stellte das kurz vor der Sitzung erschienene Positionspapier aus der ARL 160 vor. Und thematisierte offene Fragen bezüglich neuer Inhalte der Plandokumente, das Spannungsfeld von Transparenz und Geheimhaltung sowie den künftig zu überdenkenden Umgang mit der Bündelung von Trassen sowie die erhöhte Notwendigkeit der Redundanz von Infrastrukturen. Darüber hinaus wies Axel Priebs auf die Überlegungen hin, zur Vertiefung dieser und weiterer Punkte einen neuen Arbeitskreis einzurichten und regte an, dass in dem Arbeitskreis auch das Forum Regionalplanung mit seiner fachlichen Kompetenz vertreten sein sollte.
Im Anschluss an die Diskussion der beiden Themenschwerpunkte der Herbstsitzung hatte Forumsmitglied Florian Ismaier einen Fachvortrag mit Exkursion organisiert. Christoph Packhieser vom Frankfurter Stadtplanungsamt stellte die Fortschreibung des Hochhausentwicklungsplans HEP 2024 der Stadt Frankfurt vor und zeigte auf der Exkursion durch das Bankenviertel von "Mainhattan", wie die neuen Anforderungen des Planwerks bezüglich eines modernen, urbanen Lebens angegangen werden, um die Nutzungsvielfalt, Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, neue Formen der Mobilität und die städtebauliche Einbindung in das Umfeld zu verbessern.
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