Politik- und sozialwissenschaftliche Perspektiven zur Wärmewende
Die Wärmewende hin zu einer Versorgung auf Grundlage Erneuerbarer Energien ist ein zentrales Element der Energietransformation und gewinnt im Kontext globaler Krisen – wie der Klimakrise, geopolitischer Spannungen und sozialer Verwerfungen – zunehmend an Bedeutung. Neben dem Verkehr ist der Wärmesektor das Sorgenkind bei der Erreichung der Klimaschutzziele, die durch die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz 2015 festgelegt wurden. Die Klimakrise ist ohne eine schnelle und umfassende Dekarbonisierung der Wärmeversorgung nicht zu bewältigen. Der Krieg in der Ukraine hat zudem die Abhängigkeit von fossilen Importen deutlich vor Augen geführt und eine Neubewertung von Erdgas als Brückentechnologie angestoßen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine sozialverträgliche, klimaneutrale und resiliente Wärmeversorgung. Während technologische Optionen vorhanden sind, stockt die Umsetzung auf vielen Ebenen: Eine fehlende soziale Akzeptanz, eine oftmals als ungerecht empfundene finanzielle Lastenverteilung, der Fachkräftemangel, eine bisher nicht kohärente institutionelle Koordination sowie eine massive Interessenvertretung traditionell starker fossiler Player sind nur einige der Herausforderungen.
Ziel der Tagung ist es, den aktuellen Stand der politischen, gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskussion und damit verbundene Konflikte zur Wärmewende zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Dabei sollen insbesondere die Wechselwirkungen zwischen politisch-regulativen Maßnahmen, sozio-technischen Systemen, Akteurskonstellationen und sozialen Implikationen beleuchtet werden.
Abstracts (max. 500 Wörter, auf Deutsch oder Englisch) inkl. der Angabe für die Bewerbung um einen
Vortrag oder die Postersession sowie eine kurze Biographie bitte unter folgendem Link bis zum
31.10.2025 zusenden an: energietransformation@dvpw.de
Die Tagung findet am 8. Dezember 2025 am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in Berlin statt und wird vom Arbeitskreis Energietransformation der DVPW in Kooperation mit dem WZB, dem DIW Berlin sowie dem Forschungsnetzwerk Energiewende & Gesellschaft und der Begleitforschung BEWEGT veranstaltet.
Die Anmeldung zur Tagung kann unter folgendem Link bis zum 30. November erfolgen:
„Die Wärmewende: Politik- und Sozialwissenschaftliche Perspektiven“ – meineDVPW
Neben einer Keynote und einer Podiumsdiskussion sind drei thematische Sitzungen mit wissenschaftlichen Vorträgen sowie eine Postersession geplant. Die Tagung soll den wissenschaftlichen Austausch fördern und Brücken zur Praxis und Politik schlagen.
Veranstaltet wird die Tagung vom Arbeitskreis Energietransformation der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Forschungsnetzwerk Energiewende & Gesellschaft und der Begleitforschung BEWEGT.

