08.01.2014 Anne Ritzinger

Planung für gesundheitsfördernde Stadtregionen

Neuer Arbeitskreis der ARL

Angesichts wachsender gesundheitlicher Ungleichheit in Quartieren, Städten und Stadtregionen und zunehmender Herausforderungen – z. B. durch Hitzestress und demografische Alterung – steht das Thema „Gesundheit“ aktuell weit oben auf der Agenda. Lebenswerte und somit auch gesunde Städte sind ein zentraler Bestandteil einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung.

© Ella Sarkisyan – Fotolia.comIn diesem innovativen Themenbereich liegen noch Forschungsdefizite vor. Insbesondere eine gesundheitsfördernde Planung erfordert als Querschnittsthema eine multidisziplinäre Untersuchung und integrierte Politikansätze in der Umsetzung. Dafür ist es nötig, den fachlichen Austausch in diesem Themenbereich zu verbessern. Dies betrifft vor allem die Zusammenarbeit zwischen räumlicher Planung und Public Health, aber auch den transdisziplinären Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern aus verschiedenen staatlichen, kommunalen, privaten und wohlfahrtsorientierten Institutionen.

In diesen Bereichen hat die ARL durch ihre Arbeitsformate komparative Vorteile bei der Bearbeitung: Der neu eingerichtete Arbeitskreis „Planung für gesundheitsfördernde Stadtregionen“ ist mit Mitgliedern aus verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern interdisziplinär zusammengesetzt. Die Mitglieder wurden im Rahmen eines „Call for Membership“ ausgewählt, auf den sich über vierzig hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber gemeldet hatten.

Am 24. Oktober 2013 trafen sich die Mitglieder des neuen Arbeitskreises unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart (TU Dortmund) in Hannover zu ihrer konstituierenden Sitzung und diskutierten über das Arbeitsprogramm, das sich die Gruppe für die kommenden zwei Jahre vornehmen möchte.