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Mobile Sommerschule „Transformation in Motion“

Leibniz-Lab „Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen“
Ein Tisch im Zug mit einer Miniaturstadt

Was?

Eine Woche mobile Sommerschule in und mit Regionalzügen zu Themen der Transformation in (Ost-)Deutschland mit Besuchen bei Leibniz-Forschungsprojekten, Diskussionen und Exkursionen an den Orten, an denen sich der Wandel vollzieht.

Wann?

22. bis 29. August 2025

Wo?

Start: Berlin | Ziel: Halle (Saale)

Für wen?

Interessierte an Fragen der gesellschaftlichen, ökologischen und gebauten Transformation in (Ost-)Deutschland (Forschende, Studierende, Künstler:innen, Journalistinnen …)

Thematischer Rahmen:

Die vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) koordinierte Sommerschule „Transformation in Motion“ soll 35 Jahre nach der Wiedervereinigung einen einzigartigen, mobilen und praxisnahen Zugang zu den vielfältigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Transformationsprozessen ermöglichen. Wir wollen Transformationsräume in Vorträgen und Diskussionen behandeln, vor allem aber wollen wir diese Räume mit Forschenden, Studierenden, Künstler:innen und Journalist:innen gemeinsam durchfahren: Mit Regionalzügen reisen die Teilnehmenden entlang ehemaliger und aktueller Grenzen, besuchen Orte des Wandels und kommen mit Forschungsprojekten und lokalen Akteuren in Kontakt. Entlang unserer Strecke möchten wir Beispiele für gelungene Transformation in den Fokus rücken und Hemmnisse und Schwierigkeiten erörtern.

Die Teilnehmenden bekommen Einblicke in Transformationsphänomene wie Strukturwandel, Verkehrs- und Klimafragen, kulturelle Initiativen sowie Stadt- und Regionalentwicklung. Die Summer School verbindet fachliche Expertise, interaktive Methoden und eine nachhaltige Art der Fortbewegung. So wird das ÖPNV-System selbst zu einem zentralen Lernort, an dem sich verschiedene Aspekte der Mobilitäts- und Verkehrswende unmittelbar erfahren lassen: reaktivierte Bahnstrecken, die kürzeste Straßenbahnlinie Deutschlands oder neu belebte Bahnhöfe verkörpern die infrastrukturelle Seite der Transformation.

Vor Ort werden Exkursionen, Institutsbesuche und Workshops angeboten. Forscherinnen und Forscher verschiedener Leibniz-Institute, von IfL, ARL, IÖR und IRS, erläutern ihre aktuellen Studien und stehen als Diskussionspartner zur Verfügung. Je nach Möglichkeit werden Kommunen, Kulturinitiativen und zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure einbezogen, etwa durch öffentliche Veranstaltungen oder Diskussionsformate. Die Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen soll Brücken zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft schaffen. Wo es möglich ist, wollen wir mit anderen Reisenden ins Gespräch kommen – etwa indem wir in einzelnen Zügen eine Sitzecke für Kurzvorträge einrichten und Fahrgäste zum Mitdiskutieren einladen.

Die Sommerschule startet am 22. August 2025 in Berlin. Die Strecke führt über Węgliniec, Görlitz, Torgau, Naumburg (Saale), Erfurt und den Thüringer Wald und endet am 29. August 2025 in Halle (Saale).

Was wir bieten:

Wir übernehmen sieben Übernachtungen mit Frühstück in Jugendherbergen und Hotels für maximal 15 Teilnehmer:innen sowie mindestens zwei Abendessen. Für Teilnehmende ohne institutionelle Anbindung und eigene Finanzierungsquellen (etwa freischaffende Künstler:innen und Journalist:innen) steht zusätzlich eine begrenzte Anzahl von Stipendien von je 400 € zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die Unterbringung überwiegend in Mehrbettzimmern erfolgen wird, welche Sie mit anderen Teilnehmenden teilen. In Absprache berücksichtigen wir gerne ihre Wünsche bei der Zusammenstellung der Zimmer.

Was wir erwarten:

Commitment für die gesamte Dauer der mobilen Sommerschule; Eigenbeteiligung für Mittag- und Abendessen; Deutschlandticket o.Ä.; eigenständige An- und Abreise; Bereitschaft zur Mitgestaltung des Programms sowie Mitarbeit am Konzeptpapier und Transferprodukten.

Bewerbung: 

Über unser Bewerbungsformular bis 15. Juni 2025.

Benachrichtungen werden zum 30. Juni 2025 verschickt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unser Koordinationsteam:
sommerschule@leibniz-ifl.de

Call als PDF

Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformation“

Das Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ bündelt das Wissen von 28 Leibniz-Instituten zu den großen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen der letzten 50 Jahre. Im Fokus stehen Globalisierungs- und Digitalisierungsprozesse, die sozial-ökologische Transformation im Zuge des Klimawandels sowie die Veränderungen, die der Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 mit sich brachte. Das Lab verknüpft die bestehenden Forschungserkenntnisse, um neues Wissen zu generieren und aus vergangenen Umbrüchen für die Zukunft zu lernen. Dabei möchten wir in engen Austausch mit der Bevölkerung gehen und aus den individuellen Erfahrungen der Menschen lernen. Im Lab entstehen daher neue Forschungsformate wie die Sommerschule „Transformation in Motion“, die die Zivilgesellschaft aktiv in die Wissenschaft einbeziehen.